Fastentage: „Narde – tue, was Du tun musst !“

Du kostbare Menschenseele,
es gibt Momente im Leben
da musst Du tun,
was Du tun musst.


„Ich muss gar nichts!“
Das stimmt, ausser sterben vielleicht, ganz bestimmt.
Aber, es gibt Situationen im Leben, in denen Du weißt, dass Du weißt, dass Du etwas Bestimmtes tun musst, etwas Verrücktes, Irrationales und völlig abwägig Erscheinendes für die, die es von aussen betrachten.  Doch Du, liebe Seele, hast in Deinem Herzen diese unerschütterliche Gewissheit. Du musst es einfach tun.

Heute nehme ich Dich mit in ein kleines Örtchen namens Bethanien.
Was Maria, ein Salböl von reiner Narde und Du damit zu tun haben?

Narde (Nardostachys jatamansi)
wächst im Himalaya in höchsten  Höhen von bis zu 4000m.
Die Hälfte des Jahres bedeckt sie eine feine Decke aus Schnee.
Der pelzige Wuchs um ihre Wurzeln hilft ihr den Frost zu überstehen und während des Bergfrühlings erblüht sie zu neuem Leben.
Narde ist eine gern gebrauchte, wenn auch immer seltener werdende Heilpflanze. Als Ätherisches Öl, in Form von Salbe oder Parfum angewandt werden ihre folgende Heilkräfte zugesprochen:
Narde beruhigt den Herzzschlag, löst Verspannungen, reguliert den Magen, wirkt entzündungshemmend, wird gerne gegen Akne eingesetzt, lindert Kopfhautbeschwerden, verstärkt die Durchblutung und entgiftet die Leber, wirkt gegen Pilzbefall und Kopfschmerzen.

Eine Salbung mit Nardenöl, war zur Zeiten der Bibel, den höchsten Priestern und Königen vorbehalten, wegen dem unschätzbaren Wert. Erwähnung findet diese Kostbarkeit sowohl im im Alten Testament im Hohelied der Liebe, als auch in den Evangelien im Neuen Testament bei der Salbunggeschichte von Jesus, am Vorabend seiner Leidensodysee   durch eine Frau namens Maria ,bei einem Besuch in Bethanien.

Wenn Nardenöl  ins Spiel kommt, sind Eigenschaften wie Liebe, Leidenschaft und Hingabe nicht weit.

Maria
Mir scheint, dass Maria in früheren Zeiten ein weit verbreiteter
Name für ein Mädchen war. So gab es auch im Leben von Jesus
gleich mehrere Marias.
Dieser blogbeitrag ist Maria von Bethanien gewidmet.
Heute möchte ich mit Dir über Hingabe und Liebe, über Leidenschaft und Mut, über „ ich folge meinem Herzen, ich muss es einfach tun“ nachdenken.

Da diese Geschichte unterschiedlich erzählt wird, habe ich mich hier
für die Version aus dem Johannesevangelium entschieden, dort lesen wir  im 12. Kapitel aus der Hoffnung für Alle-Version Folgendes:

Ein Vermögen für Jesus
Sechs Tage vor Beginn des Passahfestes kam Jesus
wieder nach Bethanien, wo er Lazarus von den Toten auferweckt hatte.
Jesus zu Ehren hatte man dort ein Festmahl vorbereitet.
Marta half beim Bedienen, während Lazarus unter den Gästen war,
die mit Jesus aßen.
Da nahm Maria ein Fläschchen mit reinem, kostbarem Nardenöl, goss es über die Füße von Jesus und trocknete sie mit ihrem Haar.
Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus.  

Aber einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, meinte entrüstet:  »Das Öl hätte man besser für 300 Silberstücke verkauft und das Geld den Armen gegeben.«
In Wirklichkeit ging es ihm aber nicht um die Armen, sondern um das Geld.
Er verwaltete die gemeinsame Kasse und hatte schon oft
etwas für sich selbst daraus genommen. 

Jesus erwiderte: »Lass sie!
Maria hat damit nur die Salbung für mein Begräbnis
vorweggenommen. Arme, die eure Hilfe nötig haben, wird es immer geben,
ich dagegen bin nicht mehr lange bei euch.«  

Als sich herumgesprochen hatte, wo Jesus war,
liefen viele Menschen nach Bethanien.

Lass sie !

Ich frage mich wirklich  jedes Jahr aufs Neue, wenn ich diese Geschichte in der vorösterlichen Zeit lese, was sie mir zu sagen hat.
Und wie in jedem Jahr bin ich aufs Tiefste beeindruckt, wie aktuell
und wie sehr das geschriebene Wort zu meinem Herzen spricht.
Neben 1000 anderen Aspekten, die uns diese Story liefern kann, lege ich mein Augenmerk heute auf Maria.
Ich frage mich ganz spezifisch in diesem Jahr, dem Jahr der Krise, dem Jahr des Ausbruchs eines Virus, dem Jahr des Umbruchs und des Neubruchs, im Jahr, das so ganz anders zu sein scheint.
Ich stelle mir heute die Frage, was Maria wohl gedacht haben mag, bevor sie zu dieser einzigartigen, hingebungsvollen und leidenschaftlichen Tat schritt.
Hat sie überhaupt an die Aussenwirkung gedacht, an die gesellschaftlichen Grenzüberschreitungen, an den darauf folgenden Klatsch, an den Ärger mit den Jüngern, an all das?
Oder, wußte sie in ihrem Herzen, was zu tun ist.
Was sie tun musste ?

Maria, Maria,
welche Gedanken gingen Dir an diesem Tag im Frühling in Bethanien durch den Kopf, was hast Du gefühlt, als nebenan das Festmahl gegeben wurde, und deine Schwester Marta in ihrem Element war?
Was hat Dich dazu bewegt, etwas zu tun, wovon heute noch gesprochen wird. Jedes Jahr in der Osterwoche?
Was hast Du in Jesus gesehen,  bevor Du das Kostbarste,
was Du hattest, für ihn verbraucht hast?
Was hast Du Dir nur dabei gedacht?

Alles zu verschwenden, für einen Mann, dessen Schicksal eh
vorbestimmt war. Du hast doch von den Unruhen gehört, von den Verschwörungsabsichten, von den Gerüchten auf den Straßen.
Maria, Jesus wird sterben, das hat er selber gesagt.
Und nun willst Du diese Kostbarkeit einfach so verbrauchen ?
Wozu das Ganze? Lohnt sich diese Verschwendung überhaupt?
Das macht doch gar keinen Sinn, Du könntest soviel Gutes mit dem Nardenöl tun. Den Armen helfen oder Dir selber das Leben etwas erleichtern.
Maria, das ist doch Wahnsinn!


Du wundervolle und einzigartige Seele
ich wünsche Dir von ganzem Herzen
Momente an diesem Wochenende
um mitten in der Krise,
mitten im Ungewissen,
mitten in Angst und Schrecken
um uns herum
von Maria zu lernen.

❣️Deine Gerda❣️

Was, fragst Du Dich ? 
Du und ich wissen, was zu tun ist!
Egal, wie es Außenstehende beurteilen mögen.
In Zeiten wie diesen, entscheiden wir uns,
wer wir sein wollen mitten drin, und, das ist nicht weniger wichtig:
Wer möchte ich nach der Krise sein?
Wie soll man sich an mich erinnern, als wir mittendrin waren?

Maria hat das Richtige getan, denn der Duft des reinen Nardenöls
war nicht mehr aus der Aura von Jesus wegzubekommen. So hat die aufgebrachte Meute die Narde gerochen, denen, die ihn ausgepeitscht und gefoltert, verhört und verspottet haben, stieg der Duft der Könige in die Nase, die Gefängniswärter und die Priester, Judas und die Jünger, die Mutter von Jesus, die Frauen an seiner Seite, und dann Pilatus …
Sie alle wurden mit der Hingabe und der Liebe, der Leidenschaft und des Mutes dieser jungen Frau, namens Maria aus Bethanien konfrontiert. Am Ende seines Lebens beim letzten Atemzug  hatte Jesus diesen wundervollen und himmlischen Duft um sich –
den Duft von Nardostachys jatamansi !

Nardostachys jatamansi höre ich mich gerade leise vor mich hin sagen, als mir die Tränen übers Gesicht laufen.
Wenn Jesus sagt: „Lass sie !“  oder „Lass ihn!“  ,
und das höre ich für alle Hochsensiblen in diesen Tagen,
ist es wirklich egal, was die anderen denken oder sagen.

Du weißt, was Du tun musst !

Vielleicht ist es etwas Verrücktes, Irrationales und völlig abwägig Erscheinendes.   Doch Du, liebe Seele, hast in Deinem Herzen diese unerschütterliche Gewissheit.
Du musst es einfach tun.

PS:
der aktuelle Kurs für 100ml 100% reinem Nardenöl liegt heute
zwischen 1400-1800 Euro. Das ist immer noch ein stattlicher Preis.

Bis Montag,
pass gut auf Dich auf, bis wir voneinander lesen.

Ein paar Palmwedel haben sich  angeboten unseren Strauss zu verschönern, und kommen am Montag zur Woche vor der Karwoche  irgendwann im Laufe des Tages vorbei.
Viola hat den Kontakt vermittelt, da können wir gespannt sein.

Ich freue mich wie immer  über jede Art von Lebenszeichen und Rückmeldung von Dir, auch wenn Du etwas Verrücktes tun wirst,
dann erst recht.
Danke für Deine Lebenslesezeit !

3 Antworten auf „Fastentage: „Narde – tue, was Du tun musst !““

  1. Die Narde… wundervoll…
    Liebe, Leidenschaft und Hingabe. Tut was auch immer ihr tun müsst!!!
    Dankeschön für dieses berührende Leseerlebnis.

  2. Liebe Gerda, ich kannte die Narde bislang noch nicht. Aber die Geschichte ist berührend. Ja, manchmal muss man tun, was man tun muss. Auch wenn andere es nicht nachvollziehen können… es lohnt sich, auf sein Bauchgefühl zu hören!

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