Fastentage: „Zeit um einen Apfelbaum zu pflanzen!“

Du liebe und wunderbare Seele,
mir ist heute nach dem
Pflanzen eines Apfelbäumchens.
Was meinst Du ?

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen !“ 

 

Von wem dieses Zitat letztlich stammt,
konnte ich nicht mit finaler Sicherheit
ausfindig machen.

Zu mir spricht es –
in diesen Tagen.


Du lieber Mensch,
was würdest Du heute noch tun,
wenn Du wüsstest, dass morgen die Welt unterginge?

Noch einen Tag !


Ein Tag !

Ein letzter Sonnenaufgang !

Ein letzter Vormittag !

Ein allerletzter Mittag !

Ein allerletzter Nachmittag !


Der finale Abend !

Der letzte Tag !

Wenn ich wüßte, dass morgen die Welt unterginge …


Du einzigartige Seele,

ich glaube zwar nicht, dass meine Welt morgen untergehen wird,
wahrscheinlich wird die Welt als Planet morgen auch nicht untergehen.
Was ich aber weiß, ist, dass es Familien und Einzelpersonen gibt,
deren kleine Welt gerade durchgerüttelt und geschüttelt wird.
Ob das gesundheitlich, finanziell oder emotional ist, spielt keine Rolle. Es betrifft uns alle.

Zwischendurch und vielleicht gerade jetzt macht diese Frage nach Deinem und meinem letzten Tag besonders Sinn oder gar nicht.
Je nach Stresspegel, nach Angsmaß, je nach Paniklevel oder Befürchtungsaufkommen.
Für mich persönlich dringt in dieser globalen Krise auf allen Ebenen diese diffuse, so gern zutiefst verdrängte Angst vieler Menschen durch alle Poren unaufhörlich an die Oberfläche.

Es ist die Angst vor dem Tod, die Panik vor der eigenen Endlichkeit
und der nackten Tatsache der Vergänglichkeit jedes Menschen.
Das ist meine Beobachtung.
Diese Urangst, die Kontrolle zu verlieren, ohne Macht zu sein, handlungsunfähig zu werden und nichts tun zu können, ist die größte Angst von vielen Menschen. Diese Angst ist der perfekte Nährboden für Stress im menschlichen System. Stress kostet Energie und Kraft. Schwache Menschen haben eine schlechte Abwehr.
Und ein schlappes Immunsystem kann schneller für unseren letzten
Tag hier auf der Welt sorgen als wir denken mögen.

Bei einer Trefferquote von 100% stirbt jeder Mensch seinen eigenen Tod. Sich zu Lebzeiten dessen bewußt zu werden, vielleicht durch ein Gedankenspiel, wie mein und Dein  letzter Erdentag aussehen könnte, halte ich für eine großartige Idee, um das Leben zu feiern, um dankbar zu sein, für jeden einzelnen Tag, an dem wir morgens aufwachen und am Leben sind. Wir stecken in einer Krise, ja! Und auch diese Krise wird vergehen, ja! Die Frage ist, ob wir es schaffen können, mit einem Gewinn und neuer Perspektive daraus hervorzukommen.
Meine Hoffnung darauf ist groß.

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge … 
würde ich leben und lieben als wäre es mein letzter Tag,
und ich würde mich freuen auf die Zukunft meiner Seele.
Denn sie ist ewig und für die Unendlichkeit gemacht.

Ich wünsche Dir
einen ruhigen
und friedlichen
Donnerstag.

❣️Deine Gerda ❣️

PS:
Auch wenn es heute nicht direkt um Hochsensibilität oder Empahtie geht, glaube ich, dass in der nächsten Zeit klare, wache Menschen,
die ihr Leben und ihr Sterben für sich als Geschenk angenommen und im Frieden mit sich und ihrem letzen Tag auf dieser Welt sind, dringend gebraucht werden. Es ist nur so eine Ahnung von mir.

PS2:
Mir scheint es heute nicht angebracht ein Fastenthema vorzuschlagen:
Denn, was könnte mit dem oben genannten Zitat gemeint sein?
Sich keine Sorgen um morgen machen?
Im Moment zu leben, statt in der Zukunft?
Bis zur letzten Minute in eine sterbende Welt zu investieren?
Auch dem kleinsten Bäumchen die Ehre der Pflanzung
zukommen zu lassen, wenn auch nur für Stunden?
Selbst am letzten Tag noch die Schaufel in die Hand zu nehmen,
und etwas hoffnungsvolles tun, obwohl alles sinnlos erscheint?

Wie wohl Dein letzter Tag aussehen würde?
Schreibe mir gerne.
Auch bei Fragen, Sorgen und Anliegen.

Morgen ist Freitag,
du liest von mir !

Von mir und vom Schleierkraut …

Diese Fastenzeit ist in jederlei Hinsicht besonders.
Wie gut, dass Ostern Ostern bleibt. Mit einer Verheißung,
die es in sich hat und die kein Virus dieser, noch einer anderen Welt etwas entgegen zu setzen hat.
Darauf gehe ich in der nächsten Woche zu, wenn Du magst,
mir Dir zusammen.

Sei gesegnet und bewahrt, behütet und beschützt! 

2 Antworten auf „Fastentage: „Zeit um einen Apfelbaum zu pflanzen!““

  1. Liebe Gerda, wie immer ein Text zum Nachdenken.
    Wie ich die Tage schon mal geschrieben habe, liegt mein Lebensbuch bereits bei meiner Geburt vor. Wenn das letzte Kapitel aufgeschlagen ist, das letzte Blatt gelesen , werde ich gehen.
    Nicht, dass ich nicht gerne lebe, aber ich habe auch keine Angst vor dem Sterben. Ich hatte schon mal eine Zeit, wo ich mit den letzten Tagen meines Lebens gerechnet habe. Diese Zeit habe ich aus vollen Zügen mit meiner Familie genossen. Also, wenn ich wüsste, wann meiner letzter Tag ist, würde ich den mit meinen Lieben verbringen und dankbar sein. Dankbar für das, was war, und dankbar für das, was kommt.

  2. Jeden Tag zu leben, als wäre es der letzte, ist richtig. Die Lebens-To-Do-Liste so kurz wie möglich zu halten, ist richtig. Aber habe immer eine ellenlange Liste mit schönen Erlebnissen und erfüllten Wünschen in Deinem Herzen.

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