Entdecke Dich bei einer Spiegelei und staune!

Ein Wortspiel!

Heute möchte ich Dich zu einer Spiegelei einladen.

Ein einsames, furchtbar verwirrendes und gleichzeitig erhellendes, befreiendes Spiel.

Es ergeht das Angebot an Dich, Altem eine neue Bedeutung zu geben,
Neuem eine Chance zu wachsen.
Die Chance, Deiner Wahrheit schonungslos und so ehrlich, wie es heute geht, ins Gesicht zu schauen. 

Im letzten Wortspiel habe ich Dir versprochen, dass wir uns in einer Pfanne treffen würden. Leider muss ich gestehen, dass das nicht ganz zutrifft. Obwohl, nach angemessener Recherche kann ich Dir mitteilen, dass das Spiegelei aus der Pfanne das erste Mal im 18.Jahrhundert Erwähnung fand. Das Eiweiß gerinnt, das Eigelb glänzt. Es duftet und als Beilage glänzt es mit über 200 Möglichkeiten des Genusses.
Falls Du jetzt Hunger bekommen hast, brate Dir eben eins, ich tue es ebenso.

(Das Spiegelei:  Rezeptvorschlag: etwas Butter in einer beschichten Pfanne zum Schäumen bringen.Ein Ei am Rand der Pfanne aufschlagen, hineingleiten lassen und und bei mittlerer Hitze stocken lassen.Zum Schluss mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.
Ein Spiegelei hat zwischen 100 und 150 Kalorien.)

Guten Appetit!

Meine SPIEGELei:

Es war einer dieser Morgende, an denen ich vor allen anderen wach und krank vor Sorgen  in meinem Bett lag. Schweißgebadet, mit rasendem Herzen und mit Angst vor dem Tag.
Das ging so seit Monaten. Manchmal bin ich auch wieder eingeschlafen, so wie an diesem Tag. Ein Traum im Halbschlaf aus den Tiefen meiner wunden Seele brach sich Bahn.
Damals habe ich angefangen, meine Traumfetzen aufzuschreiben. In der Hoffnung, dass Träume eben nicht nur Schäume sind und sich eines Tages alles klären würde.

Träumst Du auch intensiv?

Ich wurde in diesem Traum in ein Spiegellabyrinth geführt. Unendliche Wege, Spiegelungen, Lichtspiele. Und ich mittendrin.
Die freundliche Stimme aus dem Nirgendwo wies mich an, stehen zu bleiben. Ich sei bereit, die Zeit sei reif dafür, mich meiner Spiegelei zu stellen.
Der Weg wieder hinaus liesse sich nur finden, wenn ich alle Facetten meines Lebens anerkannt und angenommen hätte.
NEIN!!  Ich hasse Spiegel, sie sind gemein.
Wie bin ich hier her gekommen? Was soll das? PANIK!

Soweit mein Auge reichte, nur Spiegel ohne Ende, diese Aufgabe schien mir nicht lösbar.
Verzweiflung und Angst klopften an mein geschundenes Herz.

(Der Spiegel: glatte Flächen, die ein durch Lichtreflektion ein wirklichkeitsgetreues Abbild entstehen lassen. Spiegelei-Effekte kommen durch das Zurückwerfen von Wellen in Form von Lichtstrahlen zustande. Für mehr Informationen bitte nach dem„Reflexionsgesetz“ forschen. Sehr interessant.)

Du kannst Dir sicher vorstellen, wie groß meine Not war, mich zu verirren, stecken zu bleiben oder nie wieder hier raus zu kommen. Doch alles Zetern, Zittern, Weinen und Kreischen würde nichts nützen, und an Ort und Stelle stehen zu bleiben war auch keine Option.

Was soll ich schreiben? Ich habe mich getraut!
Noch heute werde ich im Traum in die eine oder andere Spiegelei verwickelt. Jedoch ohne Angst, ohne Panik. Denn ich weiß ja mittlerweile, dass es gut ausgehen wird.
Das war damals aber alles andere als voraussehbar.

Spieglein, Spieglein …

Spiegel waren mir noch nie geheuer, irgendwie unheimlich.
Aber nur die Künstlichen.
Mich als Kind im stillen Wasser zu spiegeln, fand ich schön und geheimnisvoll.

Wie geht es Dir mit Spiegeln?

Ich habe also mal wieder meinen letzten Funken Hoffnung, den übrigen Rest an Glauben und mein größtes Aber, die Liebe, die mich noch am Leben gehalten hatte aus allen Winkeln meiner Seele zusammengekratzt und der Stimme geantwortet:
„Du weißt, wie schwer mir diese Spiegelei  erscheint, aber wenn Du sagst, ich bin soweit, dann setze ich mein kleines bisschen Vertrauen auf Dich und gehe.“

Schlimmer als jetzt kann es nicht werden. Was habe ich zu verlieren? 

Manchmal werden wir im Leben an Punkte gebracht, an denen es kein Zurück mehr gibt. A point of no return. Schicksalspunkte, Knotenpunkte, Wendepunkte oder wie in meinem Traum, Haltepunkte:

Der erste Spiegel: SCHÖNHeiT

Der zweite Spiegel: WAHRHeiT

Der dritte Spiegel: FReiHeiT

Der vierte Spiegel: HeiMAT

Der fünfte Spiegel: LeiCHTIGKeiT

Der sechste Spiegel: eiNHeiT

Der siebte Spiegel: ReiCHTUM

Der achte Spiegel: GEWOHNHeiT

Der neunte Spiegel: BEReiTSCHAFT

Der zehnte Spiegel: ENTSCHeiDUNG

Der elfte Spiegel: WeiSHeiT

Der zwölfte Spiegel: WIRKLICHKeiT

Der dreizehnte Spiegel: GLÜCKSELIGKeiT

Du möchtest nicht wissen, welche zutiefst menschliche Dramen sich vor jedem einzelnen dieser Spiegel abgespieltes haben.
Mein Bild von mir und das Bild, dass mein Schöpfer über mich hat waren völlig verschieden. Durch Stress und Ablenkung, durch falsche Prioritäten,sowie einem geführten Lebensstil, der mir überhaupt nicht angemessen und hilfreich war. Durch Vergleichen, durch Werbung, durch Erwartungen anderer Menschen, durch Perfektionismus, durch Urteilen, durch Lieblosigkeit mir selbst und anderen gegenüber.
Durch strenge Blicke auf mich.

Das war ein hartes und anstrengendes Spiel, aber absolut notwendig und überlebenswichtig.

In meiner Spiegelei an diesem frühen Morgen voller Sorge am Wendepunkt (Höhepunkt oder Tiefpunkt, je nach Perspektive) einer Depression lernte ich einige winzige Facetten des wahren Wesens meiner  Person kennen, die den göttlichen Funken in sich trägt.
Meine Wirklichkeit und die himmlische Wahrheit über mich kamen zurück in ihre Einheit. Die Bereitschaft ernsthafte Entscheidungen zugunsten neuer Leichtigkeit und gesunden Gewohnheiten zu treffen brachten mir eine nie erhoffte Freiheit. Ich erlebte die Schönheit der Weisheit als enormen Reichtum um dann Heimat in mir zu finden – was für eine Glückseligkeit.

Spieglein, Spieglein …

Wen oder was siehst DU, wenn Du ehrlich in den Spiegel schaust?

Was möchtest Du reflektieren?

Ich habe mich damals ein für alle Mal entschieden, was ich zurückspiegeln möchte.
Damals habe ich mich dazu entschlossen, dass Liebe und Dankbarkeit mein Spiegelbild sein sollen. Mein beseelter Wunsch ist es, das jedes Wesen auf diesem Planeten, im Kontakt mit mir, mit dieser unglaublichen Liebe und Gnade in Berührung kommt.

Wie sich im Wasser das Angesicht spiegelt,
so spiegelt sich das Herz des Menschen im Menschen“
Bie Bibel, Sprüche 27, 19

Das war eine weitere lebensverlängernde Entscheidung.

Zum Wohle aller, am meisten aber zu meiner Heilung beitragend.

Heute

Das ist viele Jahre her. Einiges ist seitdem geschehen. Ich befinde mich auf dem Weg meiner Heilung, genau wie Du.
Anfangs fällt es echt schwer, die Wahrheit zu akzeptieren, dass ich mich getäuscht habe mit meinem verzerrten Bild über mich.
Weil ich nur sehen konnte, was ich sehen wollte. So war ich geprägt und erzogen worden, vorrangig auf die Fehler, die Macken und die vermeintlichen Schwächen zu achten. Fehler zu finden war mein größtes Hobby, natürlich vorrangig an mir, an meiner Art zu sein, an meinem Körper und meiner sensiblen Emotionalität.
Aus dem einfachen Grund, weil ich mich nach dem beurteilte, was ich in der Vergangenheit über mich gehört hatte, wie ich behandelt wurde, was ich dabei fühlte.
Die Vergangenheit ist jedoch vorbei, ich muss nicht mehr das reflektieren oder ausstrahlen, was gar nicht meinem Wesen entspricht. Nicht um die Erwartungen anderer zu erfüllen und schon gar nicht, um mich mich Selbstvorwürfen und Verdammnis zu quälen.
Das ist Körperverletzung und strafbar. 

Heute, nach etlichen Runden im Labyrinth, mit vielen Beulen, verzweifelten Selbtoptimierungsversuchen, Diäten, Verhaltenstraining, Verzicht und Selbstverleugnungsaktionen kann ich ehrlich sagen:
„Es hat sich gelohnt.“

Ich bin immer noch kein Fan von Spiegeln.
Es gibt sie und sie machen Sinn.

Aber: ich werde langsam ein echter Fan von mir, und von Dir natürlich auch.

Die Essenz aus diesem Spiegeltrainig ist eigentlich ganz simpel:

Frieden im Herzen als Quelle allen Handelns,
Ruhe im Körper als Zeichen von Gesundheit und
Liebe im Geist als Gesinnung und Haltung.

Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich mich, ich sehe Gerda, empfehle meinem Mund milde zu lächeln, meiner Brust, sich zu heben, mich aufzurichten und bin einfach nur dankbar. 

Ich wünsche Dir aus tiefstem Herzen, viele erkenntnisreiche Momente mit Deiner Spiegelei.

Wo brauchst Du einen neuen, echten Blick auf Dich? Hier vielleicht?

HeiLUNG, HeiTERKEIT, ZeiT, VERARBeiTUNG, BEWUSSTSeiN …

All das könnten Deine Spiegelei-Angebote sein, oder ganz andere. 

Sollte Dich eines dieser Spiegeleien besonders angesprochen haben, lass uns darüber in Kontakt kommen.

Ich weiß nicht, was Du siehst. Ich sehe ein lebendiges Wunder auf zwei Beinen.

Lass es Dir gut gehen und lass Dich mehr sehen.

Deine Gerda

PS: Das erste Patent für ein Spiegellabyrinth soll ein Mann aus Berlin im Jahre 1888 angemeldet haben, nach einer Idee von Leonardo da Vinci. Und wer weiß, am Ende hat der gute alte Leonardo in den Erfindungspausen das eine oder andere  Spiegelei verspeist !

Für unser nächstes Wortspiel brauchst Du deinen Verstand.

2 Antworten auf „Entdecke Dich bei einer Spiegelei und staune!“

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