Fastentage: „Knotenpunkte“

Du wundervolle Seele
heute, nachdem wir uns fürs Erste
abgeregt haben, möchte ich mit Dir
über Knotenpunkte nachdenken.


Es gibt Zeiten, im Leben, da steht alles still.
Stillstand. Egal in welche Richtung Du denken oder gehen möchtest,
es wir nur noch enger und bedrückender. Als ob Du an einem Knotenpunkt angekommen bist und unter enormen Stress gerätst, weil es scheinbar einfach nicht weiter geht.


Was uns in solch einer Zeit der Knöterich zu sagen hat und warum Stillstand keinesfalls ein Rückschritt ist, was Du und ich, liebe Seele in der Zeit des Verknotenseins niemals vergessen dürfen und warum ich überzeugt davon bin, dass wir dringend solche Knotenpunkterlebnisse  zulassen dürfen sollten?

Pflanzen können unter Stress stehen ! 

Es gibt verschiedenste Stressfaktoren, die negative Auswirkungen
auf das Pflanzenwachstum und die Zellvorgänge haben können.
Das ist  alles Teil des normalen Lebens einer Pflanze und bei Mensch und Tier nicht anders. Nur sind die Anpassungen bei Mensch, Tier und Pflanze eben unterschiedlich, die Stressfaktoren häufig jedoch gleich.

Stress bezeichnt zum einen durch äußere Reize hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen.
Zum anderen resultiert Stress aus den dadurch entstehenden körperlichen oder geistigen Belastungen.
Stress hat eine evolutive Wirkung mit der Folge,
dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch
eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden.

Pflanzen können nicht weglaufen
Im Gegensatz zu Tieren oder Menschen können Pflanzen bei Stress nicht davonlaufen. Daher sind Pflanzen auf zellulärer Ebene enorm aktiv und reagieren enorm schnell auf Stresssituationen.
Besonders wichtig sind dabei Knotenpunkte, an denen sich die regulatorischen Mechanismen unterschiedlicher physiologischer
Wege kreuzen. An diesem Knotenpunkt kreuzen sich die Wege des Mikronährstoffs Eisen und des Botenstoffs Ethylen.
Ethylen ist ein gasförmiges Hormon, das in Pflanzen
vor allem bei Stress aktiv ist.

Das sind ein paar Fachinformationen vorweg aus der Universität Saarland. Bitte im Hinterkopf behalten, wenn es um Knotenpunkte in Deinem Leben als Hochsensibler Mensch geht.

Der Knotenspezialist des Tages 

Knöterichgewächse werden in zwei Unterfamilien gegliedert, eine davon die Unterfamilie Polygonoideae. Sie enthält bis zu 28 Gattungen und einige hundert Arten. Zu ihnen gehören der Wiesenknöterich, Buchweizen, Flügelknöteriche wie der Japanische Staudenknöterich und der Schlingknöterich, Stechampfer, Vogelknöteriche, Ampfer, Rhabarber und Drahtsträucher.
Die Vielfalt ist groß.

Typisch für Knöteriche sind die deutlichen Verdickungen zwischen den Gliedern die Knoten. Außerdem verfügen sie über eine Scheide,
die sich an der Unterseite der Blätter befindet.
Knöterichgewächse sind ebenfalls an ihren dreieckigen Früchten (Nüsschen) zu erkennen.

Obwohl alle Knöterichgewächse mit Sicherheit eine besondere Würdigung verdienen würden und jede Art auf ihre ganz besondere Weise und Wiese wundervoll zu betrachten wäre, möchte ich mein Augenmerk heute nur auf diese oben erwähnten deutlichen Verdickungen lenken, also auf die Knoten.

Diese Knotenpunkte befinden sich auf der sogenannten Sprossachse die den unteren Bereich zwischen Wurzelhals und Keimblättern trennt.
Die Sprossachse besteht im weiteren Verlauf aus verdickten und schmalen Bereichen. In den verdickten Bereichen, den Knoten (Nodien) befindet sich teilungsfähiges Gewebe, aus dem sich Seitentriebe oder Blätter entwickeln können.
Die schmalen Bereiche oder Abstände zwischen den Knoten (Internodien) beginnen sich bei einer wachsenden Pflanze zu strecken und bewirken so das Längenwachstum.

Und:
Nein, Du bist hier nicht auf gerdisgartenblog.wurm gelandet.
Du bist hier auf einem blog für Hochsensible von einer selbigen,
die immerzu dazu neigt, sich zu verzetteln, weil hinter jedem Knöterich eine so wunderbare Geschichte lauert.
Ich könnte 1000 und 3 Knöterichstorys erzählen.
Mach ich aber nicht, keine Sorge!

Du liebenswerte Seele,

Wenn Du heute zu den Lesern gehörst, die sich gerade festgezurrt und verknotet vom Leben oder vom Schicksal, von der Pandemie oder Dir selbst, fühlen, dann kann Dir folgender Spaziergang durch meine Gedankengänge vielleicht etwas Erleichterung und Entspannung bringen. Wenn wir am Ende auf dieser herrlichen Sommerwiese dabei rauskommen, wäre ich mehr als glücklich.

An anderer Stelle hier habe ich schon öfter über die Phasen im Leben einen Menschen mit hoch sensitiven Persönlichkeitsmerkmalen geschrieben. Vom Tag, als ich das erste Mal das Wort HOCHSENSIBEL gelesen oder gehört habe bis heute, sind mehrere Jahrzehnte, mit den unterschiedlichsten Erfahrungen vergangen.
Und ebenso viele Knotenpunkte habe ich erleben dürfen.
Zeitpunkte, Zeitfenster, Zeiträume, Zeitspannen, in denen rein äußerlich gesehen nichts, gar nichts zu sehen oder zu erahnen war.
Zeiten des absoluten Stillstandes. Und wenn ich schreibe Stillstand, dann ist es genauso zu lesen und zu verstehen.
Ich weiß, dass diese Knotenpunktzeiten mit unglaublichem Schmerz und Druck einher gehen.
Jede noch so winzige Bewegung nach vorne, nach hinten, zu allen Seiten, nach oben und nach unten tut einfach nur weh. So weh, als ob ein unsichtbares, starkes Seil sich immer mehr zuziehen würde.
Feststecken ist ein furchtbarer Zustand. Wenn nichts mehr geht, was gestern noch ging, das Heute sinnleer erscheint und der Gedanke an morgen nur Kummer bringt. Wenn oben keiner zu sein scheint, der Dich hört und unten der Abgrund sich vor Dir auftut.
Wenn ein geringster Blick zur Seite in Deinen Augen schmerzt.
Dann …
Dann, Du liebe Seele wird mit Sicherheit gerade einer dieser wunderbaren und magischen Wachstumsknoten in Deinem Leben kreiert. Es wird immer dicker und enger um Deine Seele, bis – bis eines Tages auf wundersame Art und Weise das Unglaubliche geschieht!


Die einzige schmerzfreie Bewegung in Zeiten Deiner und meiner hochsensiblen Wachstumsknotenpunktbildungen ist der Weg nach innen.
Nach innen. Tief in die Mitte Deines und meines Seins. Dorthin, wo Du mit Dir ins Reine kommen kannst, dorthin, wo klar ist, an was und wen Du wirklich wirklich glaubst, dorthin, wo Dein Fundament fest ist, dorthin, wo sich die Seelenteile von Dir verbergen, die Du mit der Welt teilen sollst, die Echten, die Wahrhaften, die Authentischen Wesenszüge, das teilungsfähiges Gewebe.
Ist der Knotenpunkt stark genug, geht es wie von unsichtbarer Hand weiter im Leben, mit neuer Kraft und mit einem weiteren Depot zur Stressresistenz in Richtung Sonne und Längenwachstum.

Auch wenn ich Dir so gerne diese schmerzhaften Erfahrungen ersparen würde und selbst wenn ich sie die abnehmen könnte, so kann ich doch heute, nach etlichen Knotenpunkterfahrungen schreiben, dass sie massgeblich an meinem wundervollen und erlösten Leben heute beteiligt waren und es noch sind.
Ich glaube sogar, je mehr Knoten ich habe, desto mehr kann ich teilen und, das ist auch ein Nebeneffekt, desto stabiler scheint meine Seele zu werden.
Wenn das Leben mir heute eine solche Einladung schickt und das tut es immer wieder, weiß ich genau was zu tun ist. Ich zapple nicht rum und mache es nur noch schlimmer. Ich gehe den einzigen Weg, der schmerzfrei ist – nach innen, nach Hause, in die Stille, und mittlerweile habe ich überhaupt keine Angst mehr vor diesen Zeiten, gibt es doch aus jeder Erfahrung etwas zum Teilen für Dich und mich.

Bis morgen Du liebe Seele,
ich hoffe, Du kannst
ab heute den Knotenpunkten
in Deinem Leben eine neue
Bedeutung geben und falls
Du jetzt gerade meinst,
es sei Stillstand, …
– denk an den Knotenpunkt!

❣️Deine Gerda❣️

Und auf die Angst, ob Du wirklich je alleine warst oder bist oder
je sein wirst, kommt hier ein Lied von König David, der auch ein Knotenpunktsammler war, oh ja!

HERR, du hast mich erforscht und erkannt.
Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen,
du verstehst mein Trachten von fern.
Mein Wandeln und mein Liegen – du prüfst es.
Mit allen meinen Wegen bist du vertraut.
Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge
– siehe, HERR, du weißt es genau.
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen,
du hast deine Hand auf mich gelegt.
Zu wunderbar ist die Erkenntnis für mich, zu hoch:
Ich vermag sie nicht zu erfassen.
Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist,
wohin fliehen vor deinem Angesicht?
Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da.
Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da.
Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte,
ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten
und deine Rechte mich fassen.
Und spräche ich:
Nur Finsternis möge mich verbergen
und Nacht sei das Licht um mich her:
Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern,
und die Nacht würde leuchten wie der Tag,
die Finsternis wäre wie das Licht.
Denn du bildetest meine Nieren.
Du wobst mich in meiner Mutter Leib.
Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche,
ausgezeichnete Weise gemacht bin.
Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. Nicht verborgen war mein Gebein vor dir,
als ich gemacht wurde im Verborgenen,
gewoben in den Tiefen der Erde.
Meine Urform sahen deine Augen.
Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben,
die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war.
Für mich aber – wie schwer sind deine Gedanken, Gott!
Wie gewaltig sind ihre Summen!
Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand.
Ich erwache  und bin noch bei dir. Mögest du, Gott, den Gottlosen töten! Ihr Blutmenschen, weicht von mir! Sie, die mit Hinterlist von dir reden, vergeblich die Hand gegen dich erheben.
Sollte ich nicht hassen, HERR, die dich hassen,
und sollte mir nicht ekeln vor denen, die gegen dich aufstehen?
Mit äußerstem Hass hasse ich sie. Sie sind Feinde für mich.
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz.
Prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist,
und leite mich auf dem ewigen Weg!

Dieser 139. Psalm hat mir nicht nur einmal den Weg nach Innen gebahnt und mich gestärkt, geliebt und erfüllt wieder herausgeführt.

Bis morgen,
Du liest von mir und von dem größten Countdown aller Zeiten.
Zum Fasten hast Du hier heute genug gelesen, oder?

Eine Antwort auf „Fastentage: „Knotenpunkte““

  1. Oh Du lieber Himmel, diese Knotenpunktthematik trifft gerade zu 100% meine momentane Situation. Vielen Dank, dass ich meine Schmerzen gerade besser verstehen darf!

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