Fastentage: Das berührungsscheue Geschöpf !

Du wundervolle
und sensible Seele,
nach dem Lärm von gestern,
wird es heute etwas stiller!

Stille ist gerade hoch im
Kurs. Was man von Gold und Bitcoins
nicht gerade behaupten kann.
So fragil und sensibel der Deutsche Aktien-Index in diesen Tagen
der globalen Krise auch sein mag, wir waren es schon immer, wir die Sensibelchen, die Feinfühligen, die die immer gleich eingeschnappt sind, oder?

Wurdest DU auch schon als Mimose oder scheues Reh betitelt,
zurückhaltend und leicht kränkbar, empfindlich und dünnhäutig?
Dann werde  still und lies mal, denn Mimose ist nicht gleich Mimose!

Heute 
möchte ich mit Dir ein paar grundsätzliche Unterschiede zwischen Hochsensibilität und Überempfindlichkeit anschauen.
Dabei geht es mir nicht darum, irgendjemand in eine Kategorie oder Schublade stecken zu wollen, sondern vielmehr um Entlastung und dem Angebot der Annahme Deiner und meiner hochsensiblen Persönlichkeitsstruktur.

Mittlerweile kennst Du meine Leidenschaft!
Ich liebe, es wenn Menschen zu sich und zu ihren wertvollen Gaben stehen und darin zu leben lernen. Es ist für mich ein Genuss, immer mehr sensitive und feinsinnige Wesen beim Erwachen und Aufblühen zu begleiten und zu sehen, wieviel brachliegendes Potential nur durch die einfache Erkenntnis dessen freigesetzt wird, dass das Ding, von dem man jahrelang dachte, es sei vielleicht eine Störung oder eine Krankheit, endlich einen Namen bekommt!
Diese Persönlichkeit ist in den allermeisten Fällen angeboren und genetisch vor Generationen angelegt worden.
Eine Art von zwei Mimosen, doch lies selber einmal:

 

Die Mimose
kennen sicher viele unter uns  – ob jetzt wortwörtlich oder als Name dieses besonders zierlichen Gewächses. Vielleicht hast Du sie schon  einmal berührt, um begeistert zu beobachten, wie sich die zarten Blättchen und die filigranen Stiele der Mimose zusammenklappen.

Der botanische Name der Mimose, Mimosa pudica, bezieht sich
genau auf diese fantastische Eigenschaft: „pudicus“ heißt soviel wie „schamhaft“, und exakt so scheint die Mimose sich auch zu verhalten.

Die  Mimose kommt von ihrem Ursprung her aus Brasilien. Neben ihrer Fähigkeit, sich zu bewegen, beeindruckt Mimosa pudica nämlich durch einen besonders zarten und filigranen Wuchs. Als Zimmerpflanze wird sie zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch und wächst zu einem zierlichen, luftig-lockeren Strauch heran. Zur Blütezeit, die von Mai bis September dauert, schmückt sich die Mimose mit rosafarbenen, weißen oder gelben Blüten, in Form flauschiger runder Büschel.

Mimosa pudica
reagiert auf mechanische Reize, dazu zählen nicht nur Berührungen, sondern auch Erschütterungen oder sogar Wind und Zugluft.
Bei Lichtmangel (nachts) oder bei kühlen Temperaturen unter 18 Grad Celsius faltet sie sich ebenfalls zusammen.
Das Zusammenklappen kann bis zu einer halben Stunde dauern
und ist mit einem hohen Energieaufwand für die Mimose verbunden.
Kommt Dir das irgendwie bekannt vor?

 

Nun zu uns beiden Menschenkindern 

Ich habe leider immer wieder Erfahrungen gemacht, dass es im Reich der (meiner so geliebten) Worte viele Missverständnisse gibt,
und diese zu unnötigen Kommunikationsproblemen führen können
Wenn Du und ich zum Beispiel an das Wort „LIEBE“ denken,
werden wir etwas völlig verschiedenes darunter verstehen.
Ich ringe fast täglich damit, sicherzustellen, dass Menschen, mit denen ich zu tun habe, auch das gleiche „grün“ sehen wie ich. Und das nimmt beizeiten solche Auswüchse an, dass sich der gesamte, überwiegend entzückende männliche Anteil meiner Hausgemeinschaft nur noch mit „Ja“, “Mhm“, oder „Okay“ zu Wort meldet, und das nur, weil ich unbedingt richtig verstanden werden möchte.
Das ist nicht übertrieben.

Kennst Du das? Du redest „ganz normal“ mit jemandem und dieser Knulli bekommt entweder gar nichts mit oder missversteht Dich komplett? Da kann man schon mal eingeschnappt sein, oder?
Wie eine Mimose

Nun zu den kleinen feinen Nuancen

zwischen hochsensibel und überempfindlich:
Diese Unterschiede sind rein subjektiv erfahrene, und entstanden durch langjährige Beobachtung und Reflexion meinerseits:

Hochsensibel zu sein bedeutet, eine angeborene Fähigkeit zu haben, um sehr leicht die eigenen und die Emotionen anderer zu erfassen, wahrzunehmen und mit allen Sinnen zu begreifen.

Überempfindlich bedeutet, sehr anfällig zu sein,
emotional zu zerbrechen und sich gefühlsmäßig starken
Empfindlichkeiten ausgesetzt zu fühlen.

Hochsensibel zu sein heißt, empathisch und mitfühlend zu leben.
Emotionen, ob es die eigenen oder Gefühle anderer sind, werden tief und lange wahrgenommen.
Intuition, was das Umfeld betrifft und großes Verständnis für die Belange aller Geschöpfe gehören zu ihren Hauptmerkmalen.
Rückzug und Einsamkeit  sind sehr wichtig um das tiefe Erleben und die enorme Masse an Eindrücken durch alle Sinne zu verarbeiten.
Eine gute Beobachtungsgabe und die Wahrnehmung winzigster Veränderungen sind für Hochsensible ein Kinderspiel, egal ob im Gesicht eines Gegenübers oder Gegenstände in einem Raum. Das gilt auch für Stimmungen und Schwingungen (z.B. Streit oder Eifersucht …)
Ist die eigene Persönlichkeit einmal integriert und geheilt, wird das Leben gemeinhin als sehr erfüllend und sinnstiftend erlebt.

So vielen Menschen wie möglich auf diesem Wege zu begleiten und sie in ihrer Einmaligkeit zu unterstützen ist Sinn und Zweck dieses blogs.

Überempfindlich zu sein, heißt in ständiger Unsicherheit zu leben, ob jemand etwas sagt, um zu kränken oder nur seine Meinung sagt,
Manche durften niemals lernen sich ihren Gefühlen zu stellen und an ihnen zu arbeiten, was zum Schlucken von Wut und Enttäuschung führte und nicht selten in einem emotionalen Wutausbruch oder einem nervenauflösendem Weinkrampf endet.
In manchen Gesprächen machen überempfindliche Menschen unbewusst von negativen Kommunikationsmitteln Gebrauch wie Manipulation oder Erpressung.
Empfindlich, gereizt und sehr emotional reagieren sie auf die Worte oder Taten ihrer Mitmenschen, selbst wenn diese Aktionen gar nichts mit ihnen zu tun haben. „Nimm bitte nicht alles so persönlich“
Diese Art auf Mitmenschen zu reagieren ist vielfach wohl mit einem Trauma aus der Vergangenheit zu erklären.
Solche Menschen sind oft unruhig und meiden die Einsamkeit und doch halten sie andre Menschen auf Distanz.


Hochsensibel zu sein heißt, über ein enorm gutes und intaktes Körpergefühl  zu verfügen verbunden mit der Wahrnehmung kleinster Veränderungen im Körpersystem. Sie haben ein hohes Schlafbedürfnis und verfügen über ein brillantes Langzeitgedächnis

Überempfindlich zu sein heißt, eher wenig Zugang zu eigenen Körpervorgängen zu haben oder sie benennen zu können.
Schmerzen werden meistens als diffus oder unverortbar beschrieben.
Oft leiden Überempfindliche an Schlaflosigkeit und haben nicht selten große Erinnerungslücken an ihre Vergangenheit.

Hochsensible Menschen empfinden sich oft als ANDERS,
und reagieren mit einem ausgezeichnetes Frühwarnsystem,
was das Erkennen ihrer eigenen Grenzen und die der anderen betrifft,
während  Überempfindliche eher über sich denken, sie seien FALSCH, und kaum eine Grenzwahrnehmung spüren, weder für sich, noch im Umgang mit anderen Mitmenschen.

Du liebe Seele,
heute habe ich Dir die Mimose,
die „Schamhafte Sinnpflanze“ vorgestellt.
Was ich uns wünsche,
ob hochsensibel oder überempfindlich;
gerade in diesen verrückten Zeiten:

So wenig wie möglich auf mechanische Reize zu reagieren,
sei es der neue Schlafanzug oder die Mikrofaserbettwäsche.
Dazu zählen nicht nur Berührungen, die jetzt gerade sparsam zu geben und nehmen sind, (Umarmungen werden später nach geholt),
sondern auch Erschütterungen  durch Nachrichten über Viren und andere Katastrophen. Ich wünsche uns frischen lauen Wind, der uns gut durchlüftet, auf keinen Fall aber Zugluft. Viel natürliches Licht zur Vitamin D-Versorgung und warme Kleidung bei kühlen Temperaturen unter 18 Grad. Nicht, dass sich nach unserem Natursparziergang  alles in uns zusammen faltet.

Denn, seit heute weißt Du:
Das Zusammenklappen kann bis zu einer halben Stunde dauern
und ist mit einem hohen Energieaufwand für uns verbunden.

Und obwohl es zur Zeit durch viele stille Fabriken zu einer enormen Energeiersparnis kommt, brauchen wir jedes Polster an Kraft, was wir kriegen können.
Und was den DAX betrifft?
Wir werden es sehen.

In diesem Sinne,
sei herzlich gegrüßt
von
❣️Gerda❣️

Hier lieg ich nun auf meinem Sofa und kann nicht anders, trotz der globalen Herausforderungen und den vielen kleinen Angeboten,
wie eine Mimose zu reagieren, gerade in Zeiten, in denen wir so
auf uns selber zurückgeworfen werden:
lächle ich so vor mich hin, und denke an …

diese drei !

Bis morgen, da wird’s stachelig !

3 Antworten auf „Fastentage: Das berührungsscheue Geschöpf !“

  1. Oh das war wieder einmal ein ganz ❤️ herzerfrischender und gut erklärter Beitrag meine Liebe GERDA- es tut soooo gut diese Unterschiede nochmal so schwarz auf weiß zu lesen und wieder einmal tiefer zu verstehen! Danke danke danke ❣️

  2. Ja, so deutlich habe ich die Unterschiede zwischen „hochsensibel“ und „überempfindlich“ auch noch nicht gesehen! Dankeschön liebe Gerda! 🙂

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