Wir wollen uns beschweren !

Du liebe Seele,
ich hoffe, Du gehst gestärkt und neugierig in diese nächste Novemberwoche. Mit Deiner Liebessprache im Herzen.

Heute soll es um ein Sprachphänomen gehen.
Es gibt derzeit Menschen, die sich andauernd über ihr Leben, das Wetter, andere Menschen und Umstände lauthals beschweren.
Sie glauben auf Nachfrage im Ernst, dass es ihnen eine Art Erleichterung bringt, sich verbal oder schriftlich zu beschweren. Berechtigt oder ohne jeglichen faktensicheren Grund.

Nun, physikalisch gesehen ist das hier auf der Erde mit der immer noch wirkenden Schwerkraft nahezu unmöglich.
Sich beschweren kann jemanden nicht erleichtern. Nicht auf Dauer.
Manchmal stellt das Leben uns vor Situationen, die einer Klärung bedürfen. Als hochsensible Wesen und empathische Menschen sind wir hier um Lösungen und eine Neue Art der Kommunikation auf diese Erde zu bringen.

Wie das gelingen kann?

In der Beschäftigung mit diesem Sprachparadox bin ich auf mehrere Bedeutungen und Ansichten gestoßen, die ich hier gerne mit Dir teilen möchte. Die Anregungen für ein empathisches, hochsensibles  Beschwerdemanagement sind wie immer alltagserprobt und in den allermeisten Fällen auch von Erfolg gekrönt.

Bist Du bereit?
Es ist nicht schwer,
versprochen!

 

Sich beschweren :

kann bedeuten, etwas Schweres auf ein Objekt zu legen, damit es an seinem Platz bleibt.

Hierzu fallen Dir bestimmt etliche Situationen aus Deinem Leben ein. Gerade jetzt im Herbst sieht man viele Gartenfreunde, die nachdem sie mühsam die Blätter zusammengefegt haben, ein Netz oder eine Folie über diverse Laubhaufen zu spannen. Damit der mühsam angehäufte Berg der bunten Herbstboten nicht beim nächsten Windstoß wieder durch die Lüfte fliegt, beschwert man diese Kunstwerke mit Steinen, oder bei größeren Anhäufungen von Mist als Silo auch gerne mal mit Autoreifen. Aus der Medizin kennen wir Sandsäckchen, die nach einer bestimmten Untersuchung auf die frische Wunde gelegt werden.
Also etwas oder jemand wird beschwert oder belastet.

Als Hochsensibles Wesen:

kann das bedeuten, dass Du Situationen, Geheimnisse, Anvertrautes und Begebenheiten aus der Vergangenheit lange mit Dir rumschleppst, sie quasi Deine Seele beschweren, damit alles schön an seinem Platz bleibt und sein Unwesen treiben kann.
Ich war quasi Meisterin im Sammeln von Katastrophen, Dramen und Geheimnissen, habe mich jahrelang damit abgemüht, alles unter Verschluss und unter Kontrolle zu halten.
Ich war schwer beladen und beschwert.
Da hatte sich jede Menge an Mist und ein riesiger Haufen verwesender Blätter aus etlichen Herbsttagen meines Lebens angesammelt.

Als empfindsamer Mensch hast Du viel Platz in Deiner ewigen und wunderbaren Seele reserviert für Sorgen, Nöte, Traurigkeiten, Rachegelüste, Ungerechtigkeiten, Traumen und allerlei Dramen dieser Welt. Das müssen nicht einmal Deine sein, manchmal sind es auch die Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen, die uns beschweren.
Das alles führt nicht selten zu körperlichen Beschwerden.
Ob Reizdarm, Migräne, Schwindel oder Rückenschmerzen, Herzrasen, Schuppenflechte oder sonstige Somatische Beschwerden.
Alles Folgen von Festhalten unbearbeiteter alter schwerer Dinge, damit sie ja an ihrem Platz bleiben, in scheinbarer Ruhe.

Du erkennst Dich wieder?

Bist Du bedrückt, beklemmt, bekümmert, belastet, bepackt, deprimiert, macht Dir etwas zu schaffen, bist Du betrübt, liegt Dir etwas schwer im Magen oder hast Du etwas Schweres auf dem Herzen?
Wird es nicht langsam Zeit, diese schweren Objekte Deiner Lebenszeit zu heben und Luft an den gesammelten Modder zu lassen?

Manchmal hilft es, diese Lüftung nicht alleine anzugehen.
Erstens hast Du selber einen Zeugen, der Dich bei Bedarf mit Tag und Uhrzeit an Deine Entlastung und Befreiung daran erinnern kann, dass Du diesen Dreck endlich losgelassen hast und zweitens kann nach der Lüftung eine Umarmung und eine kleine Hilfestellung beim Auffüllen der frei gewordenen Fläche nicht schaden.

Ich habe in den letzten fünf Jahren sehr wirk- und heilsame Wege und Methoden für mich integrieren können, so dass ich heute nahezu beschwerdefrei bin. Das war ein intensiver und harter Weg, aber es lohnt sich, ihn zu gehen.
Freiheit ruft, Du lieber Mensch!

Mein Wunsch für mich und für Dich ist es natürlich, dass wir erst gar nicht dazu kommen, uns selber immer wieder zu beschweren.
Du darfst mich gerne kontaktieren, wenn Du ehrlich an einer Entlastung oder Befreiung interessiert bist.
Wenn ich das schaffen kann, dann kannst Du auch mehr Leichtigkeit und Frieden, ja mehr Lebensfreude in Dein Leben holen.
Es ist alles bereit, für die, die diesen Weg ehrlich gehen wollen und Verantwortung übernehmen möchten.

 

sich beschweren :

kann bedeuten, sich beklagen, etwas beanstanden, kritisieren, motzen, meckern, herummäkeln, reklamieren, nörgeln, bemängeln, protestieren, klären, eingreifen, intervenieren, schlichten, ausgleichen, missbilligen, klären, verpetzen, jammern, heulen, quengeln, widersprechen, bekämpfen, verurteilen, tadeln, abweisen, dagegen reden, Einspruch erheben, Meldung machen, bezweifeln, anlasten, klagen, rügen, zur Sprache bringen, zurückweisen, Anstoss nehmen, zurechtweisen, schmollen, schimpfen und so weiter und so fort.

Hierzu fallen Dir bestimmt genauso viele Beispiele, wenn nicht noch mehr, wie oben ein, oder? Sicher denkst Du auch gerade intuitiv an Menschen in Deiner Umgebung, oder? Nun, bei mir könnte, wenn ich es wollte, jetzt sofort mein Kopfkino starten. Möchte ich aber gar nicht.

Als Hochsensibles Wesen:

kann das bedeuten, dass Du wahrscheinlich eher zu denen gehörst, die sich immer die Beschwerden anderer angehört haben, oder?
Hast Du auch eine unsichtbare Einladung auf Deiner Stirn tätowiert, die alle möglichen Leute auffordert, sich bei Dir über alle möglichen Ungerechtigkeiten zu beschweren?
Ich hatte dieses Tatoo bis vor ungefähr fünf Jahren in meinem schönen Gesicht und das Furchtbare daran war, jede angehörte Beschwerde schien es nur noch mehr zum Leuchten zu bringen.
Das ist Vergangenheit und vorbei. Die seelische Laserarbeit war kräftezehrend und schmerzhaft. Aber sowas von notwendig.
Beschwert man sich auch so gerne bei Dir?

Die Kehrseite dieser Beschwerdemedaille war, daß ich mich als Empathin so gut wie nie über irgendetwas beschwert habe. Es erschien mir irgendwie nicht richtig, fühlte sich ungut und falsch an.

Das hatte nur den einen Grund. Niemand hatte mir jemals beigebracht, wie ich mich gewinnbringend für beide Seiten über eine Sache oder einen Vorgang, eine Situation, die mir nicht gefiel oder die ich nicht verstand, äussern konnte.
Somit ass ich zig kalte ungenießbare Gerichte, klärte Ungerechtigkeiten mir gegenüber nicht auf, gab bei Diskussionen viel zu schnell klein bei, sorgte nicht gut für mich, liess meine Grenzen ungehindert übertrampeln und was noch viel schlimmer war, wurde ich nahezu harmoniesüchtig.

Du erkennst Dich wieder?

Gott sei Dank nur beinahe !
Denn heute kann ich von Herzen schreiben und das bestätigen mir meine Mitmänner eindeutig, heute habe ich eine wunderbare Praxis entwickeln können, für meine Werte und meine Wahrheiten einzustehen mit dem ehrlichen und von Herzen kommenden Wunsch, dass beide Seiten als Gewinner aus der Situation kommen.
Wie das gehen kann? Überhaupt in einer Gesellschaft, die ja gerade zu das Meckern und Nörgeln feiert?
Nun, ich nenne es liebevoll:
Operation Gegengeist!
Dazu mache ich mir Folgendes bewusst:
Bei einer sachlichen Beschwerde versuche ich immer charmant im Umgang zu bleiben, ich kann freundlich und nett auch schwierige Situationen ansprechen und meinem Gegenüber vermitteln, dass das was er tut nicht im Geringsten damit zu tun hat, wer er oder sie ist.
Ich rede mit einem geliebten Wesen, der einen Fehler oder ein Versäumnis begangen hat.
Weiterhin gebe ich mir wirklich Mühe,  in Ich-Botschaften zu sprechen.
Das gibt meinem Gegenüber die Chance, darüber nachzudenken, was sein Verhalten oder Nicht-Verhalten bei mir ausgelöst hat.
Ehrlich und liebevoll angebrachte Anliegen geben meinem Gesprächspartner auch die Chance sich zu verbessern oder sein Produkt, seine Arbeitsweise oder seinen Charakter.
Ich suche praktisch nach Win-Win-Situationen.
Und glaube mir, ich hatte sehr viel Übung in den letzten Jahren.

Es lohnt sich.
Wirklich!

Du liebe Seele,
ob Dich etwas beschwert oder
ob Du Dich gewinnbringend beschweren möchtest,
ist völlig egal.
Die Hauptsache, und dafür schreibe ich
mit Leidenschaft diesen blog, die Hauptsache ist,
dass unser Leben als mehrfühlende Menschen
an Leichtigkeit und an Stabilität gewinnt.

Von Herzen
und fast
beschwerdefrei

❣️Deine Gerda❣️

 

 

4 Antworten auf „Wir wollen uns beschweren !“

  1. Ich habe mich sowas von wieder erkannt!!!
    So, wie du auch schreibst, habe ich schon manches Mal gedacht, ob ich ein Brett an der Stirn habe, auf dem steht
    „Seelischer Mülleimer“.
    Wildfremde Menschen klagen mir ihr Leid und erwarten eine Lösung von mir. Manchmal kann ich helfen, aber nicht immer. Es gibt Menschen, die wollen sich einfach gar nicht helfen lassen.

    1. Liebe Hannelore,
      das hast Du sehr gut auf den Punkt gebracht.
      Menschen, die (noch) keine Hilfe wollen,
      brauchen meistens noch ein paar Runden.
      Da braucht man Geduld und Kraft,
      und manchmal auch einfach gute Laufschuhe.
      Da sind wir nicht die richtigen..
      Also, Staub von den Füssen, und Weiter gehts.
      Liebe Grüße
      von Gerda

    1. Liebe Karin,
      Danke für Deine lieben Worte.
      Gemacht habe ich einiges.
      Es gibt sicher ein massgeschneidertes
      Programm für Deine Erleichterung !
      Eine große Entlastung kam bei mir an dem Tag,
      als ich mich entschieden habe, zu glauben,
      daß die Welt sich auch weiterdreht, wenn Gerda mal nicht
      ans Telefon geht, und nur noch auf ausdrückliche klare
      Aufforderung helfe, wenn meine Hilfe wirklich erwünscht ist.
      Ich bin gerne bereit, bei ehrlicher Selbstverantwortung zu helfen und zu unterstützen.
      Ich hindere niemandem mehr, erwachsen zu werden, und selber groß zu werden.
      Auch wenn das bedeutet, dass manche Menschen , wenn sie mal wieder gegen eine Wand rennen,
      von mir liebevoll wieder abgekratzt und aufgebaut werden .
      Ausserdem achte ich sehr genau darauf, dass es mir und meiner Familie gut geht… Und dann kommt alles andere.
      Oh, ja liebe Karin:
      NEIN meinen und NEIN sagen war auch ein langer Prozess, geht aber jetzt.
      Herzliche Grüße
      Von
      ❣️Gerda❣️

      Ich könnte mal fragen, was meine Mitmenschen auf meiner Stirn sehen , das wäre ja mal was !

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