Noch vier Tage bis zum Finale: „Knautia arvensis“

Du liebe und wunderbare Seele,
vier Tage bis Karfreitag.
Heute möchte ich mit Dir in den
Tempel nach Jerusalem pilgern.
Wir werden einer armen Witwe dabei
zusehen, wie sie etwas gibt.

 

Die Blume, die ich Dir heute vorstellen möchte, trägt den klanghaften Namen Knautia arvensis, was für mich nach einer Superheldin klingt, oder?

Was diese Witwenblume mit Hochsensibiltät und dem Dienstag in der Osterwoche zutun haben könnte? Und warum manchmal ein Wenig Alles sein kann?

Die Acker-Witwenblume
Es handelt sich bei der AckerWitwenblume um eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die ein Rhizom als Überdauerungsorgan bildet. Am Stängel befinden sich rückwärts gerichtete, steife Härchen. Ihre Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die endständigen Blütenstände sind köpfchenförmig und leicht gewölbt, außerdem sind sie rau behaart. Bis zu 50 Blüten können in einem Blütenkörbchen enthalten sein. Es kommen zwittrige und rein weibliche Exemplare dieser Pflanzenart vor. Vier- oder fünfzählig sind die einzelnen Blüten, sie sind rosa bis zart violett gefärbt.

Zu finden ist die Acker-Witwenblume auf nährstoffreichen Wiesen,
an Wegrändern, auf Halbtrockenrasen sowie auf extensiv bewirtschafteten Ackerflächen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen sich
Acker-Witwenblumen von etwa März/April bis in den Oktober/November beobachten. Während einiger Monate sind nur die grünen Pflanzenteile sichtbar. Von Mai bis September dauert die Blütezeit.
In ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens ist die Acker-Witwenblume verbreitet. Besonders häufig ist sie im westlichen Bereich dieses großen Areals.

Weil sie ein verlässlicher Nektarlieferant ist, wird die Acker-Witwenblume von einer Vielzahl von Insekten besucht.
Zu den Schmetterlingen, die an ihr trinken, gehören unter anderem
das Große Ochsenauge, der Kleine Kohlweißling, das Schachbrett,
der Schwalbenschwanz und das Tagpfauenauge.

Als Raupenfutterpflanze spielt die Acker-Witwenblume in Bezug auf ganz Deutschland für einige Arten ebenfalls eine Rolle. Zu den Arten, deren Larven sich von ihr ernähren, gehören unter anderem der Skabiosen-Scheckenfalter und der Skabiosen-Schwärmer.

Eine Witwenblume als Larven- und Schmetterlingsnahrnung.
Viele hochsensible Menschen gehen in ihrem Leben durch einige Metamorphosen. Heute möchte ich mit Dir über das Gefühl sprechen, nicht genug zu haben, um etwas zu geben. Nicht genug zu wissen und etwas zu teilen, nicht reif genug sein um anderen zu dienen, nicht erfahren genug zu sein, um jemandem bei zustehen … die Liste ist endlos.
Was fällt Dir bei : ich bin nicht _________ genug , ein ?
schön, dünn, schlau, weit, weise, geduldig, erfahren, diszipliniert oder kräftig, nicht lieb, freundlich, mutig vertrauensvoll oder stark?
Lasse Dir diesen Satz mal ins Herz fallen.
Was fühlst du, wo fehlt es Dir gerade am meisten?

Am letzten Dienstag im Leben von Jesus hatte er ein paar unschöne Begegnungen im Tempel mit einigen Religionsexperten gehabt,
als sich eben diese unfassbar schöne Szene ereignete:

Die Gabe der armen Witwe
Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten legen. Er sah aber auch eine arme Witwe zwei Scherflein dort einlegen. Und er sprach:
„In Wahrheit sage ich euch, dass diese arme Witwe mehr eingelegt hat als alle. Denn alle diese haben von ihrem Überfluss eingelegt zu den Gaben; diese aber hat aus ihrem Mangel heraus den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt.“
(Die Bibel, Lukas 1-4) 

Ich konnte nicht genau herausfinden, wieviel ein Scherflein heute wert wäre, sie waren damals wohl mit einem halben Cent oder Pfennig zu vergleichen, etwas mehr wert, als ein Steinchen vielleicht.
Für die anderen Tempelbesucher hat diese arme Witwe so gut wie gar nichts geopfert. Nach ihren Maßstäben.
Ich weiß nicht, welche Maßstäbe andere an Dich gelegt haben, oder was Du über Dich und Deine Gaben für die Welt so denkst!
Was ich aber ganz gewiß weiß ist folgendes:
Jede Gabe und sei sie vor den Augen der anderen noch so gering, ist kostbar, wenn sie von ganzem Herzen kommt und Dich etwas kostet.
Wie bei unserer Witwe in der Geschichte. Jesus hatte sie sofort im Blick, weil sie ein echtes Opfer gebracht hat.
In Zeiten, wie wir sie gerade auf der Erde erleben gehen einige von uns durch eine erstaunliche Metamorphose und bemerken, dass gerade das Wenige, was wir zu haben scheinen, reicht, genug ist.

Heute möchte ich Dir schreiben,
dass Du genug bist.
So wie es jetzt ist, ist es genug.
Und wenn das, was ist von ganzem
Herzen geopfert wird.
Mehr geht nicht!

„Lernt wieder, Gutes zu tun!
Sorgt für Recht und Gerechtigkeit,
tretet den Gewalttätern entgegen
und verhelft den Waisen
und Witwen zu ihrem Recht!«
Jesaja 1, 17 

In Liebe und Ehrfurcht
vor dem Leben
und vor dem Wenigen,
das Alles sein kann.

❣️Deine Gerda❣️

In Anbetracht der Tatsache, dass Jesus sehr bald sterben wird, halte ich diese Geschichte für bedeutsam. Dieses gebende Herz, egal, wie wenig man hat, das wünsche ich mir in diesem Jahr zu Ostern.
Gerade in den nächsten Wochen und Monaten werden wir viele Gelegenheiten bekommen aus unserem Kokon zu schlüpfen und als herzliche, mitfühlende, freigiebige, hochsensible, Schmettterlinge denen beiszustehn, die diese Krise am härtesten trifft.
Wir können alle zu Gebern und zu Helfern werden.
Und sei es nur ein Lächeln an der Kasse, ein gutes Wort im Bus oder eine Mahlzeit für deinen Nachbarn, eine Osterkarte per Post …
Du hast viel zu geben und das, was Du hast ist genug.
Und seit heute weißt Du, dass es ganz andere Maßstäbe und Bewertungen Deiner persönlichen Gaben gibt!


Also: bis wir uns sehen, vielleicht zu einem Nektardrink auf der großen Wiese, da wo der Himmel am höchsten und am blausten erscheint, auf der wunderschönen Blüte der Kanutia arvensis, ist sie doch ein verlässlicher Nektarlieferant.

Du liest von mir!

Und morgen?
Verrat!

Eine Witwe zu sein, als Frau den Mann zu verlieren ist sehr schwer und mit unfassbarem Schmerz und Trauer verbunden. Das gilt ebenso für jeden Witwer, der seine geliebte Frau gehen lassen musste.
Das war auch in biblischen Zeiten mit großen gesellschaftlichen
Nöten und nicht selten bitterer Armut verbunden.
Wenn wir den Voraussagen, die uns aus glaubhaften Kreisen als Tatsachen zugetragen werden vertrauen können, wird es in diesem Jahr viele Witwen und Witwer geben. Manche von ihnen werden unseren Trost und Beistand benötigen, Zeit und Verständnis, andere brauchen vielleicht einfach praktische Hilfe.
Lasst uns diese Menschen gerade in dieser schweren Zeit nicht vergessen und ihnen mit unserem Herzen voller Mitgefühl und Beistand dienen, wenn sie es wollen und zulassen können.

Ich wünsche Dir
einen freundlichen Dienstag und freue mich,
wie immer über ein Treffen mit Dir, gerne per mail,
als Kommentar oder auf einem der anderen bekannten Wege.
Danke für Deine Zeit!

Fasten heute:
Wir verzichten mal einen Tag zu denken, wir hätten nicht genug, wären nicht genug oder seien nicht genug …, das ist nicht leicht, aber sehr hilfreich.
Unseren Fastenstrauss wollte ich am Donnerstag noch mal in Gänze präsentieren, hast Du schon eine Favoritenblume/Pflanze dabei?
Die Witwenblume kommt natürlich mit in die Vase, das ist ja klar.

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