Der Tanz der Akzepten, oder: Darf ich bitten?

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass im Wort Akzeptanz das unglaubliche Wörtchen Tanz steckt?

Im Leben gibt es immer wieder Situationen, in denen wir aufgefordert werden diesen Tanz der Akzepten, zu tanzen. Folgende Tanzschritte dürfen spielerisch erlernt werden:

Annahme der Situation, der Lage, wie sie ist.
Kontrolle über den Ausgang abgeben.
Zuversicht, dass am Ende alles gut wird.
Entscheidung treffen : Es ist wie es ist.
Plan B und C zur Seite legen.
Traurigkeit zu lassen.
Aufgabe von Träumerein und Wunschdenken.
Niederlegen von eigenen Anstrengungen.
Zukunft: hier bin ich!

Ich weiss nicht, um welchen Tanz das Leben Dich gerade bittet,
ob es ein Blues ist, bei dem du Nähe annehmen darfst ohne Angst oder ein Jive, bei dem Du neu vertrauen darfst, dass jemand Dich auffängt, ein Quickstep, bei dem Du dich führen lassen darfst, sonst gibt es Knoten in den Beinen. Vielleicht wirst du auch zu einem langsamen Walzer aufgefordert, bei dem du lernst Haltung zu zeigen, Dich aufzurichten, anders beim Wiener Walzer, bei dem Du ohne echten Fokus schwindelig wirst, weil das Leben sich so schnell dreht.
Wie heisst Dein Lebenstanz gerade?
Jeder Tanz hat seinen Schwerpunkt, jeder ist anders.
Deinen Tanz mit meinem Tanz zu vergleichen ist faktisch nicht möglich, da jeder Akzeptanz so individuell und einzigartig ist wie – DU und ICH!
Bleib in deinem Rhythmus, in deinem Takt, in deiner Geschwindigkeit und in deinem Look, den dein Tanz erfordert. Und ich – bleibe bei meinem. Gut so?

Also, zurück zu unserm Tanz:
In dem Moment, wenn das Tanzpaar die Tanzfläche betritt, der erste Ton der Musik erklingt – tanzen sie . Die Musik trägt sie.
Vergessen sind die Prellungen der Übungsstunden, der Angstschweiß und die gefühlten 1000 Wiederholungen der Figuren. Die Blasen an den Füssen und die Verzweiflung in manchem Training, weil man es nicht zu schaffen glaubt.
Das Zählen der Takte, das Abpassen der Einsätze, Haltung, Füße, Schultern, Kopf, Gesichtsausdruck – alles tausende Male trainiert und geprobt bis – bis dieser Tag kommt, diese Sekunde, in der der erste Ton der Musik erklingt. Selbst die anderen Tanzpaare und das Publikum sind wie in einem Nebel, unwichtig, zweitrangig. Es tanzt einfach. Es fliesst, sozusagen.
Du denkst jetzt sicher, dass Du nicht tanzen kannst, es nicht schaffst, so über das Parkett zu schweben.

Doch:
Sei getrost, wenn das Leben Dich das nächste mal auf die Tanzfläche der Entscheidungen bittet darfst Du:
“ Ja, sehr gerne“ sagen, denn Du und ich sind vorbereitet, wir kennen diesen ersten Ton der Musik, unser Leben hat uns perfekt vorbereitet zu erkennen, wenn es Zeit ist, die Lage zu akzeptieren. Völlige Hingabe, loslassen, wirklich loslassen um dann die Lösung des Knotens, die neue Vertrauensebene, die Aufrichtung, den festen Fokus zu erleben.

Und mit der Zeit und der Anzahl der Tänze, schwindet die Angst vor dem Akzeptanz. Respekt: Ja – Angst: Nein!
Es wird leichter und je mehr positive Erfahrungen wir mit dem radikalen Akzeptieren unserer Lebensumstände machen, desto schneller und gründlicher sind wir offen für die Lösungen, die Hilfen und die Stärken, die in diesem Wortspiel stecken.

Friedrich Wilhelm Nietzsche
werden ja eine Reihe von Tanz -Zitaten zugesprochen:

Zu meinen liebsten gehören:

Nur im Tanze weiss ich der höchsten Dinge Gleichnis zu reden

Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde

Frei ist, wer in Ketten tanzen kann

Man muss das Leben tanzen

In diesem Sinne: Wer hat Lust auf ein Tänzchen bekommen?

Ich wünsche jedem von uns eine wunderbare
Akzeptanz-Erfahrung .
Deine Gerda

Eine Antwort auf „Der Tanz der Akzepten, oder: Darf ich bitten?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.