Hey, sei nicht so hart zu dir selbst !

Hey, du wundervolle und
hochsensible Seele,
heute möchte ich dich
um etwas bitten:

Sei nicht so hart zu dir selbst !

In den letzten Monaten
sind wir alle mehr oder weniger an unsere Grenzen gerufen worden. Vielleicht haben wir sie selber ganz neu gesteckt, vielleicht wurden sie gesprengt. Ob weiter oder enger ist nicht wichtig.
Wir haben einiges zu erzählen, wenn die nächste Generation uns fragt, wie das damals war, als dieser Winzling von einem Virus einen ganzen, nämlich unseren, Planeten zum Stillstand gebracht hat.
Wie wir diese Zeit als Hochsensible erlebten, wird vielleicht nicht wissenschaftlich erforscht werden, jedoch wage ich einige Thesen heute am ersten Freitag im Juli dieser besonderen Zeitenwende.
Und ausserdem möchte ich gerne mit der einen oder anderen Floskel über  Resilenz durch Krisen und Pandemien und Katastrophen abrechnen, im Sinne von: *Was am Ende wirklich wirklich zählt*

Das schaffe ich natürlich nicht alleine und deshalb habe ich mir keinen geringen zur Hilfe geholt als Andreas Bourani mit seinem Lied:
HEY !!
Wenn es möglich ist,
nimm ein paar tiefe Atemzüge und lies dir diesen Liedtext einmal laut und deutlich vor, so als würdest du ihn einer sehr lieben Person vorlesen, die gerade einen Triathlon hinter sich gebracht hat und nur die Silbermedaille gewinnen wird. Ja, leider nur die unsäglichste aller Medaillen, denn Gold ist klarer Sieg und Bronze ist Glück, aber Silber ? All die Anstrengungen und nur weil es bei Kilometer 18 im Lauf einen doofen Wadenkrampf gab. Zu wenig getrunken, zu wenig Magnesium, zu wenig trainiert, zu zu zu …
Du kennst das Spiel zu Genüge!
Also, lies es laut und deutlich oder besser noch, lass ihn dir vorlesen, von jemandem, der dich lieb hat und dich einigermaßen versteht
Jemand der ahnt , warum du manchmal so hart zu dir selbst bist.
HEY !!
Wenn das Leben grad zu allem schweigt

dir noch eine Antwort schuldig bleibt
dir nichts andres zuzurufen scheint
als nein
Es geht vorbei
Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt
sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit
wenn etwas hilft mit Sicherheit,
dann
Zeit
Es geht vorbei, es geht vorbei
 
Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Es ist OK wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich
Hey
Sei nicht so hart zu dir selbst
Auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu gehen
komm nicht auf Scherben zum Stehen
 
Wo!
Wenn die Angst dich in die Enge treibt
es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht
du es einfach grad nicht besser weißt
dann sei
 
Es geht vorbei
Es geht vorbei
Wenn jeder Tag dem andern gleicht
und ein Feuer der Gewohnheit weicht
wenn lieben gerade kämpfen heißt
dann bleib…
Hey!! 
Ich weiß nicht,
was dein zartes und verwundbares hochsensibles Herz in dieser Zeit erlebt, gelernt und gefühlt haben mag.
Ich weiß nur, dass wir stolz auf uns sein können, denn, wir sind noch da. Wir haben es bis hierher geschafft, und auf eine wundervolle Art und Weise  sind wir miteinander verbunden. Denn ich habe es mehr als einmal erlebt, dass ich regelrecht an jemanden erinnert wurde, und wenn ich mich getraut habe, nachzufragen brauchte dieser Jemand mehr als einmal eine Ermutigung oder einen Trost, manchmal auch nur ein Ohr. Ich finde, angesichts der enormen Herausforderungen, die wir selber erlebt und gemeistert oder bei anderen mit – gefühlt haben, sind wir gut bei uns angekommen.
Also, hey ! Du wundervolle Seele: sei nicht so hart zu dir selbst !! okay?
Ich wünsche dir ein beruhigtes Wochenende
mit Zeiten, milde und freundlich zu dir zu sein.
Du bist wundervoll, vergiss das nicht.
Bis demnächst
❣️Deine Gerda❣️
Folgende Floskeln und Sprüche sehe ich mittlerweile kritisch, beziehungsweise aus einer anderen Perspektive, du liest richtig, es ist meine hochsensible und eigene Sicht, auf Statements, die entweder bestärkt wurden oder schlichtweg diesen Krisenzustand nicht standhalten konnten.
Was gar nicht so schlimm ist, nur für mich notwendig zu erkennen.
Denn am Ende seines Liedes singt Andreas Bourani folgende Zeile:

 Halt nicht fest, lass dich fallen !

An einiger dieser Ratschläge werde ich nicht mehr klammern, sondern mich getrost in Gottes Hände fallen lassen, da bin ich krisensicher aufgehoben. Zu jeder Zeit und Unzeit.

Diese sieben Säulen der Resilienz haben mich bis heute gut durchs Leben getragen, aber leider wackeln einige erheblich, wahrscheinlich  durch akuten Coronismus-Befall oder einfach nur das echte Leben ?!

  1.  Positives Denken stärkt die Widerstandskraft und läßt mich in positiv in die Zukunft blicken!
    – nur schwierig, wenn ich gerade meine Arbeit verloren habe –
  2. Akzeptanz hilft mir die Herausforderungen und Probleme als natürlichen Teil meines Lebens anzuerkennen.
    – mag sein, auch wenn es schwer ist, mitzufühlen, wie viele leiden –
  3. Ich bin immer lösungsorientiert und finde stets Wege um an einer Situation zu wachsen und ziehe meine Konsequenzen für die Zukunft daraus.
    – wow, nur problematisch, wenn meine Lösungen dein Problem sind –
  4. Ich verlasse die Opferrolle und versuche die Situation eigenständig zu verbessern, weil ich an mich und meine Fähigkeiten glaube.
    – sehr gerne, nur reichen meine Fähigkeiten längst nicht aus –
  5. Ich übernehme Verantwortung für mein Leben und versuche mein Bestes zu geben.
    – das ist doch Ehrensache, nur auf Dauer sehr sehr einseitig, oder –
  6. Ich habe ein gutes soziales Netzwerk mit Freunden und Personen in meinem Leben aufgebaut, die mir guttun und ich scheue nicht davor, mir Hilfe zu holen und Rat anzunehmen.
    Das zählt und das erlebe ich tatsächlich, diese Säule steht immer noch.
  7. Ich glaube an eine bessere Zukunft und tue mit gutem Gewissen alles dafür, was in meiner Macht steht.
    – keine Ahnung gerade, ob sie besser wird? Anders vielleicht, aber besser? Echt keinen blassen Schimmer, glaube eher, es wird schlimmer.
Was denkst  du darüber, hast du deine Meinung zu solchen Ratschlägen auch geändert bekommen?
Kommst du auch gestärkt aus der Krise oder bist du angeschlagen und lädiert, kaputt und müde, verzweifelt und fragend, einsam?
Hatten wir mit dieser Pandemie unsere Chance?
Wir werden sehen!
Übrigens : Die Silbermedaille ist nicht übel , die ist halt Silber !
Du kannst dich trotzdem freuen und deinen Sieg genießen !
In eigener Sache:
Für mein zweites Herzprojekt, das Buch mit dem verheißungsvollen Titel HOCHSENSIBEL UND  MITTENDRIN  möchte ich dir  gerne die Möglichkeit geben, (mitten im Buch) deine Erfahrungen mit mir und den Inhalten dieses blogs zu teilen.
Warum?
Erstens, zur Ermutigung für alle, die das Buch *zufällig* lesen werden, als  Beispiel, dass wir alle die gleichen Hürden zu überwinden haben und dass ein Leben in Freude und Leichtigkeit gelingen kann.
Zweitens, als Erinnerung für dich und deinen Mut dich deiner Persönlichkeit und dem  Schicksal zu stellen.
Und drittens, natürlich auch als Hoffnungsbringer für all die, die in sich eine Gabe schlummern haben und sich (noch) nicht trauen, sie zu leben. Denn wenn eine davon berichten kann, was geschieht, wenn wir in dem gehen, wofür wir hier sind, dann wohl ich.
Als eine, die ihrem inneren Kompass einfach mal gefolgt ist und angefangen hat, das zu tun, was sie am besten kann.Ich freue mich wirklich über JEDE Zuschrift bis zum 07.07.2020
Und glaube bitte nicht, du hast nichts zu erzählen, denke daran, wie es dir erging, als du noch am Kämpfen und am Rudern warst.
❣️Das größte ABER ist und bleibt – die Liebe❣️

6 Antworten auf „Hey, sei nicht so hart zu dir selbst !“

  1. Hallo Gerda,
    vielen Dank mal wieder.

    Ich antworte mit den Worten von Wolfgang Petry:
    Bronze, Silber und Gold habe ich nie gewollt, ich will nur (dich bei Petry), bei mir war es : ich will nur mich!!

    Ja, nach all den vielen Jahren als ein anderer Mensch als andere,
    nach harten Worten, Schläge, Aussenseiter in der Schule und, und, und….. habe ich vor zwei Jahren , nachdem ich erkannt hatte, daß es viele Menschen gibt, die so sind wie ich, gelernt, erstmal nur ich!!! zu sein.
    Ich habe gemerkt, wie ich von Tag zu Tag mehr und mehr gewachsen bin. Es gab zwischendurch auch mal wieder kleine Rückschläge, aber ich wurde immer größer.
    Ich bin gewachsen und bin immer wieder gerne für andere da.
    Es ist herrlich!!!!!

  2. Ein hochsensibler Mensch fühlt sein Wissen, so weiß er von der Wahrheit seiner Gefühle.
    Er hat ein großes Mitgefühl für alle Mitlebewesen und ein inneres Gespür für Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit ist nicht geltendes Recht und nur bedingt gültiges Recht, es ist die Gerechtigkeit der Schöpfung. Darin kann er auch das Wahre und das Wirkliche hinter der Welt erkennen.
    Doch seine Bedrängnis ist seine innere Freiheit zu leben und sie im Äußeren zu bewahren.

  3. Oh liebe Gerda, die 7 Säulen der Resilienz ALLE und vor allem GLEICHZEITIG in Stabilität zu bringen und zu halten, ist schon eine schwere Aufgabe. Kaum hat man mal eine wackelige Säule zum Halten und Stehen gebracht, wackelt eine andere. Vielleicht ist es tatsächlich das Leben, das immer wieder für wackelige Säulen sorgt. Aber der „Coronismus“ (klingt besser als Krise, denn wir haben ja nun ein „neues“ Leben) ist schon eine ganz besondere Herausforderung.

  4. Dieses Lied von dem du schreibst – löst (immer noch) spontan Tränen bei mir hervor – es hat mich vor einigen Jahren täglich begleitet als ich einer Sackgasse fest steckte- hat aber auch Mut gemacht hinzusehen… danke ❤️❣️

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