Phasen im Leben als Hochsensibles Wesen – Woche 14❣️

 Hallo, sei herzlich gegrüßt aus der Mitte meines Herzens ❣️

Wir sind in Woche 14 angekommen, im hochsommerlichen Ostfriesland wurden für heute  bis zu 41 Grad Celsius Lufttemperatur gemeldet. Das ist auch für die härtesten Sonnenanbeter etwas zuviel des Guten. Wenn es Dir also möglich ist, verschiebe schweißtreibende Arbeiten, soweit möglich, auf die späten Abendstunden und lege die Füße hoch. Mit einem Kaltgetränk und dem nötigen Sonnenschutz hast Du vielleicht Spaß und Lust mit mir 14 Phasen meines Lebens als Mensch, der von allem etwas zu viel empfindet, anzuschauen.

Vorweg möchte ich deutlich schreiben, dass es meine erlebten Abschnitte, meine Gezeiten, meine Jahreszeiten und meine Wegstrecken waren. Einige sind abgeschlossen, andere haben sich überlappt und wieder andere dauern noch an. Manche sind Lebensphasen von Beginn bis zum Ende.

Ich bin auf meinem Weg und Du auf Deinem !


Ein Schwan ist ein Schwan.

Hey Charly

Zu seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959 schrieb Charlie Chaplin dieses unfassbar schöne Gedicht. Das war 10 Jahre bevor ich auf die Welt kam. Meine Theorie ist, daß dieser großartige Künstler auch sensibler war als andere Männer zu seiner Zeit!
Doch nun lassen wir ihn zu Worte kommen, den,  der auch ohne den Einsatz von Sprache eine ganze Generation zum Lachen und zum Weinen brachte. Als er sich selber zu lieben begann, erzählt in wunderbaren poetischen Bildern die Phasen (s)-meines Erwachsens.
Ich wollte eigentlich erwachen schreiben, aber erwachsen erscheint mit viel angebrachter zu sein. Und ich bin gerade erst 50 geworden.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man
VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man
AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung
zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man
REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist
SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man
DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es
BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute
HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich:

DAS IST DAS LEBEN

Charly Chaplin

Erstmal Luft holen und einen Moment das Gelesene auf Dich wirken lassen. Sooft ich dieses Gedicht lese, es erwischt mich immer wieder an einer anderen Stelle in einer anderen Lebensphase.
Wenn Du für den jetzigen Moment genug zum Selber-Lieben-Lernen gelesen hast und Dir auf wundersame Weise trotz Hitze drei bis vier Kronleuchter aufgegangen sind, sei dankbar dafür.
Ich wünsche ich Dir an dieser Stelle ein wunderbares liebevolles Wochenende in der zweiten Ferienhälfte.

Deine Gerda

Du bist auf Deinem Weg und ich bin auf meinem!

Eine Ente ist eine Ente !

Für Dich,
liebe Seele
kommen hier nun 14 durchlebte und durchliebte Lebensphasen
voller Persönlichkeit, Freude und Leid.
Danke, daß Du noch da bist.

1. Der Beginn

Irgendwann im Spätsommer der ´68er hat meine Seele wohl den Plan geschmiedet, diesem wunderbaren Planeten einen Besuch abzustatten. Ich bin eine hochsensible Seele und habe einen Körper, der mit Hilfe meines Geistes hier zum Ausdruck kommt. Wenn alle drei im Einklang sind, geht es mir sehr gut. Leidet eins, leiden alle.
Aufgrund dieser Konstellation bin ich hochsensibel, es ist keine Krankheit oder Besonderheit durch äußerliche Umstände erworben (das gibt es sehr wohl ). In meinem Fall bin ich so im Frühling 1969 geboren. Am Anfang war die empathische, feingeistige, neurosensitive, extrem wissbegierige kleine Seele, die seit dem Tag, an dem die Verbindung zu Mutter gekappt wurde, lernen sollte, sich auszudrücken um die Welt schöner zu machen und ein Trost für viele zu werden.
Das Wort Entbindung kommt nicht von ungefähr. Das war vor über 50 Jahren.
Es braucht nach diesem ersten Bruch, der ersten großen Trennung viel Wärme und Geduld um diese Tugend  wieder zu etablieren …

2. Vertrauen

Zum Thema Vertrauen könnte ich Enzyklopedien füllen. In meinen frühesten Erinnerungen war immer dieses unbändig Urvertrauen, daß alles gut wird, in mir. In frühester Kindheit war die Dorfkirche mein zweites Zuhause. Geborgenheit, Größe, Schutz – was für ein heiliger Ort. Wenn ich heute in diese Kirche komme, ist sie viel viel kleiner, fast wie ein Wohnzimmer. Trotz etlicher Vertrauensbrüche menschlicherseits, da hatte ich  mich wohl ver… traut ist dieses Gefühl von damals immer noch tief in meinem Inneren verankert. Geborgenheit, Größe und Schutz, mein heil’ger Ort ist heute mein Herz geworden, es ist kein Gebäude und auch (fast) kein Mensch mehr nötig um dieses Vertrauen zu stärken. Es ist da in mir. Ja, ich vertraue mir und auch einigen Menschen. Der Gott, dem ich vertraue passt in keine Kathedrale, so mächtig sie auch erscheint. Er ist bei denen die zerbrochenen Herzens und zerschlagenen Geistes sind. Dort lässt er sich finden. Er ist Experte in Sachen …

3. Seelischer Schmerz

Aufgrund der filigranen Zusammensetzung meiner empfindsamem Seele kam es in meinem Leben immer wieder zu Schmerzen in meinem Kern. Immer wieder wurde sie verstört, enttäuscht, belogen, betrogen, alleine gelassen, missbraucht und missverstanden. Nicht mit Absicht, vielmehr durch meine Anstrengung, normal zu sein und durch die allgemeine Unwissenheit über Hochsensibilität. Dabei gibt es sie bei ehrlicher Recherche in jeder Familie. Sie haben nur andere Namen, wie Heulsuse, Mimose, Weichei, etc.
Seelische Schmerzen sind die schlimmsten, weil sie deinen Wesenskern angreifen. Meine Zentrale, meine Mitte, mein Zentrum wurde immer wieder angegriffen, so konnte ich nie echt und …

4. Authentisch sein

Im Rückblick habe ich wahrscheinlich mehrere depressive Phasen durchlebt, immer nach emensem körperlichen oder seelischem Stress.
Einschulung, Missbrauch, Pubertät, erste Liebe, Ausbildung, Auszug, Mutter werden, Einsamkeit und der ständige Wunsch so zu sein wie die anderen, die viel lauter, viel stärker, viel fitter, viel cooler, viel taffer und viel resistenter waren. Jahrzehnte des Kampfes gegen meine Seele ausgehend von niemand anderen als mir selber gipfelten am 24.03.2007 in einem Krankenhausbett mit einem echten Burnout und anschließender Erschhöpfungsdepression. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf dem Markt kein einziges Buch zum Thema. Der Zugang zu angewandtem Wissen (Weisheit und Erkenntnis) geht bei mir über lesen und selber ausprobieren. Wenn Du seelisch krank bist, bekommst Du automatisch wie von selbst 100.000 Ratschläge, die Schläge sind. Sie sind alle gut gemeint, helfen aber in einer Seelennacht so gut wie gar nicht. Immer noch herrscht Unwissen über die Erkrankung der Seele. Aber es tut sich was. Versprochen. Vor allem tut sich etwas in Sachen …

5. Akzeptanz

2007 war ein bemerkenswertes Jahr für mich. Zu akzeptieren, daß ich eine Depression habe, meine Seele in der Dunkelheit weilt, war der Beginn meiner Reise zu mir selbst, völlige Kapitulation, mein neuronales System wurde gecrasht. Für Laien: Mein Nervensystem war kollabiert. Furchtbare Monate. Eine Phase, für die ich heute dankbar bin.  Denn eins von vielen Büchern, die in dieser schwarzen Epoche zu mir kamen (Bücher kommen immer zu mir) war ein Buch über Lastenträger, für Menschen geschrieben, die in christlichen Gemeinden unter einem merkwürdigen Phänomen namens Hochsensibilität litten.
Seite für Seite habe ich dieses Buch verschlungen, Tachentuch für Taschentuch habe ich mir die Tränen abgewischt. Das in diesem Buch war ich, zu 100% ich. Ich hatte die verkannte Gabe des Lastentragens.
Bis zur völligen Akzeptanz allerdings sollten nochmal Jahre und etliche Nachtphasen folgen. Ein Bekannter von mir züchtet Bonsai-Bäumchen. Er liebt auch in Form geschnittene Ziersträucher. Sein Garten ist ein Traum von exaktem Gartendesign und unglaublich kostenintensiv.
„In der Baumschule kauft man Zeit“, hat er mir mal erklärt. Das kostet, bis so ein Bäumchen reif zum Verkauf ist. Ich brauchte auch Zeit, viel Zeit und Sonne, Wasser tiefe Wurzeln und den nötigen Dünger und ganz ganz viel Liebe beim Beschneiden. Reifen tut weh, manchmal, aber es lohnt sich allemal. Denn dann ist sie da,
die Zeit der Ernte und der …

6.Reife

Seitdem habe ich alles gelesen, was es zu lesen gibt. Ich habe Bücher gelesen, mein Abitur nachgeholt, fünf Semester studiert und meiner Seele Platz gemacht. Ich habe meine Grenzen akzeptiert, meine fehlende Reizverarbeitung anerkannt, meine Gefühle erforscht und gelernt meine von Deinen Emotionen zu trennen. Trennen ist in jeder Lebensphase, die zur Reife führt, ein Grundelement. Reife empathische Menschen wissen, wer und was sie sind und was nicht. Du wirst auf der einen Seite Menschen verlassen oder sie verlassen Dich, aber auf der anderen Seite kommen Neue Wesen in Dein Leben, die Dich reich machen. Reife hochsensible Menschen übernehmen zu 100% Verantwortung für sich und ihr Leben. Auch das ist schmerzhaft, keinem anderen mehr die Schuld zu geben für Deinen Zustand.
Das bedeutet in jeglicher Hinsicht eine radikale Hinwendung zur …

7. Ehrlichkeit

Es erfordert eine echte Bestandsaufnahme, was will ich wirklich und was nicht mehr? Ehrlich zu werden heißt auch, ich muss nicht alles mitmachen, was gerade IN ist oder was gerade angesagt oder modern ist. Man mag mich altmodisch oder romantisch nennen, ist mir egal, da bin ich ganz ehrlich. Werte wie Liebe, Ehre, Treue und Loyalität mögen altmodisch daher kommen. Für mich sind sie die Grundfesten meines Herzens. Ehrlich zu werden heißt auch zuzugeben, daß ich schwach bin. Was für eine …

8. Befreiung

Das Leben in Feiheit war erst ungewohnt für mich und ich habe eine Menge Leute verstört. Vor allem diejenigen, die nicht am Heilungsprozess beteiligt waren, wunderten sich, daß ich nicht mehr funktionieren will. Ich wollte als Person gesehen werden und nicht aufgrund meiner Leistungen und Funktionen. Lieb gewordene Gemeinschaften passten nicht mehr, es gab Klärungen in Verwandtschaftsbeziehungen und Freundschaften wurden neu sortiert. In dieser Zeit hatte ich immer wieder diesen Traum, daß ich in einem Morast versinke. Wie Teer klebte dieses modrige Zeug an meiner Seele. Irgendwas zog mich immer tiefer und tiefer, ich bekam keine Luft mehr. Als ich die Hand meines Retters ergriff, war ich bereits völlig erschöpft. Ich stand am Rand des Morastes, frei, jedoch völlig entkräftet und verdreckt. Aber vor mir? Ein neues Land, frische Luft, Wiesen und Seen. Zaghaft ging ich los, Schritt für Schritt. In Richtung ...

9. Selbstliebe

30 Jahre christliche (zum Teil nicht biblische) Prägungen hatten ihre deutlichen Spuren in meinem Geist und auf meiner Seele hinterlassen.
Die Aussage: „liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst“ und andere Grundlagen eines Lebens mit Jesus als Vorbild wurden völlig neu definiert. Sich selbst zu lieben ist allen Geschöpfen angeboren. Wir kommen so auf diese Erde, weil wir von der mächtigsten gnädigsten und ewig bestehenden Liebe erschaffen wurden. Liebe ist ALLES.  Es ist vielleicht fünf Jahre her, seitdem das Thema Selbstliebe in allen Formen zu mir kam. Ein Buch, ein Artikel, eine Talkshow, ein Podcast, eine Postkarte und alles, was das Universum zu bieten hatte, wurde mir dargereicht. Anzuerkennen, daß ich mich all die Jahre selbst in Frage gestellt und mich verleugnet hatte und damit auch meinen Schöpfer, führten mich in eine regelrechte Glaubenskrise. Das war nötig und das war gut. Seine Meinung zu revidieren, anzuerkennen, daß man falsch lag erfordert ein gewisses Maß an …

10. Demut

Ich hatte Unrecht, Du hattest Recht. Es tut mir leid. Recht zu haben ist schön, doch mittlerweile sind mir intakte Beziehung 100x mehr Wert, als Recht zu haben. Demut heißt für mich, den Mut haben zu dienen, auch wenn alles in mir im Angriff oder Verteidigungsmodus zu sein scheint. Am Tag, als ich erkannt habe, daß wirklich jeder Mensch (es gibt Ausnahmen, die sind aber sehr gering) sein Recht auf seine eigene Meinung und die Ausübung seines freien Willens hat, erhob sich meine Seele empor und eine unglaubliche Entlastung brach sich Bahn.
Seit diesem Erlebnis sehe ich die Welt aus einer komplett veränderten Sicht. Alle geben ihr Bestes. Alles hat seinen Grund. Ich bin ich und Du bist Du. Wir sind freie Wesen und tragen jeder für sich die Verantwortung für unsre Gedanken, Worte und Taten. Zu allererst ich selber. Das setzt voraus, daß ich mir ein Bild mache, wie ich eigentlich sein möchte. Dann werden mir viele Angewohnheiten, Festlegungen, innere Schwüre und destruktive Glaubenssätze bewusst. Diese …

11. Bewusstheit

Einige nennen es Gewahrsein oder Bewußstsein. Ich habe für mich das Wort „geistesgegenwärtig“ gewählt. Immer wenn ich mir der Gegenwart des Geistes Gottes in meinem Leben bewußt bin, gibt es Möglichkeiten klar und überlegt zu agieren und zu reagieren. Welche Gedanken bringen mir Freiheit, Friede, Freude, Gelassenheit und Wohlsein. Welche nicht? Bewusstheit heißt für mich, daß ich die Kontrolle über meine Emotionen zurückgewinne und ich die Chefin meiner Gedanken bin. Je bewußter ich lebe, desto leichter und weiter wird mein Herz. Meiner Seele geht es viel besser, mein Geist ist zunehmend schärfer in der Wahrnehmung. Mein Körper ist mir, trotz hoher Selbsterkenntnis noch etwas fremd, weil ich einiges noch nicht völlig akzeptiert habe, was meine Statur und mein Aussehen nach aussen betrifft. Das wird mir gerade in diesem Jahr immer mehr bewußt und ich habe Schritte in die Wege geleitet um auch da in Einklang mit mir zu kommen. Das fängt ja auch im Kopf an durch …

12. Die Macht der Gedanken

Das dürfte hinreichend bekannt sein, wie schwer es ist,
im Hier und Jetzt zu sein und zu bleiben. In meinen größten ja, ABER, ABER-Zeiten waren meine Gedanken entweder von schrecklichen Erinnerungen an meine Vergangenheit oder das war noch verheerender, an meine furchtbare Zukunft geprägt. Automatisch erwartete ich immer das Schlimmste, was dann auch meistens eintrat. Ich habe durch meine negativen Gedanken jedem umherfliegenden Virus, jedem Zucken in meinem Körper und jede noch so leise Andeutung einer anderen Person, bezüglich einer furchtbaren Zukunft Raum und Zeit in meinem schönen Gehirn gegeben. Ich habe mich im Zuge dessen schon dreimal auf den Weltuntergang vorbereitet, Entrückung inklusive. Das einzig Gute daran ist, daß ich jetzt drei After-Show-Kleider im Schrank habe in den Größen 42/44/46. Die Macht der Gedanken, puh!Du glaubst nicht, wie oft ich mich dafür schon bei meinem Schädel entschuldigt habe. Ich war eigentlich permanent im Stressmodus. Vielleicht bin ich deswegen auch so früh ergraut. Stress ist auf Dauer sehr ungesund. Wieder kamen Bücher, Predigten auf CD´s, online- Gottesdienste und Leitfäden für den Umgang mit toxischen Gedanken bei mir auf den Tisch. Ich habe tatsächlich mein Gehirn wieder angeschaltet und es auf Liebe programmieren können. Wenn ich das kann, die kleine Seele vom Lande, dann schaffst Du das auch. Es dauert, aber es funktioniert.
Unser Gehirn ist neuroplastisch, daß heißt veränderbar. Es gibt wirklich Hoffnung für Dich.
In dieser Phase wurde wieder mal mein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt. Wie bei den Wissenschaftlern, die immer wieder von vorne forschen müssen, sobald die Lupe feiner, das Fernglas tiefer wird. Worte wie Gehirnwäsche oder Placebo-Effekt wurden völlig umgedeutet. Wenn Du Dir Dein Gehirn wie eine Waschmachine vorstellst, kann sie nicht ewig die gleiche Wäsche waschen. Sie braucht Pausen, Energie, Wartung und Reinigung. Ganz zu Schweigen von der Wäsche, die seit 40 Jahren immer im selben Dreckwasser hin und her geworfen wird. Über das Placebo schreibe ich separat, da bin ich selber noch zu euphorisch. Denn nur wenn etwas meins ist, alltagsgeprüft und sich gesetzt hat, gelangt man irgendwann zur …

13. Herzensweisheit

Es gibt Momente, Sekunden im meinem Leben, wo sie zu Tage kommen, diese Herzensweisheiten, wenn der Kopf mit seinem Verstand, seinen Gedanken und rationalen Informationsverarbeitungs- prozessen sich auf den Weg zum Bauch macht mit seinem Gewissen, seinen Gefühlen und emotionalen Informationsverarbeitungs-  prozessen auch. Also, wenn Kopf und Bauch sich ein Herz fassen und sich in der Mitte treffen, im Herz eines Menschen. Wenn ein Angleichen stattgefunden hat von dem, was ich weiß und was ich fühle, dann entsteht dieser magische Moment und eine neue Herzensweisheit ist geboren. In meinen Lebensphasen haben diese Momente immer eine zentrale Rolle gespielt. Es gibt einige von ihnen, sie sind noch klein, aber sie wachsen an einem der besten Orten im Universum. Dort ist eine Athmosphäre der Geborgenheit, der Größe und des Schutztes. Hier kann man gedeihen. Es ist mein Herz, der heilige Ort. Du erinnerst Dich?Eine fundamentale Herzensweisheit aus allen bisherigen Lebensphasen ist folgende: Sie bildet den Grundstein meines Seins, sie ist die Essenz:

14. Liebe anstelle von Angst

Denn Gott hat mir nicht gegeben
einen Geist der Furcht,
sondern:
der Kraft
und der Liebe
und der Besonnenheit.

(Die Bibel, 2.Thimotheus 1,7)

So steht es geschrieben, im Buch der Bücher und als Weisheit in meinem Herzen. Das heißt nicht, daß ich mich nie mehr fürchte, ich fürchte mich, wenn ich sehe, was Geschöpfe sich antun. Es bedeutet auch keinesfalls, daß ich nie mehr schwach bin, gerade heute bin ich superschlapp. Ich werde auch wieder in die Urteilsfalle tappen und mich für Grollen, anstatt zu lieben entscheiden. Und besonnen? OK. also heute scheint die Sonne auf mein Leben, da ist es leicht. Trotzdem weiß mein Herz, dass es gut möglich ist, wieder impulsiv und automatisch zu reagieren, auszurasten und aus dem Affekt zu handeln. Dunkle Tage werden kommen.

ABER, was es heißt und damit endet diese Phasenbetrachtung, was es ganz bestimmt heißt ist folgendes:
Gottes Geist ist bei mir und ich brauche mich nicht zu fürchten, ich darf immer wieder bei ihm neue Kraft schöpfen, in seiner Liebe kommen die Belange des Lebens ihren richtigen Platz. Aus dieser himmlischen Perspektive bin ich in der Lage besonnen zu handeln.
Mit dieser Liebe im Herzen bin ich vollständig und ganz.

Geborgen, beschützt und in der Hand dessen,
der größer ist als ALLES!

Das Ende

Charly Chaplin soll zu seinen Lebensphasen durchaus einen Hang zum Diktator oder Tyrannen gehabt haben. Doch am Ende seiner Tage soll dieses wunderbare Zitat aus seiner Feder gekommen sein und mal unter uns. Am Ende sehen wir manches anders, oder?

Ich bin im Frieden mit Gott. Mein Konflikt ist mit den Menschen“

In dieser Gesinnung
wünsche Dir ein wunderbares Wochenende
mit Phasen der Ruhe und der Erholung
und Zeit, Deinem Weg zur Selbstliebe
nachzugehen. Es ist wichtig. Du bist wichtig.
DU bist es wert geliebt zu werden, am meisten von Dir.
Das ist das Schwerste.

Deine Gerda

 


Nun ABER bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei ;
ABER die ❣️LIEBE ❣️ ist die Größte unter ihnen.
( 1.Korinther 13, 13 Die Bibel) 

2 Antworten auf „Phasen im Leben als Hochsensibles Wesen – Woche 14❣️“

    1. Liebe Janina , das freut mich , so wie ich Dich kennengelernt habe , können wir noch sehr viel voneinander lernen ! Du weißt ja : Weihnachten kommt immer so plötzlich..
      und bis dahin , lebe geliebt ❣️

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