Nicht aus jeder Asche steigt ein Phoenix empor !

Du wundervolle Seele,
ich begrüße dich von Herzen an diesem Freitag im November des Jahres, dass in die Geschichtsschreibung unserer Erde eingehen wird.
Welchen Platz du und ich in dieser einnehmen?
Wer weiß?

Hochsensibel zu sein, bedeutet für mich: immer wieder neu zu beginnen, im Feuer der Umstände zu bleiben und dann, wenn alles in Schutt und Asche liegt, empor zu steigen zu neuem Leben und neuen Abenteuern!
Wie … – Moment mal, da gab es doch mal diesen Mythos über diesen Feuervogel.

Ich schreibe hier vom „Phoenix aus der Asche“

Der alte Mythos um den wunderbaren Vogel Phoenix besagt, dass dieser nach einer gewissen Lebensspanne verbrennt und aus seiner Asche völlig neu entsteht.
Du kennst vielleicht die Redewendung „wie ein Phoenix aus der Asche“, ein geflügeltes Wort im wahrsten Sinne.

Jeder mir bekannte hochsensible Mensch hat im Leben mindestens eine, wenn nicht mehrere harte Phoenix-Zeiten hinter sich gebracht. Einige sind aus der Asche ihrer Erfahrungen aufgestiegen zu neuen Höhen und können heute ohne Gram und Bitterkeit, ohne den Sinn nach Rache und Wiedergutmachung, im Frieden mit sich und der Welt, wie sie ist, leben.

Das Bild vom Feuervogel, der aus seiner Asche emporsteigt wird oft verwendet, wenn Menschen sich auf übernatürlicher Weise von einem schweren Schlag erholen.
Dieser Vogel ist unsterblich. Er ändert nur von Zeit zu Zeit seine Substanz, sein Aussehen.

Der Phoenix-Mythos
reicht bis in die ägyptische Mythologie zurück. Auch bei zahlreichen griechischen und römischen Autoren findet er Erwähnung.
Kaum wunderlich, dass ich diesen Wundervogel auch in meinem Lebensbuch, der Bibel, wiedergefunden habe.
Und obwohl verschiedene Details dieser fantastischen Geschichte immer wieder verändert und angepasst wurden, blieben die wesentlichen Elemente doch immer gleich.

  • Die unstillbare Sehnsucht nach Ewigkeit, nach Unendlichkeit und Unsterblichkeit.
  • Der innige Wunsch nach der Überwindung von zeitlichen und physikalischen Grenzen.
  • Die unbändige und teilweise verzagte Hoffnung auf eine zweite  Chance, ein neues, ein besseres, ein anderes  Lebens.

Ich weiß nicht, wie lange es Menschen auf der Erde gibt, die sich über diese Fragen Gedanken gemacht haben, aber durch die Tatsache, das dieser Feuervogel mir in den letzen Wochen immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise präsentiert wurde, scheint die Vorstellung in den Köpfen der Menschen bis heute verankert zu sein,  und hat die Verbreitung und Überlieferung dieses Mythos gesichert.
In Filmen, in der Werbung, als Tattoo oder in der Literatur wirst du ihn finden. Den Phoenix aus der Asche.
Das ist eine ehrwürdige Leistung für einen Mythos, oder?

Heute
möchte ich jedoch meinen Freitagsgruß aus der Mitte meines durchgeweichten Herzens an dich ganz persönlich richten.

Denn, sieh mal: du bist immer noch hier. Das ist eine große Leistung, nach all dem, was das Leben dir vor deine Füße geschleudert hat.
Allein die Tatsache, dass du heute imstande bist, dir diese Zeilen durchzulesen und sie auf dich wirken zu lassen, ist für mich ein Wunder.
Du bist ein Wunder!

Ich weiß nicht, in welchem Feuer du geläutert und verbrannt wurdest.
Ich weiß nicht, wie lange du in dieser Hitze ausgehalten hast.
Ich weiß nicht, wann du aufgewacht bist, in der Asche deines Lebens,
um ganz neu zu beginnen und  alles Alte hinter dir gelassen hast.

Das weiß ich alles nicht.
Was ich aber sehr wohl weiß und auch (für die die Beweise und Quellen zu ihrer Sicherheit brauchen) belegen kann, sind die vielen Erzählungen und Berichte hochsensibler Menschen, die tapfer und todesmutig immer wieder durch diesen Phoenix-Prozess gehen.

Es mag ein wenig tröstlich sein, dass du nicht alleine bist und gleichzeitig ist jeder Feuer-Asche-Neugeburt-Weg so einzigartig und so einsam wie du und ich nunmal sind.

Eine Hiobsbotschaft jagt die andere

In der Bibel wird uns die Lebensgeschichte eines Mannes namens Hiob erzählt. Der Mann macht was durch. Aus dem vollen und gesegneten Leben wird er mit einem solchen Leid konfrontiert, wie es schlimmer kaum sein könnte. An einer Stelle in Kapitel 29 denkt er über die glorreichen und wundervollen Tage vor seiner Feuerprobe nach und gerät dabei fast ins schwärmen. Doch nun ist alles anders:
Da sitzt er nun, in Schutt und Asche, der gottesfürchtige Hiob.

Sein Besitz: alles weg!

*Rinder, Esel, Knechte durch die Sabäer
*Schafe samt Knechte durch ein Gewitter
*Kamele samt Knechte durch die Chaldäer
*alle 10 Kinder durch einen Wüstensturm bei einer Geburtstagsparty

Seine Gesundheit : in Gefahr!

*Am ganzen Körper schmerzende Geschwüre

Die Unterstützung von Frau und Freunden: Oh je!

*Die reden und reden … und haben gute Ideen.

Hiob verliert zunächst alles, was er für selbstverständlich hielt, als er gesund und munter, reich und gesegnet war.
Zumindest äußerlich.

Gott sein Dank
gibt es ein gutes Ende, eine echte Phoenix-Erfahrung wartet auf Hiob. Und nicht nur das, er bekommt am Ende alles zurück.

Meiner Meinung nach gibt es also auch gute Hiobsbotschaften, weil am Ende alles gut werden kann.
Und wenn noch nicht alles gut ist, dann ist es eben auch nicht zu Ende.

Wenn du
gerade mitten im Feuer stehst oder dich die Gesamtsituation, gerade jetzt vermehrt, an deine vergangenen Feuerstellen erinnert, ohne dass du es willst, dann tröste dich mit Hiob, der mitten in seiner Not scheinbar an den Phoenix dachte und neue Hoffnung schöpfte.
So kannst du in Hiob 29  folgendes lesen:

So dachte ich: Mit meinem Nest werde ich verscheiden, und gleich dem Phoenix meine Tage mehren.“

Aus welcher Asche bist du als Feuervolgelküken emporgestiegen?
Welche Erfahrungen in deinem Leben haben dich letztlich stärker und kraftvoller gemacht?

Nun es muss ja nicht immer gleich das volle Drama wie bei Hiob sein, denn für jede Seele ist dass, was sie erleidet das Feuer, in dem sie steht.

Jeder mir bekannte hochsensible Mensch hat im Leben mindestens eine, wenn nicht mehrere harte Phoenix-Zeiten hinten sich gebracht.

Einige sind aus der Asche ihrer Erfahrungen  aufgestiegen zu neuen Höhen und können heute ohne Gram und Bitterkeit, ohne den Sinn nach Rache und Wiedergutmachung, im Frieden mit sich und der Welt, wie sie ist, leben.
Andere haben es nicht geschafft und sitzen immer noch in den Scherben und Trümmern ihrer Vergangenheit, die schlimm und furchtbar war, die Schmerzen, Leid, Trauer und Wut verdient hat.
Menschen waren gemein zu dir, weil sich deine Hochsensibilität zeigen wollte und nicht durfte.
Du wurdest vielleicht missbraucht, verleugnet, belogen und betrogen.
Oder du bist krank, erschöpft oder dich ängstigen die Hiobsbotschaften.
Nicht aus jeder Asche eines Lebens steigt ein Phoenix empor!
Doch dir, ja ganz besonders dir, du wundervoller Mensch wünsche ich es heute aus dem weichgespülten und empathischen Herzen.

Breite deine Flügel aus und steige empor.
Heute!

In Liebe und großer Achtung
für alle die, die im Feuer sind.

❣️Deine Gerda❣️

An diesem Wochenende lade ich dich ein, einmal bewusst stolz auf dich zu sein. Dich zu loben, für deine Leistung und für das, was du trotz allem und vielleicht auch gerade deswegen, was du durchgestanden hast, geschafft und bewirkt hast.

Manchmal brauchen wir eine kleine Erinnerung, was wir schon alles erfolgreich im Feuer gelassen haben, wie oft wir wieder aufgestanden sind und welche Stärke in uns ist.
Ein Anruf, eine Karte, eine Geste, eine kleine Nachricht können in diesen Tagen buchstäblich Flügel verleihen.
Wer fällt dir da ein?

Schlussendlich, und da kann ich Herrn Hiob zu 100% verstehen, wenn er ganz am echten Ende dieser Phoenix-Erfahrung von sich selber sagt:

„Herr, ich kannte dich nur vom Hörensagen,
jetzt habe ich dich mit meinen eigenen Augen gesehen!“ 

6 Antworten auf „Nicht aus jeder Asche steigt ein Phoenix empor !“

  1. Liebe Gerda,
    ich bin so was von bei Dir. Wer von uns ist nicht schon wie Phönix aus der Asche aufgestanden. Aber mit den Jahren wächst man.
    Jammern und selber bemitleiden hilft nicht!! Aufstehen, Krone gerade rücken und weiter!

  2. Liebe Gerda, da hast du was wunderbares geschrieben. Genauso habe ich die Tage gefühlt, gelebt.
    Und gerade heute bin ich als Phönix aus der Asche empor gestiegen. Ich habe so eine gute, positive Laune, das es mir schon wieder Angst machen könnte, aber es tut es nicht.
    Warum?
    Weil ich heute nur Mitleid mit diesem Menschen empfinde, der sein Handwerkzeug nicht in Gebrauch nimmt. Sondern es persönlich nimmt sich angegriffen fühlt und den anderen verletzt, ein schlechtes Gewissen einflösst und versucht ihn auf seine Ebene zu stellen.
    Zum Glück, er hat es nicht geschafft, sondern mich nur noch größer und stärker gemacht. Ich müsste ihn im Prinzip dankbar dafür sein, aber dafür bin ich gerade zu Stolz dafür.
    Euch in diesem Sinne ein schönes Wochenende.

  3. Liebe Gerda ,ja Phoenix aus der Asche ,so kann ich mich auch beschreiben .Ich bin aber nur mit Hilfe und Liebe von ganz lieben Menschen aus der Asche empor gestiegen .Meine Flügen waren doch sehr schwer ,so dass es doch lange gedauert hat ,bis ich sie zum empor steigen ausbreiten konnte .Ich freue mich immer wieder über so grosses Mitgefühl in unserer Herzensrunde

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