Hut ab! Oder: „eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen!“

Hallo du liebe Seele,
eigentlich wollte ich schon immer
eine Blogbeitrag über die vielen
verschiedenen Hutarten machen.
Über Melonen, Zylinder,
über Schlapp- und Sonnenhüte.
Doch es kam anders, wie so oft.

Hochsensibel zu sein,
bedeutet für mich, dass ich mir etwas vornehme und dann unterwegs vom Höckchen zum Stöckchen komme und am Ende völlig verwundert feststellen muss, dass ich mal wieder ganz woanders raus gekommen bin.
OK, der Satz war lang, aber treffend.

Hutrecherche

Hüte haben mich eigentlich schon immer fasziniert. Ich mag Hüte.
Weil ich Hüte mag, habe ich natürlich auch den einen oder anderen im Repertoire. Am liebsten mag ich meinen Weihnachtsmarkthut und meinen Sommer-Sonne-Sand und Meer-Strohhut.

Als ich klein war, gab es in unserer Stadt einen echten Hutladen mit einem für mich riesig erscheinendem Schaufenster.
Für ein Dorfmädchen wie mich was es schon so etwas wie ein Abenteuer, ab und zu Großstadtluft zu schnuppern.
Gefühlte Stunden schaute ich mir die Hüte, Kappen und Mützen in der Auslage an und war begeistert. Ich träumte, wer wohl welchen zu einem gegeben Anlass aufsetzten würde. Ich mag Hüte auch, weil sie mich erinnern, dass ich behütet bin. Mit einem Hut auf dem Kopf ist das aufrechte Laufen auch etwas einfacher.
Die allerschönsten Hüte habe ich mal in einem Kaufhaus einer riesigen Großstadt gesehen. Da war ich zwar schon eine junge Dame, aber deshalb nicht weniger verblüfft und erstaunt, über die Vielfalt des Angebotes der Kopfbedeckungen.
Hüte, Hüte, Hüte … 

Heute
möchte ich dir ein paar Sprichwörter näher bringen, die allesamt etwas mit Hüten zu tun haben. Mein Beitrag über die verschiedenen Arten muss warten, es sind einfach zu viele und ich möchte ja keine vergessen.

Hochsensibel zu sein,
bedeutet für mich immer Angst zu haben jemanden oder etwas zu vergessen oder nicht genügend zu würdigen.
Ich arbeite seit Jahren daran, es gut sein zu lassen, wenn es gut ist.
Echt anstrengend, aber: Ich mache Fortschritte.

Hier sind sie :
meine TOP NEUN  hochsensibler Hutsprüche

Und was ich damit in Verbindung bringe:

  1. Damit habe ich nichts am HUT!
    In den letzen Monaten ist mir einmal mehr verdeutlicht worden, dass es normalsensiblen Menschen anscheinend überhaupt keine Mühe macht, sich sofort ein umfassendes und allgemeingültiges Urteil über jemanden zu machen, der eine etwas andere Meinung zum Weltgeschehen hat, als sie.  Auf meine schlichte Aussage: „Damit habe ich nichts am Hut, oder damit befasse ich mich nicht, es interessiert mich nicht, noch bringt es mich weiter …“ erntete ich nicht nur einmal ernsthaftes Kopfschütteln.
    Hätten einiger meiner Mitmenschen HÜTE  getragen, wären sie sicher runtergefallen von ihren schlauen Köpfen. Womit hast DU so gar nichts mehr am Hut in diesen Tagen? 
  2. Das kannst du dir an den HUT stecken!
    „Darf ich dich mal mit einem guten Rat schlagen?“ „Soll ich dir mal ein ordentliches Feedback geben?“ „Weißt, du ich glaube, du bist einfach zu empfindlich, nimm dir das doch nicht alles so zu Herzen!“ „Ich sehe keinen Grund, sich zu freuen, du bist sowas von weltfremd!“ „Ich weiß gar nicht, was du hast, euch geht es doch gut!“ „Und du glaubst, du bist was Besonderes und kannst die Welt retten?“ „Wieso bist du denn jetzt schon wieder eingeschnappt, nimm doch nicht immer alles persönlich!“ „schon wieder müde?“
    Solche und diverse andere unempfindsame  Botschaften dürfen sich Menschen, die mich überhaupt nicht kennen, ab sofort an ihren HUT stecken oder besser gar nicht erst über mich kippen.Welche tollen Ratschläge dürfen deine Mitmenschen sich an ihre Hüte stecken, was bringt dir so rein gar nichts auf deinem Weg?

     

  3. Ich fühle mich so klein, – mit HUT!
    In der Gegenwart von klugen, reichen, gebildeten und hübschen Menschen ist es mir in den letzten Jahren sehr oft so ergangen.
    Ich hatte eine große Ehrfurcht vor allem, was nach Authorität und großer Schaffenskraft aussah. Ich sehe mich noch in der Gegenwart von Ärzten zittern, am Tisch mit einem Millionär bin ich fast mal in Ohnmacht gefallen, weil ich mir so klein vorkam. Als Mutter beim Elternsprechtag, weil mein Erziehungsstil nicht an meinen Söhnen gezogen hat, sondern ich sie einfach nur liebte. Als Tochter eines Vaters mit grünem Daumen bei meinen ersten Gartenversuchen.
    Ach, die Liste wäre lang. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn immer mir Mitmenschen das Gefühl von Nichtgenugsein vermittelt haben.
    Es war aber mein Gefühl.
    Ich kann nicht schreiben, dass ich geheilt bin, vom Klein-mit Hut-Gefühl, es ist aber schon besser geworden, finde ich.In wessen Gegenwart fühlst DU dich Klein – mit HUT?
  4. Wie soll ich das nur alles unter einen HUT bringen?
    Es kommt immer wieder vor, dass ich mir mal wieder viel zu viel vornehme. Ich versuche alles unter den berühmten einen HUT zu bringen. Was allerdings meistens schief geht, weil ich nach solchen
    „ich schaffe das alles“ – Wochen nach Luft schnappend auf einem meiner Sofas darnieder liege.
    Ein einfaches NEIN zu rechten Zeit, schafft Klarheit und dass was unter einen einzelnen HUT geht, das geht dann auch!
    Oder du brauchst einen wesentlich größeren HUT, für all die Angelegenheiten, die nach Erledigung rufen! Wen oder was versuchst DU alles unter den einen HUT zu bringen?
  5. Ich bin ständig auf der HUT!
    Das Gefühl, ständig auf der HUT zu sein, sich ja nichts anmerken zu lassen, sich gut zu benehmen, sich immerzu vergewissern, ob es auch allen an nichts fehlt. Jede einzelne Gestenveränderung wahrzunehmen, jede Spitze eines Streites schon viel vorher zu erfassen, auf der HUT zu sein ist anstrengend. Jedes Wort genau überlegen, nur keinen Anlass zur Klage geben, brav sein, auf der HUT sein. Und immer diese diffuse Angst im Nacken oder im Magen, dass man missverstanden oder belächelt werden könnte. Den anderen nach dem Mund reden oder schweigen. Nicht auffallen oder gar im Mittelpunkt stehen.
    Auf der HUT sein ist anstrengend und doch gehört es zum Leben als sensibles Wesen dazu. Vor wem oder was bist DU auf der HUT?
  6. Du kannst deinen HUT nehmen!
    Wenn du alles in deiner Macht stehende getan und gelassen hast, um die Beziehung zu einem Menschen zu retten zu erhalten und zu verbessern, wenn du an all deinen Marotten gearbeitet und die meisten im Griff hast, wenn du dich immer mehr zurückgezogen und kaum noch sichtbar bist, wenn jedes Gespräch in Vorwürfen und Schuldzuweisungen endet, dann, ja dann ist es Zeit für dich zu sagen:
    Du kannst deinen HUT nehmen und gehen.
    Oder du nimmst deinen und gehst, um der Liebe Willen und um deines kostbaren Lebens Willen auch.Wer darf in deinem Leben den HUT nehmen und gehen?
    Oder lächelt DEIN Hut Dich von der Garderobe aus an und flüstert dir zu: „Es ist genug, komm, wir gehen.“ !
  7. Das geht mir jetzt echt über die HUT-Schnur!
    Gesunde und realistische Grenzen zu ziehen, scheint für Hochsensible ein Lebensthema zu sein, es muss nicht immer erst bis zur Hutschnur gehen, denn meistens sind wir schon viel viel vorher gewarnt, wenn uns etwas gar nicht passt oder wir uns unwohl fühlen. Wenn dir kalte Schauer über den Rücken laufen, du einen dumpfen Druck in der Magengegend bekommst, deine Hände mit kaltem Schweiß gefüllt sind, dir die Tränen in die Augen schießen oder sich die die Nackenhaare aufstellen, ist es kurz vor: HUTSCHNUR !!
    Bitte, du liebe Seele, lass es nicht soweit kommen, finde heraus, warum dich bestimmte Menschen, Gerüche, Worte oder Klänge dermaßen antriggern und arbeite mit, anstatt gegen sie.
    Wie? Das kann ich dir gerne persönlich erklären, bevor dir noch der HUT hoch geht.Was bringt dich zur Weisglut, wer triggert in dir deine Abwehr dermassen an, dass du die Fassung verlierst? Was geht DIR eindeutig über die HUTSCHNUR?
  8. Ich ziehe meinen Hut vor dir!
    Vor DIR ziehe ich meinen HUT, du liebe und wundervolle Seele, die jeden einzelnen Tag mitten in einer unsensiblen Welt leben und lieben möchte, und ihr Bestes gibt.
    Vor DIR ziehe ich meinen HUT, du liebe und wundervolle Seele, die jeden einzelnen Tag mitten in einer unsensiblen Welt trotz körperlicher und seelischer Schmerzen ihren Job macht und den sehr gut.
    Vor DIR ziehe ich meinen HUT, du liebe und wundervolle Seele, die jeden einzelnen Tag mitten in einer unsensiblen Welt ihrem Herzen folgt und Licht ins Dunkle, Trost in Trauer und Hilfe in Not bringt.
    Ich ziehe meinen HUT vor DIR, dass DU immer noch da bist, und niemals aufgegeben hast. Das ist mehr als ein Wunder!!
  9. Hut ab!

Meinen HUT abzunehmen, bedeutet für mich die zu ehren und zu achten, die mir einen, in diesem Fall meinen hochsensiblen Weg vorangegangen sind. Die, die wissen wollten, WARUM !!

All den mutigen und tapferen Menschen da draussen, die wissen, was ihr heiliges WARUM ist und wofür sie hergekommen sind. Die Leidenschaftlichen, die Passionierten, die Fleißigen, die mit Ausdauer und Geradheit ihren Weg gehen.

HUT ab vor jedem Menschen, der um sein WARUM weiß und konsequent kompromisslos danach lebt, liebt und handelt bis zum Schluss.

Hast DU dein heiliges WARUM schon gefunden? Lebst DU darin?

Du liebe Seele,
ich wünsche Dir ein
behütetes Wochenende,
mit Zeiten um über diese
Hüte-Sprüche nachzusinnen.

❣️Deine Gerda❣️

 

Das ist mein Wunsch für DICH !

Der HERR segne dich und behüte dich!
Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig!
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
(Die Bibel, 4. Mose 6,24)

 

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