Fastentage fördern die Resilienz!

Du liebe Seele,
die Tausendschön-Geschichte
hat Menschenherzen berührt.
Genau wie Du mich.
Danke.


Freunde, heute möchte ich Euch einen besonderen Zweig vorstellen.
Ein Zeichen in einem ganz besonderen Frühlingslied.

Was diese Knospe für mich mit Hochsensibilität, Fasten und Resilienz zu tun haben könnte?

Eine neue Woche liegt vor uns.
In Zeiten von vermehrten Herausforderungen auf allen Ebenen, sei es nun körperlich durch nanogroße Geschöpfe, wie Viren, seelisch durch das Mitgefühl mit Menschen, die sich auf der Flucht befinden oder geistig, beim Anblick der Lage unseren kleinen blauen Planeten inmitten eines riesigen Universums, auf dem sich, meiner Beobachtung nach das Licht immer deutlicher, schneller und massiver von der Finsternis abzuheben scheint.

Eine neue Woche liegt vor uns, eine Woche in der ich Dir etwas Grundlegendes über das wunderbare Wort Resilienz schreiben möchte. Spätestens am Freitag Mittag wirst Du  eine leise Ahnung davon haben, was hinter dieser Superkraft verborgen ist.

Auf ein Wort: 

“Relilienz“ ist die psychische Widerstandskraft, schwierige, hoffnungslose Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigungen zu überstehen.

Das möge für eine montägige erste Annäherung an diesen geheimnisvollen Fachbegriff genügen.

Heute möchte ich Dir ein Lied vorstellen, insbesondere den Text,
das mich seit meiner Kindheit jedes Jahr unmissverständlich
an Folgendes denken und erinnern lässt:
Hoffnung in Hoffnungslosigkeit, Frühling mitten im Krieg,
und eben Resilienz, doch …
lies mal selber:

Das Zeichen

Freunde, dass der Mandelzweig
wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?
Dass das Leben nicht verging,
so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
Freunde, dass der Mandelzweig
sich in Blüten wiegt,
das bleibt mir ein Fingerzeig
für des Lebens Sieg.

Kurze Enstehungsgeschichte

1942 verfasst Schalom Ben-Chorin diese Verse, denen er die Überschrift  „Das Zeichen“ gibt.
In dieser Zeit bekommt er täglich neue Schreckenmeldungen über den Krieg und die Vernichtung seines Volkes .
Seit dem er 1935 nach mehreren Verhaftungen durch die Nazis aus Deutschland geflüchtet war (in München 1913 als Friedrich Rosenthal geboren), findet er Trost und Hoffnung in der leisen Frühlingsbotschaft eben dieses Mandelbaums.
1942 im kalten und kahlen Jerusalem weit weg von Zuhause, seiner Heimat, wo gerade die Pforten der Hölle nicht nur weit aufstehen,  sondern die gesamten Mächte der Finsternis alle Türen und Tore der Gottlosigkeit aufgebrochen haben.
Im Winter dieses Jahres, als die ersten Knospen der Mandelzweige mitten im schneebedeckten Israel den Frühling ankündigen, schreibt
Schalom Ben-Chorin, dessen Namen „Frieden, Sohn der Freiheit“ bedeutet, diese Zeilen. Er verfasst sie auf Deutsch, seiner Muttersprache. Er schreibt sie im Staunen und in Ehrfurcht, im Angesicht dieses Mandelbaums

Diesen Baum gab es wirklich:
Er stand hinter dem Haus des Dichters, Journalisten und Religionswissenschaflers. Direkt vor dem Fenster seines Arbeitszimmers, erinnerten ihn diese zarten Blüten daran,
dass es auch in schrecklichen Zeiten Vorboten des Frühlings gibt.
Sie sind ein Zeichen dafür, dass Hoffnung am Horizont ist, dass das Schlimme und Grausame im Leben auch vorbeigeht und dass es besser wird. Schalom Ben-Chorin hat die Hoffnung auf Frieden
niemals aufgegeben.

Ein Liedermacher namens Fritz Baltruweit, der Töne für diese Zeilen fand, traf den Deutsch-Israeli wohl einmal in Jerusalem und spielte ihm das Lied vom Mandelbaum vor.
„Wir haben einen wunderschönen Abend zusammen gehabt“  – und Schalom Ben Chorin soll erzählte haben, dass dieser Baum irgendwann umgehauen wurde und Platten in den Hof gelegt wurden. Doch eines Tages haben sich die Wurzeln des Baumes wieder den Weg durch die Platten gebahnt.
Die Hoffnung ist nicht totzukriegen


„Freunde, dass der Mandelzweig“

feierte beim Kirchentag 1981 in Hamburg seine Premiere,
und ging von da aus in die ganze Welt. Ein Wunder!
Und selbstverständlich wurde es auch auf der Beerdigung von Schalom Ben Chorin 1999 in Jerusalem gesungen:
als Zeichen der Hoffnung –
… dass das Leben siegt.

Zeit seines Lebens verbrachte er damit im Dialog zu bleiben.
Im Gespräch zwischen Juden und Christen.
Als friedlicher Sohn der Freiheit.

Noch heute ist dieses Lied im evangelischen Gesangbuch zu finden und Christen auf der ganzen Welt singen es – immer noch.

Immer noch und immer wieder 

Für mich hat dieser Text nicht eine Silbe an Aktualität verloren, denn auch heute Anfang März in den Zwanzigern des Dritten Jahrtausends nach Christi Geburt mahnt es mich zum Anhalten, zum Aufmerken, zum Staunen und zum Glauben an diesen Fingerzeig,
… dass die Liebe bleibt.

Du wundervolle Seele,
hochsensible Menschen haben in diesen Tagen gute Trainingsmöglichkeiten mit massiven Fluten von Informationen, die nicht gerade dazu beitragen, an eine vernünftige und intelligente Menschheit zu glauben, seelenschonend umzugehen.
Ich habe hier im blog schon mehrere Male über das Lebensthema Reizüberflutung geschrieben.
Wenn Dein Wesen feinsinnig, mehrfühlend, scharfsichtig und klarhörend ausgestattet wurde, ist es überlebenswichtig, sich ab und zu diesen Mandelzweig-Momenten völlig hinzugeben, diesen Sekunden, die uns einladen, zu staunen und zu glauben,
… dass Hoffnung eben einfach nicht totzukriegen ist.

Ich weiss nicht,
in welcher Lebenssituation Du Dich gerade befindest.
Ich hoffe aber von Herzen, dass Dich dieses feine Zeichen der Hoffnung heute erreichen möge, auf dass Du Resilienz erwirbst und Stück für Stück lernst, Deine Hochsensitivität zu akzeptieren und dementsprechend zu leben, zu lieben und zu leuchten.
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir haben einen Neuen Gast in unserer Blumenvase und als ob es der Himmel so will schaue ich gerade aus meinem Wohnzimmerfenster und entdecke? Na was wohl …

Ich lade Dich heute ein, Dich an die Schreckensmomente, an die Herausforderungen, an scheinbar ausweglosen Zeiten und Traumatischen Erlebnisse Deines Lebens zu erinnern, verbunden mit der Frage, wer oder was Dir wieder neue Kraft und Lebensmut geschenkt hat. Wie hast Du Deine psychischen Wiederstandsmuskeln trainiert?
Was ist Dein persönliches Resilienzgeheimnis?

Diese Einladung ergeht nicht an Dich, um Dich traurig zu stimmen, sondern vielmehr um Dir meinen Respekt und meine Hochachtung entgegen zu bringen.
Warum?
Weil Du für mich ein Paradebeispiel an Resilienz bist, denn Du sitzt gerade (oder liegst) irgendwo auf der Welt und liest diese Zeilen.
Du bist bei Bewusstsein, (es sei denn Du liegst im Koma und jemand liest Dir meinen blog vor) und Du lebst.
Das ist für mich ein Wunder, ein Fingerzeig, ein Zeichen,
… dass das Leben gesiegt hat.

Als Fastenmenu serviere ich Dir heute:
bewussten Verzicht auf Hoffnungslosigkeit, Resignation und Minderwert und am Festhalten an vergangenen Dramen und Traumen.
Guten Appetit!

Mit den herzlichsten
Grüßen

Du liest von mir

❣️Deine Gerda❣️

Und es geschah des Herrn Wort zu mir:
“Jeremia, was siehst du?“
Ich sprach:
“Ich sehe einen erwachenden Zweig.“
Und der Herr sprach zu mir:
“Du hast recht gesehen;
denn ich will wachen über meinem Wort,
dass ich’s tue.“

Die Bibel: Jeremia 1, 11

2 Antworten auf „Fastentage fördern die Resilienz!“

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