Was willst du vom Leben? Eine Frage der Wertschätzung!

Du wunderbare Seele,
heute morgen hatte ich
einen Wachtraum.
Es ist diese kostbare Zeit
zwischen Schlafen und Wachen.
Zwischenzeiten haben es in sich.

Heute möchte ich dir meinen Traum, oder nenne es Vision, erzählen, denn diese kleine Filmsequenz direkt aus den unendlichen Weiten des Unterbewustseins hat heute morgen eine regelrechte Herzerleichterung und Seelenbeflügelung bewirkt.

Was ein Münzspieler damit zu tun hat, und warum ich glaube, dass viele Hochsensible gerade genau das hier  zu Beruhigung ihrer aufgewühlten Seelen lesen sollten?

Ich habe Fragen!

Das ist ja nichts Neues. Hochsensibel zu sein, bedeutet für mich, ständig Fragen zu haben. Ich möchte gerne wissen und verstehen, warum die Dinge so laufen, wie sie laufen und wie komplexe Zusammenhänge sich auf ein verständliches Minimum schrumpfen lassen.
Vorweg, komplexe Zusammenhänge erscheinen mir oft konfus und unübersichtlich. Einfach sind die wenigsten Ereignisse, vor allem mit einem engen festgelegten Geist, der eh schon alles weiß, oder schlimmer noch alles besser zu wissen scheint, was natürlich völliger Quatsch ist.

Nun,
in den letzten Monaten habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, kurz vor dem Einschlafen, eine einfache und prägnante Frage zu stellen, zu deren Beantwortung ich tagsüber einfach keine Zeit oder keine Idee hatte.

In meinem Fall, als Christin, habe ich den Gott der Bibel darum gebeten, inklusive aller Möglichkeiten, mich mit der Antwort auf mein Anliegen zu erreichen. In anderen Artikeln habe ich schon darüber geschrieben, dass es sehr viele Wege und Mittel gibt, um an Antworten auf Lebensfragen zu bekommen.


Eine Reklame, ein Aufkleber, eine Nachricht (digital oder per Brieftaube), ein scheinbar beiläufiges Wort in einer Unterhaltung, ein Satz im Film, ein Schmetterling im Garten oder ein Lottogewinn, eine Zahlenkombination auf einem Kassenbon oder ein Engel mit einer Schriftrolle, das alles, je nach deiner Empfangsfrequenz kann dir einen Hinweis, einen Tipp oder die Antwort auf deine Frage geben.

Was will das Leben von mir ?

Dies war meine Frage.
Ja, du liest richtig!
Nachdem ich also jahrelang, wenn nicht Jahrzehnte lang mir immer wieder die Frage gestellt habe, was ich vom Leben will, wie mein Leben aussehen soll, was ich bin, wer und wieviele, und wo ich leben will und mit wem und welche Werte ich habe und was meine Bedürfnisse sind, wer zu meinen Freunden gehören kann und wer auf gar keinen Fall nicht mehr, ob ich Fleisch esse oder Zucker oder beides. Ob ich Sonne gut finde oder Regen …

Alle diese Fragen sind doch schon geklärt, oder?

Also, du liebe Seele,
ich war bis gestern Abend eigentlich fest davon überzeugt, dass ich weiß, was ich vom Leben will und dachte in meinem nicht mehr ganz so jugendlichen Leichtsinn darüber nach, was das Leben hier auf der Erde, zu dieser Zeit von mir will. Und dann muss ich wohl eingeschlafen sein.
Was will das Leben von mir …?

Das Spiel mit der Münze

(folgende Geschichte ist sowas von frei erfunden, weil sie heute morgen zu mir kam, wie der richtige Wind in das Segel eines Surfers)

Die Szene vor meinem inneren Auge spielt sich auf einem Mittelalterlichen Marktplatz ab. Ich bin ein Mädchen von vielleicht 10 oder 12 Jahren. Meiner Kleidung nach zu urteilen, bin ich in der Echtzeit, also in den 1970ern.
Ich genieße sichtlich Atmosphäre, sauge die alten ungewohnten Klänge tief in meine feinen Gehörgänge auf und atme den Duft von gerösteten Maronen und heißen Traubensäften. Irgendwo wird frischesBrot gebacken und alles in allem bin ich sehr zufrieden. An den verschiedenen Ständen werden Holzschalen und Ritterschwerter angeboten. Ein Steinmetz erklärt den Umherstehenden, dass er praktisch vorher die Figur, die er raushauen will im Geiste sieht und lediglich dass, was stört, einfach weghaut.
Na, als ob das so einfach wäre. Ich bin fasziniert von den Gauklern und den Feuerspuckern und von diesen wunderbaren Stelzenmännern und Frauen.
Es ist gewaltig. Beeindruckend. Mittelalterlich eben.

Nach einer Weile
des Rumschlenderns, by the way, ich scheine hier ganz alleine zu sein, alleine zwischen all den Fremden und: „es macht mir gar nichts aus.“ Allein daran merke ich, dass das hier definitiv ein Traum sein muss.
Denn soweit meine Gedankenbuchführung reicht, bin ich bei solchen Veranstaltungen (bis heute) immer hinter oder neben jemanden gelaufen, der mir nötigenfalls Sicherheit und Anlehnungsmöglichkeiten gegeben hat.

Plötzlich
wird meine Aufmerksamkeit auf einen großen Holztisch gezogen. Ein Magier oder ein Zauberer steht da hinter und verblüfft seine Zuschauer mit dem Verschwinden lassen von Kaninchen und dem Hervorbringen von meterlangen Blumenranken. Er trickst mit Karten und mit kleinen Kugeln unter Zinnbechern. Ich frage mich die ganze Zeit, wie er das macht, denn er hat keine Assistentin oder einen Spiegel dabei. Je mehr ich mich darauf konzentriere rauszukriegen, wie diese Zauberkünste funktionieren, desto mehr staune ich! Ich kriege es nicht raus, und gerade als ich mich fest dazu entschliesse, die Show einfach nur zu geniessen, bricht der große hübsche Magier sein Programm abrupt ab.
Stille.

Alles steht still,
fast alles, denn es scheint, als ob ausser mir und ihm alle anderen lebenden Wesen in einer Art Frost oder Starre gefallen wären.
Ich weiß in meinem Herzen, dass er mich gleich ansprechen wird und dass dieses Gespräch auf diesem Mittelaltermarkt mein Leben für immer verändern wird.
Es gibt Momente im Leben, die sind heilig, wertvoll, kostbar und so wegweisend, dass du es einfach weisst und stille wirst, um kein Wort, keine Geste, keinen Laut im Klang der Stimme zu verpassen. In diesen Momenten hat die Welt, dein Alltag Pause und du fokussierst deinen Blick und wenn es gut läuft, auch dein Herz:

Wertschätzung

Der Magier spricht mich mit einer festen und doch sehr sanften, bestimmenden und doch tröstlich klingenden Stimme an.
Und ich höre zu.

Gerda, du hast viele Fragen.
Du fragst dich, was das Leben für dich bereitet hat. Das ist eine gute Frage, für den Anfang. Als du dich auf den Weg zu dir selbst gemacht hast, hattest du keine Ahnung, was du vom Leben wolltest.
Nach und nach und Schritt für Schritt hast du dich immer mehr getraut du selbst zu sein und dir erlaubt, glücklich und zufrieden, friedlich und liebevoll dein Leben zu leben. Du hast erkannt, was dich im Tiefsten befriedigt und wo dein Zuhause wirklich wirklich ist. Du hast gelernt auf dich und dein Herz zu hören und viele Abenteuer erlebt. Das Leben hat dich reich beschenkt mit den höchsten Höhen und den tiefsten Tiefen. Du bist ein kluges Mädchen und ahnst schon lange, dass das nicht alles sein kann.“

In der der Zwischenzeit
sehe ich eine funkelnde Münze zwischen seinen zehn geschickten Fingern hin und her wandern. Wie elegant und anmutig diese Münze hin und her tanzt.
Ich bin wie in Trance und gerade als ich mich frage, ob ich einer Hypnose zum Opfer gefallen bin, redet er weiter. Leise, aber klar und deutlich.
Erst da wird mir bewußt, dass auch alle anderen Stimmen und Geräusche quasi auf stumm geschaltet sind. Stille.

„Gerda, du hast schon einige Antworten bekommen und diese Münze hier in meinen Händen wird dich gleich etwas lehren, also sei achtsam, sei aufmerksam, es ist von unschätzbarem Wert, was sie dir anvertraut.“

Meine Augen sind auf diese leuchtende silberne Scheibe gerichtet, ich zittere, aber nicht vor Angst, eher vor Aufregung und Vorfreude.
Was kann eine Münze mir schon beibringen?

 

Sie tanzt

Die Münze, gerade noch im Auf und Ab der talentierten Magierfinger tanzt jetzt direkt vor mir auf dem Tisch. Sie dreht dich, als ob eine geheimnisvolle Macht ihr den Rhythmus vor gibt. Sie ist wunderschön und blitzt in silbrigem Schein, als wäre sie ein Stern kurz vor ihrer Geburt. Die Münze tanzt und ich staune. Bin völlig im Moment gefangen. Bis sie umfällt.
Sie wippt noch einige Male hin und her und dann liegt sie da. Auf einer ihrer beiden Glitzerseiten liegt sie da, genau vor mir.
Ich kann jetzt erst sehen und lesen, welche Prägung sie hat, aus welchem Land sie kommt und wann die gestanzt wurde. Ach ja, ich kann auch noch erkennen, welchen Wert sie ausdrückt.
Da liegt sie vor mir.

Der Magier hat den Tanz der Münze ebenso mit Wonne beobachtet, in mir keimt der Verdacht auf, dass die beiden alte Freunde sind.
(so wie bei Belle und den Tassen in „Die Schöne und das Biest“)

Alles hat zwei Seiten

Der Zauberer erklärt mir nun mit noch sanfterer Stimme, dass mein Leben wie diese Münze ist. Jede Phase, jede Rolle, jede Zeit, ja sogar jede Minute meines Lebens auf der Erde und in Ewigkeit ist vereint im Dasein dieser silbernen Münze. Manchmal tanzt alles um mich herum, mir wird schwindelig, weil es soviel Möglichkeiten und Wege, so viele Entscheidungen zu treffen gibt.
In diesen Tanzphasen ist alles möglich oder nichts, alles kann nichts muss, alles geht, nichts bleibt, … einfach alles …
Damit kann ich etwas anfangen, wie oft ergeht mir genau so, gerade wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen muss oder mir verschiedene Wege aufgezeigt werden, etwas unklar ist oder Geduld erfordert. Wenn ich wieder mal nicht weiss, was ich wirklich wirklich will, dann tanzen meine Gedanken mit meinen Gefühlen wie diese Silbermünze.
Und dann ist die Wahl gefallen.
Ebbe oder Flut, Tag oder Nacht, Aktion oder Reaktion, Liebe oder Gleichgültigkeit, Vergebung oder Rache, Krieg oder Frieden, Mut oder Angst,
links oder rechts, oben oder unten …

Und meine Rollen, die mir das Leben zuschreibt?

Ich bin in einem Moment eine besorgte Mama,
die ein Mutterherz hat, das mitleidet,
wenn eins ihrer Kinder leidet.
Um mich dann eine Viertelstunde später
als ebenso besorgte Tochter zu erleben,
die ein Tochterherz hat, das mitleidet,
wenn eins ihrer Eltern leidet.

Ich bin eine Lernende, die es liebt,
sich mit Wissen und echter Weisheit zu umgeben.
In der Gegenwart von Meister*innen ihres Faches
blühe ich förmlich auf.
Und gleichzeitig bin ich eine Lehrerin,
die es genauso liebt, dieses erprobte Wissen
nach draussen in die Welt zu tragen,
denn in der Gegenwart von wissbegierigen Schüler*innen
blühe ich förmlich auf.

Ich bin sehr gerne alleine und doch
suche ich Gemeinschaft mit Gleichgesinnten.
Es gibt Zeiten, da liebe ich ohne Hemmungen und ohne Schranken
und dann gibt es Momente, in denen ich mehr als liebesbedürftig bin.

Der Magier und die Münze

Als ich kurz vorm Aufwachen bin, nehme ich noch in der Ferne das Getümmel auf dem Mittelaltermarkt wahr. Ich sitze auf einem Heuballen, in der Hand ein kleines schwarzes Samtsäckchen mit wundervollen silbernen Sternchen bestickt.
Darin befindet sich die Münze. Meine Lebensmünze. 

Ich weiß intuitiv, dass der Magier nicht mehr zu finden sein wird
und mache mich auf den Weg. Auf den Weg nach hause.
Zu meinen Menschen und zu meinen Tieren, zu meinem Garten,
zu den Eltern, den Geschwistern und …  zu mir.

Heute
hat das Leben auf meine Frage von mir mit einer Gegenfrage geantwortet. Klug, wie ich finde.
Welche Seite meiner Lebensmünze jetzt gerade oben liegt ist mir mit einem Male völlig klar und deutlich wie nie zu vor.

Was will ich vom Leben?
war gestern.
Der Tanz der Entscheidung findet in jedem Heute, in jedem Momentum unseres Lebens statt.
In jedem HIER UND JETZT !

Alles ist immer möglich, für die die glauben,
dass alles immer möglich ist.
Seit heute morgen ist eine Gewissheit in mein Herz gezogen,
ich kenne solche Momente, kurze Grüße aus der Ewigkeit,
ein winziges Augenzwinkern der Unendlichkeit mit der Gegenfrage,
die alles andere wiederum in Frage stellen wird.

Was will das Leben von mir?

Mit Sicherheit sind da klare Aufforderungen an mich, aber ich ahne in meinem Geist, dass da etwas auf mich zukommt, eine Anfrage, eine Challenge, eine Einladung zu einem Abenteuer.

Du liebe und wundervolle Seele,
von Herzen wünsche ich dir an
diesem Mittwoch Abend, dass du
erkennen mögest, auf welcher Seite
deine Lebensmünze liegt oder ob sie
gerade tanzt. Dann hilft nur Musik an,
und mittanzen.
Glaube ich jedenfalls.

In Liebe und voller Zuversicht

❣️Deine Gerda❣️

 

Welche Prägung hat deine derzeitige Lebensmünze, aus welchen Land kommt, welches Land und welches Jahr sind zu lesen?
Und die Masterfrage :
Wieviel ist sie wert?
Tanzt sie oder liegt sie?
Worauf wurdest du gemünzt ?
Fragen über Fragen…

PS:
Das Angebot, einen persönlichen hochsensiblen Drei- bis Achtzeiler für die Mitte unseres Buchprojektes zu schreiben, habe ich auf den 20.07.2020 um 20.07h  ausgeweitet.
Warum?
Weil viele von uns Hochsensiblen gerade entweder schwindelig vom Entscheidungstanz sind oder mit der Seite ihrer Lebensmünze kämpfen, was auch zum Leben gehört und auf jeden Fall auch einen Dreizeiler wert sein könnte.

Letztens habe ich einen tollen Spruch gelesen:
Wenn nichts sicher ist – ist alles möglich !!

 

Mein Wunsch für meine Zukunft wäre alles, was das Leben mir geben will und auch das was ich ihm zurückgeben kann in Liebe zu tun.
Und den Tanz? Klar, den auch.

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