Was soll das alles bedeuten? Antworten ohne Ende!

Du liebe und wundervolle Seele,
heute ist Freitag, der 5 Juni 2020.
Kaum zu glauben, dass wir in
Riesenschritten auf den
längsten Tag zugehen.

Richtig gelesen, denn in Deutschland, Europa und auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde ist der längste Tag des Jahres 2020 der 20. Juni. Die Sonnenwende findet um 23.43 Uhr MESZ statt.
Ab dann werden die Tage wieder kürzer.
Und die Nächte länger.
Hilfe!

Heute

habe ich mir überlegt, dir einen ganz persönlichen Brief zu schreiben. Stell dir also vor, du hast heute morgen diese Post im Briefkasten gehabt und setzt dich an einen Platz, der dir vertraut ist und du einige Minuten Zeit mit mir und einem Heißgetränk deiner Wahl verbringst.
Der versprochene Beitrag über das Tetralemma und wie ich es lieben lernte folgt – vielleicht schon am Wochenende.
Störungen haben Vorrang und davon gab es in den letzten Wochen und Monaten ja einige.
Unter ihnen waren solche intensiven Unterbrechungen des vermeintlich ersehnten Alltages, dass ich fast den Sommeranfang verpasst hätte. Aber nur fast.
Gott sei Dank.

Mein Frühsommergruß an Dich, du wundervolle Seele !

Du fragst dich mit Sicherheit und das ist dein gutes Recht, warum ich dir heute diesen Brief schreibe.
Nun, das hat mehrere Gründe, zum einen weil ich es schön finde, wenn du weißt wie es mir gerade geht und zum anderen glaube ich fest daran, dass meine Wahrnehmung verschiedenster Gross- und Kleinwetterlagen, sich mit deiner eigenen decken wird, da wir zwei, auf unsere ganz persönliche Art, hochsensibel sind.
Als Christenmensch der Bibel folgend und somit immer und jedes Mal das Beste in einer Situation finden zu wollen, kommt mein hochaktives Gehirn nicht um diesen immer dicker werdenden Stapel von Antworten herum.
Du hast richtig gelesen.

Antworten


Diese letzten Monate haben in meinem persönlichen Leben, in meiner Familie, bei meinen lieben Freunden, in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis, ja in meinem ganzen Umfeld soviel Antworten zu Tage gebracht auf Fragen, die sonst sicher niemals gestellt worden wären.

Wenn du diesem blog schon länger zugewandt bist, weißt du eins über mich: Ich bin die, die einfach nicht NEIN sagen kann, wenn eine gute Frage irgendwo auftaucht. Ich liebe gute Fragen, komplexe Aufgaben, knifflige Lagen und Gedankenspiele. Ich brenne für die verschiedenen Blickwinkel auf eine scheinbar auswegslose Situationen.
Mich begeistert es, wenn es gelingt eine schier unlösbare Situation neu zu betrachten, anders zu bewerten und mein sich immer mehr entwickelnder Blick von oben trägt massgeblich zu meiner derzeitigen Glückseligkeit bei. Fragen zu haben ist für mich pure Lebensfreude.
Doch in den letzen Monaten ist die Zunahme an Antworten ebenso gestiegen, denn in meiner Gedankenpalastbibliothek stapeln sie sich die Antworten, die Fakten, die Lösungen, die …

So einen Zustand hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht.
Es ist ungewohnt und etwas fremd.

Veränderung 

Als ob das Leben mit einem filigranen Nervensystem nicht schon im ganz normalen Alltag (falls es so etwas überhaupt gibt) vor Herausforderungen nur so strotzt, verlangt eine globale Krise, wie unsere Erde sie derzeit erleben darf, ganz besondere Präventionsmaßnahmen. Und ich schreibe hier ausdrücklich nicht von Abstand halten und Hände waschen.

Die letzen Monate haben mein Leben verändert, sie haben dein Leben verändert. Das Leben ist Veränderung, ob ich das toll finde oder dagegen kämpfen möchte. Es geschieht und so manche Entwicklungen in Beziehungen auf allen Ebenden in der Nähe und in der Ferne hätte ich mir mit meinem riesigen Empathenherz gerne anders gewünscht.

In den letzen Monaten habe ich sehr viel und sehr gründlich erfahren, wie weich mein Verstand, wie vernünftig mein Herz und wie verbunden mein Geist sein kann. Es gleicht einem mittleren Wunder.
Ich hatte keine Sekunde Angst oder habe mir im entferntesten Sorgen gemacht. Im Gegenteil, ich fühle mich sicher und geborgen.
Das war wahrlich (das Wort wollte ich schon immer mal verwenden)
nicht voraus zu sehen, denn von Natur aus bin ich eher der sorgenvolle und zukunftsängstige Typ.

Die letzen Monate habe ich die verschiedensten Menschen in den unmöglichsten Lebenssituation aufblühen oder zerbrechen sehen.
Ich fühlte Ohnmacht und Allmacht, ich hörte neue Lieder und alte Choräle. Ich empfing Gunst und erlebte Ablehnung, fühlte Freiheit und Begrenzung, las über die Apokalypse und über das große Erwachen.
Ich wurde aufgefordert zu Hause zu bleiben und ich wurde ermutigt raus zu gehen. Ich bekam Witze zugeschickt und Sterbeanzeigen.
Ich sah solidarische Hilfe und abgrundtiefen Hass.
Mal traf ich auf Menschen, die mir erzählten, ihre Welt wird nie wieder so sein, wie sie war und andere, die mir glaubhaft versicherten, es habe sich doch gar nichts verändert.
Ich las Hoffnung und Hoffnungslosigkeit in Augen über Atemschutzmasken. Ich hörte von Ängsten vor der Zukunft und ich hörte von Ängsten aus der Vergangenheit.
Ausserdem wurde ich mit den unterschiedlichsten Ansichten konfrontiert, was wer wann alles falsch entschieden hat und wie es besser sein müsste.


Achja, und zum Schluss noch folgende Herausforderung.
Anscheinend gibt es diese Krise in Form eines kleinen winzigen aggressiven Virus gar nicht in Echt. Nur, eine kleine Gegenantwort: ich trauere gerade mit diversen Angehörigen, die gerade die Beerdigung ihrer Lieben planen müssen oder es gerade hinter sich haben.

Du liebe Seele, wie du vielleicht ahnst, haben diese letzen Monate im Frühling 2020 für mich mehr Antworten als Fragen auf meine Agenda gebracht. Mit diesem Ungleichgewicht kann und werde ich leben lernen. Es gibt Schlimmeres.

Eine Frage bleibt

Ich habe dir heute einen Brief geschrieben, weil ich dir mitteilen wollte, dass es mir sehr gut, ja dass es mir und meiner Seele gut geht in diesen krassen Erdenzeiten. Es sind extrem emotionale Zeiten und als sensibles Wesen sind wir mehr als jemals zuvor gefragt, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, damit wir nicht mitleiden, mit all denen, die dieser Virus dermaßen zusetzt.
Unser Mitgefühl und unsere Stärke zu wissen, was unser Gegenüber gerade am meisten braucht sind gefragter denn je zuvor.
Achte gut auf dich in diesen Tagen, nochmal mehr als sonst, esse regelmässig und gut. Schlafe soviel es dir möglich ist. Trinke genug, Gehe in die Natur, sie hält 1000 Fragen für dich bereit. Bleib in Bewegung und vernetze dich mit Gleichgesinnten. Komm in den Austausch, damit du merkst, dass nicht alles, was gefühlt und wahrgenommen werden möchte zu dir und deinem Leben gehört, sondern auf dich einwirkt.
Sorge gut für dich, das ist für mich einer der Schlüssel zu dieser ganzen Problematik.
Naja, bis ich zur Tür komme, werde ich mich noch durch die eine oder andere Antwort hindurchwälzen.
Immer auf der Suche nach der nächsten guten Frage.

 

Ich wünsche Dir
ein schönes
Wochenende
und grüße Dich
aus der Mitte meines Seins

❣️ Deine Gerda❣️

Klar freue ich mich auf eine Frage von dir, eine Antwort geht natürlich auch.
An dieser Stelle auch ein liebevolles Dankeschön, an alle die mich auf verschiedenste Wege so liebevoll unterstützen.

Auf meiner Reise durch den Kontinent der Antworten sind mir zwei Reportagen sehr besonders zu Herzen gegangen.
Einmal wurde in einem Bericht namentlich an alle gedacht, die als medizinisches Fachpersonal ihr Leben im Kampf gegen Covid 19 verloren haben. Es waren so viele.
Dann habe ich Zukunftsforschern bei der Arbeit zugesehen, das war faszinierend, denn sie sind sich sicher, dass es lediglich 3% einer Gesellschaft benötigt um einen positiven Trend zu etablieren.
Das fand ich so tröstlich. Das sind nicht viele, oder?

Am 20 Juni ist der längste Tag, also: raus in die Sonne und Vitamin D tanken. Das Sonnenvitamin ist lebenswichtig, gerade für uns.

Oh ja, die für heute wirklich  letzte Antwort bekam ich gerade rein:
Es gibt unter uns sogenannte Superspreader, die vermutlich anstelle von zwei bis drei Personen durchaus in Lage sind, mindestens 10 Personen mit dem Coronavirus anzustecken.
Da stellt sich mir eine Frage: „Könnte dass mit Liebe auch so funktionieren?“

❣️Eine Superspreaderin der Liebe❣️

Du liest von mir.

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