Fastentage: „Wer oder was stachelt mich da so an?“

Du liebe Seele,
in Zeiten einer Krise,
so sagt man
kommt das Beste
im Menschen hervor …

oder das Gegenteil …


Ob eine globale Krise, wie wir sie gerade mehr oder weniger persönlich erleben, die Chance bekommt, eine nachhaltige positive  weltumspannende Veränderung nach sich zu ziehen, hängt ganz besonders von einer Person ab und was diese Person aus ihren Erfahrungen in dieser besonderen Zeit machen wird.
Genau genommen von zweien.


Von wem? Du ahnst es, oder? 

Was bisher geschah: Mimose in der Krise

Nachdem ich gestern den Button „jetzt veröffentlichen“ angetippt hatte, hat unsere kleine Mimose zuerst ihre Blätter eingezogen und eine große Runde geschmollt. Kein Rankommen, über Stunden.
Ich hätte sie nicht in den Strauss eingeladen, dass sei doch wohl  eine Frechheit, dabei wüsste ich doch genau, wie sensibel und empfindlich sie sei. Nach langem Bitten und Flehen und nach mehrmaliger Versicherung, dass das keine Absicht war, konnte ich sie endlich dazu bewegen hier im blog zu bleiben. Allerdings hat sie sich samt Blüten, Stil und Blättern gegen ein Einflechten in den vorhandenen Strauss gewehrt, aus Sorge, die anderen Blumen könnten sie nicht verstehen.  Hilfe, was für eine Mimose.
Echt nicht einfach im Umgang, aber nützt ja nix.

Naja, zumindestens steht sie jetzt auf der Fensterbank bei den Kakteen. Nicht auszudenken, was sie über mich erzählt hätte,
wär sie gegangen. Die Leute reden ja immer …
Eine Mimose zwischen Kakteen, das kann ja was werden, so unterschiedlich, wie diese Blumenarten sind.

Hochsensibel zu sein,
kann bedeuten, sehr gute Ohren zu haben, viel zu viel zu hören,
und manches mitzukriegen, was man gar nicht mitkriegen will.
Es ist still in meiner Küche, die letzten Tage waren aufregend gewesen. Ich nehme mir einen kurzen Moment, um aus dem Fenster zu schauen, und meinen schier explodierenden Garten zu bestaunen.
Gerade in dem Moment, als ich mich über meine dreckigen Fensterscheiben ärgere und mich frage, wo mein Ledertuch wohl abgeblieben ist und ob sich das überhaupt lohnt, diese Putzerei, höre ich etwas. Ein feines Stimmengewirr, aus Richtung Fensterbank.
Das kann doch nicht wahr sein, oder?

Was dann geschah: Kakteen in der Krise

Diese vier Stachelwesen führten gerade ein angeregtes Gespräch.
(sämtliche Ähnlichkeiten mit mir bekannten oder und verwandten Persönlichkeiten sind durchaus möglich und auch beabsichtigt)
Bitte mit einem oder mehreren Augenzwinkern lesen:

Die vier Freunde und das Virus 
Kaktheo, Kaktussi, Kakthora und Kaktimo stehen schon jahrelang
auf dieser Fensterbank und sind einfach nur Kakteen. Sie haben viel gesehen, Veränderungen und Transformation beidseits des Fensters.
Veränderungen scheinen das einzig Konstante im Leben aller Geschöpfe zu sein. Diese vier haben sich schon zu den meisten lebensrelevanten Lebensthemen angestachelt und ausgetauscht.
Da sie nicht weg können, sind sie immer noch da, und heute haben sie sich viel zu erzählen, und nebenbei:
Mimöschen hat sich zwar wieder etwas entspannt, braucht aber noch Zeit für sich. Das ist in Ordnung und zu respektieren !

Als hochsensibler Mensch bekommt man in den letzten zwei Wochen viel zu viel zu hören aus allen möglichen Richtungen und auf allen Frequenzen, die auf der Erde hör- und in meinem Falle sogar körperlich spürbar sind. Bitte glaube mir, ich wollte wirklich nicht lauschen, als ich unseren Gast von gestern ans Fenster stellen wollte, und doch es ist geschehen. Was ich da vernommen habe, ein Feuerwerk der Stachelei !

Was soll ich schreiben, so wie ich Dich kennengelernt habe, bist Du sicher genauso wenig daran interessiert, was andere über diese ganze Virusgeschichte denken, wie ich, oder?
Und was könnten Dir Kakteen auf einer Fensterbank schon an Neuigkeiten liefern, die Du nicht eh schon weißt?

Du hast Dir sicherlich
schon längst Deine eigne Meinung und Deinen Blick auf das global stattfindende Virus-Ereignis gebildet und diese vertrittst Du auch überall, ob man Dich fragt oder nicht.
Deine Quellen sind absolut gut recherchiert und Du hörst Experten zu.
Du bist mit Sicherheit mit genau den Menschen im Austausch,
die auch so denken, wie Du und ihr bestätigt eure Sichtweise.
Das ist wundervoll, doch leider und das sage ich in großem Respekt vor jedem, der gerade zum Experten wird, leider ist die Informationsflut auf allen Kanälen mit allen Motiven die hinter diesen Quellen stecken nur ein Stückwerk, eine Sicht auf das, was vor unseren Ohren und Augen, vor unserem gesamten Dasein als Menschheit hier geschieht.

Von meiner lieben und bemerkenswerten Oma, die zwei Weltkriege, etliche Entbehrungen und einen unerschütterlichen Glauben in das Gute im Menschen in mein Herz gesät hat, stammt folgendes Zitat:
Gerda, liebes Kind: „es gibt keine REINE Neugier“

Je älter und (hoffentlich) weiser ich werde, desto klüger und schöner wird meine Oma in meinen Erinnerungen. Von ihr kommt auch die Einsicht, dass wir Menschen die Schuld und mit der Schuld auch
die Verantwortung für das Böse und Dunkle in der Welt tragen.
Gott tötet keine Babys und Gott schickt auch keine Pest …
Aber ER ist es, der das Beste aus allem machen kann, wenn wir ihn lassen. Wenn wir gerade als kollektive Menschheit unsere wunden Punkte gezeigt bekommen, im Kleinen wie im Großen hilft es mir zwischendurch einen Blick über meine vier Kakteen hinaus zu wagen, denn die Vier werden sich noch anstacheln, wenn meine Atome längst wieder zu Sternenstaub zerfallen sind und meine Seele zuhause ist.

Du möchtest doch etwas über mein Lauscherlebnis wissen?
Was soll ich schreiben?

Jedes Medium arbeitet mit Schallwellen auf einer bestimmten Frequenz mit einem bestimmten Ton und einem dazugehörigen Inhalt.
Fak(t) oder Fak(e) ?
Ich werde mich jetzt nicht hinreißen lassen, Dir die einzelne Statements zu präsentieren, Du weißt schon längst worauf ich hinaus will, oder?

Kaktheo verkündet, stachelig wie immer, das jüngste Gericht zum wiederholten Male, dass wir Buße tun müssen für unsere Sünden und dass der Herr uns mit diesem Virus bestraft, weil wir nicht gehorsam waren, die Welt ist böse und jetzt wird aufgeräumt, die Apokalypse ist in vollem Gange, wir werden alle sterben. Und die Ungläubigen belügen und betrügen uns doch sowieso, wo wir sie nur kennen.
Das Ende naht, wir sollten auf die Knie gehen und um Erbarmen flehen.

Kaktheo: Du bist so ein treuer Gotteskaktus mit dem Herz voller Leidenschaft und im festen Glauben, dass der Schöpfer seinen eigenen Planeten zerstören wird, wenn seine Kinder nicht umkehren.
Das verstehe ich, aber bitte pass gut auf Dein Herz auf, wenn Du DIch so sehr aufregst, über die bösen Menschenkinder.
Ich wünsche Dir Glück auf Deiner Mission.

Kaktussi dagegen macht sich Sorgen um ihren Haaransatz und ihre Gelnägel, weil sie sich seit zwanzig Jahren jeden Monat Gift auf ihre wunderschöne Kopfhaut träufelt um ihre grauen Haare zu verstecken. Sie findet es unmöglich, dass die Kosmetiksalons geschlossen haben, weil sie auch nur dort ihre Antiagingcremes bekommt, die ihr zu einem jugendlichen Teint verhelfen.
Ihre Sorgen um ihr Aussehen sind echt, hat sie doch all die Jahre dem Schönheitsideal der Massenmedien genüge getan.

Kaktussi: Du bist wunderschön, so wie Du bist ! Ich wünsche Dir, dass Du das in dieser Zeit erleben und glauben mögest. Du bist schön und wertvoll und von einer himmlischen Würde, ach könntest Du es doch ergreifen, dass diese Äußerlichkeiten nichts im Vergleich sind zu dem , wie wunderschön und jugendlich frisch Deine Seele ist.

Kakthora meint eine weltumfassende Intrige zu wittern, und das der Virus geplant und als Biowaffe zur Weltdezimierung absichtlich erfunden und freigeschaltet wurde. Die reichen und mächtigen Weltherrscher würden ihre Fäden im Hintergrund laufen haben und alles was wir zu hören bekommen manipulieren. Oder, das könnte auch sein, es gäbe diesen Virus überhaupt gar nicht und wir bilden uns die Toten nur ein. Überhaupt sei die letzte Grippe viel schlimmer gewesen und man würde Panik schüren, damit das Volk in Angst und Schrecken versetzt wird …

Wenn Kakthora erstmal in Fahrt kommt, mit dem Wissen was sie über die ganzen Jahre aus sicheren Quellen hat, kann man es wirklich mit Angst zu tun bekommen. Hilfe!
Liebe Kathora: Du bist viel belesen und weißt soviel um die Geheimnisse der Mächtigen und tust Dein Bestes, damit jeder anfängt, kritisch und misstrauisch gegenüber jeder Art von Macht und Autoritäten zu werden. Das gelingt Dir gerade jetzt auch ziemlich gut.
Wenn ich Dir lange genug zuhöre, erschließt sich mir eine integrante und menschverachtende Sichtweise, die mich fast lahm legt, selber zu denken … aber das machst Du ja auch für uns, wenn nötig sogar viral über das Internet, damit jeder auf der Welt weiß, wie gemein und böse alle anderen sind. Dein Motiv, die Welt aufzuwachen ist sehr edel und von großem Eifer, gib aber bitte darauf acht, dass auch schlichte und einfache Leute wie ich mit Deinen Ansichten klar kommen müssen.
Ach ja und by the way: Das Medium, vor dem Du Du die Menschen
am dringendsten warnst, ist eines Deiner liebsten Verbreitungsplattformen. Das möchte ich noch mal erklärt haben.
Später, okay.

Na und Kaktimo möchte einfach nur sein Leben genießen und feiern mit seinen Kumpels im Club. Er versteht den ganzen Virus-Hype nicht, ist doch sowieso nur ein Schnupfen bei den meisten.
Und die Großeltern hat er sowieso schon ewig nicht mehr besucht,
also chillt mal und macht das Fitnesstudio und die Bars wieder auf.
Wie zuhause bleiben? Ist doch alles völlig übertrieben.

Kaktimo will sich nicht vorschreiben lassen, was er zu tun und zu lassen hat, er will Spass haben und feiern, zum Fußball und aufs Konzert.
Alles voll drüber.

Du wunderbarer Kaktimo: Ich gebe zu, dass es schwer zu verstehen ist, was gerade mit unserer Bewegungsfreiheit und Umgang mit großen Partys geschieht. Ich kann verstehen, dass Du feiern und Dein Leben genießen willst, doch bitte ich Dich wirklich, Dich zu informieren, vielleicht bei Jugendlichen aus einem anderen Land?


Das sollte reichen, Du weißt längst, worauf ich hinaus möchte.
Jeder von uns hat sich seine Idee, seine Meinung, seine Sicht über das Virus in den letzten Wochen etablieren können.
Du hast Dich mit denen vernetzt, die Deine Sprache sprechen und Dich in dem bestätigen, was eh schon seit Jahren in Dir schlummert.
Das ist gut und wichtig in diesen Zeiten, gerade für die nächsten Tage, wenn immer mehr wunde Punkte ans Licht kommen werden.

Die ganze Sache hat nur einen Stachel:
Wenn jeder vehement bei seiner Wahrheit, seinem Wissen, seinen Erkenntnissen und seiner Sicht der Geschehnisse stehen bleibt und diesen Standpunkt durch sein passendes Medium weiter bekräftigt …

Wird es uns zerfetzten !

Warum?
Weil wir keine Zeit und keine Möglichkeit mehr haben von oben, aus einer übergeordneten Perspektive, den Lauf der Welt zu betrachten.
Woher ich das weiß?


Aus der Tiefe meines Herzens und aus etlichen Gesprächen in den letzten Tagen, in dem jeder mir SEINE Meinung und SEINEN Standpunkt glaubhaft, leidenschaftlich und fundiert erklärt hat.

Ihr Lieben,
ich bewundere Eure vielen Standpunkte und Euer enormes
Wissen und eure Klugheit im Fehlerfinden bei Verantworlichen.
Ich liebe eure Coolnis, bin begeistert von eurer Ehrfurcht und ich fühle mit euch, die ihr so große Angst habt, vor dem was da kommen mag.
Jeder einzelne von Euch tut das, was ihm zu dieser Zeit richtig und wichtig erscheint.

Du liebe Seele,
ich wünsche uns heute
einen stachelfreien Tag
mit den Ohren, die in allem hören können
auf das was, was in Ritterkreisen als Tugend gilt:

Tapferkeit, Gerechtigkeit, Besonnenheit, Klugheit, Glaube,
Liebe und Hoffnung.
Das größte ABER und diesen ist :

DIE LIEBE

in diesem Sinne
herzliche Grüße

❣️Von Gerda❣️

Achso:
Ich soll auch herzliche Grüße von unserer Mimose ausrichten, sie zieht sich zurück, in die aufblühende Natur, um den strahlend blauen Himmel zu betrachten und den unglaublichen Frühlingsduft einzuatmen.
Sie muss allein sein. Nachdenken und sich überlegen,
was sich in ihrem kleinen Mimosenherz wirklich wahrhaftig und liebevoll anfühlt und mit ihrem kleinen Verstand in Einklang zu bringen ist. Gönnen wir es ihr !

PS:
Krisenzeiten haben die Chance, das Beste und das Schlimmste in einem Menschen hervorzubringen. Ob eine globale Krise, wie wir sie gerade mehr oder weniger persönlich erleben, die Chance bekommt, eine nachhaltig positive weltumspannende Veränderung nach sich zu ziehen, hängt ganz besonders von einer Person ab und was diese Person aus ihren Erfahrungen dann damit macht.
Genau genommen von zweien.
Von DIR und mir !

Und morgen?
Keine Ahnung, ich hörte was von Rittern, die uns anspornen werden …

Und fasten? nach dieser Story könnten wir mal einen Tag vom
anstacheln fasten, oder? Ich versuche es auch zu tun.

 

(Alle Bilder stammen von der Seite: pixabay.com )

2 Antworten auf „Fastentage: „Wer oder was stachelt mich da so an?““

  1. Oh Gerda, manchmal ist es wirklich nicht gut, die Meinungen aller anderen zu hören. Ich glaube, die Mimose macht es richtig und zieht sich zurück.

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