Der 7.Dezember „Die Qual der Wahl“

Der 7. Dezember


Du liebe Seele,
ich hoffe, Du hast den Nikolaustag gestern geniessen können,
trotz Sturm und Regen?
Heute möchte ich mit Dir eine weitere Charaktereigenschaft hochsensibler Menschen betrachten, die es in sich hat.
Gerade zur Weihnachtszeit, in der so viele Entscheidungen zu fällen sind (eigentlich fällt man ja Bäume, oder?).

Heute geht es um:

Die Qual, das richtige Geschenk zu wählen.

Was wünscht Du Dir zu Weihnachten? 

Laut der neusten Datenerhebung von www.de.statista.com werden in diesem Jahr folgende Geschenke unter unter deutschen Tannenbäumen ihre Besitzer wechseln:
Gutscheine, Geld, Lebensmittel, Süßwaren, Bücher oder e-Books, Spielwaren, Kleidung, Events/ Veranstaltungen, Kosmetika, Schmuck, CDs/DVDs, Einrichtungsgegenstände, Unterhaltungselekronik, Sportartikel, Gesundheitsprodukte, Sonstiges, Computer, Smartphone/
Tablet/Wearabels, Reisen, digitale Währungen (Bitcoins, etc.).

Weihnachten ist ja nicht nur das Fest der Liebe. Es ist auch die Zeit der Geschenke. Für die Liebsten, für die, die mir in diesem Jahr Gutes getan haben, auch für die, denen es nicht so gut geht, bietet die Adventszeit eine Fülle von Gelegenheiten zu schenken und wenn es gut läuft, auch des sich beschenken lassens.

Als hochsensibles Wesen hast Du sicherlich das ganze Jahr achtsam auf Signale Deiner Liebsten geachtet und für Dich ist die Sache mit dem Beschenken kein Problem.
In den letzten Jahren hat sich meiner Beobachtung nach auch anderer Trend gefestigt: Wir schenken uns nichts, wir haben alles!
Eine andere Idee, die wir als Familie ein einziges Mal praktiziert haben, war, dass jeder nur ein einziges Päckchen bekommt. Vorher wird der Name des zu Beschenkenden per Los ermittelt.
Das war kein schönes Weihnachten. Überhaupt kein schönes Weihnachten. Nie wieder!

Wie ist es bei Dir? Liegen bei Dir am Heiligen Abend Geschenke auf dem Gabentisch und worüber würdest Du Dich am meisten freuen?
Wo kommt diese Idee mit den Geschenken eigentlich her?

Das Kind in der Krippe 

Da ich davon ausgehe, das Weihnachten der Geburtstag von Jesus Christus ist, schauen wir uns doch mal genauer an, was er geschenkt bekam, vielleicht kommen wie der ganzen Gabensache dann eher auf die Spur!

Wir befinden uns also im Stall von Betlehem:
Jesus wird im Arm von Maria gewiegt, vor ihnen steht die Futterkrippe, langsam weicht die Erschöpfung der langen Reise und die Strapazen der Geburt lassen etwas nach. Josef ist besorgt, wie es weitergehen soll, als plötzlich eine Meute Hirten vorm Stall stehen, die von Engeln und einem hellen Licht sprechen, von einem König und Heiland in Windeln gewickelt. Nun, vielleicht haben sie etwas Schafsmilch, ein Lammfell und etwas zu essen für das Geburtstagskind dabei.
Die nächsten Gäste sind vornehme gebildete Sterndeuter aus dem weit entfernten Morgenland, die irgendetwas von einem neuen Stern und einem Befreier daherreden. Sie haben auch Geschenke dabei.
Gold, Weihrauch und Myhre.

Gold, Weihrauch und Myhre

Für ein Neugeborenes? Überhaupt, wann hast Du das letze Mal eines dieser merkwürdigen Gaben bekommen oder verschenkt? Dazu sollte man wissen, was diese Kostbarkeiten für einen Wert haben, denn dabei kommt es bei Geschenken massgeblich an. Welchen individuellen Wert hat ein Geschenk? Ich meine damit nicht unbedingt, was es kostet, Du verstehst mich.
Entgegen einigen Meinungen glaube ich nicht, daß Jesus arm war, denn wenn diese weisen Männer mit ihrer Karawane so lange unterwegs waren um ihrem neuen König zu huldigen, haben es die Mitbringsel in sich, doch mache Dir selber ein Bild davon:

GOLD
Wer in diesen Zeiten in die Nähe eines Königs kommen wollte, sollte unbedingt ein passendes wertvolles und stilgerechtes Geschenk dabei haben. Gold passt zu einem König und dieses Gold brauchte die kleine Familie auch dringend für ihre bevorstehende Flucht nach Ägypten.
Gold ist ein königliches Metall, wertvoll und majestätisch.
Der kleine Jesus bekam also schon bei der Geburt hier auf der Erde eine ordentliche Grundlage an Sicherheit und Vermögen.
Ich denke mir, Vater Josef war ganz schön überfordert, wieder einmal.
Kategorie: „Fürchte Dich nicht!“

WEIHRAUCH
Im alten Testament lesen wir vermehrt, das Weihrauch von Priestern
im Tempel benutzt wurde, um ein Opfer aufsteigen zu lassen.
Dieses Symbol brachten die klugen Männer mit als Zeichen, dass Jesus zur Welt gekommen ist um diese Opfer im Tempel zu beenden, weil er selber zum Opfer wird.
Es sollte also am Tag seiner Geburt schon symbolisch festgehalten werden, dass ER eines Tages die Schuld der ganzen Welt auf sich nehmen würde. Ein Opfer für immer und für alle.
Ein Baby bekommt Weihrauch geschenkt.


Es kommt aber noch besser:

MYHRRE
Dieses Kraut wurde im Orient zur Einbalsamierung von Toten verwendet. Na super, gerade auf der Welt, und schon laufen die Beerdigungsvorbereitungen. Ich habe vor langer Zeit mal gelesen, daß es in einigen Traditionen so Sitte ist, ein kleines Leinensäckchen mit Myhrre um den Hals zu tragen, damit man jeden Tag durch den Duft daran erinnert wird, daß unser Leben endlich ist.
Säugling Jesus, liegt mittlerweile in seinem Bettchen, dem Futtertrog und hat Geschenke zur Geburt bekommen.
Myhrre als Todessymbol!

Der kleine Kerl hat wahrscheinlich nicht viel von der Show mitgekriegt, ausser der Angst seines Papas und dem Staunen seiner Mama. Vielleicht noch den warmen Atem der Esel oder das Blöken der Kamele.

Was wünscht Du Dir zu Weihnachten?  

Du liebe Seele, ich weiß nicht was Du Dir nach dieser Lektüre
dieses Jahr zu Weihnachten wünscht, oder welches Geschenk Du jemandem machen wirst.
Eins weiß ich jedoch, die Geschenke des ersten Weihnachtsfestes haben sich bis heute doch sehr verändert.
Gold kann Versorgung bedeuten, Weihrauch dafür stehen, daß wir manchmal Opfer bringen müssen, und Myhrre?
So wie ich das sehe, haben wir nur diesen eine Leben zu dieser Zeit auf dieser Welt, daß wir bewußt erleben können.
Das sollten wir geniessen und leben.

Was die Qual der Wahl betrifft, so glaube ich, daß wir immer wieder an Entscheidungspunkte geführt werden, nicht nur was die Geschenkefindung an Weihnachten betrifft.
Viele hochsensible Wesen haben Angst sich zu entscheiden, um nichts falsch zu machen oder sie warten, angesichts des Riesenangebotes bis etwas besseres kommt. Das kostet Energie.

Nur soviel,
Dein Leben ist das wertvollste Geschenk an Dich.
Deine Entscheidungen werden Deinen Weg prägen.
Manchmal bekommen wir Geschenke,
die uns auf den ersten und
zweiten Blick nichts sagen,
wie bei Jesus.
Einiges entfaltet sich erst Stück für Stück.

Von Herzen
wünsche ich Dir Freude und
Genuss beim Schenken
und beim Beschenktwerden.

In Liebe

❣️Deine Gerda❣️

 

PS:
Was wünschen sich eigentlich Hochsensible Menschen ausser ihrer Ruhe und Weltfrieden? Wir haben überhaupt keine Qual bei der Wahl, oder? Bei uns ist es eher die Qual des Nichtwissens, was wir uns wünschen sollen.
Parfüm riecht zu stark, der Schal kratzt, die Pralinen sind nicht verträglich und das Buch hat man schon. Gar nicht einfach das Richtige für uns Sensibelchen zu finden, also: wenn Du auch Geschenke-Tips hast, immer her damit!
Über folgende Geschenke freue ich mich immer und da ich ziemlich hochsensibel bin, könnten sich auch Feinsinnige Wesen in Deiner Nähe über diese Dinge freuen:
* Eine schöne Kladde, da ich immer irgendwelche Gedanken im Kopf habe, manchmal viel zu viele, liebe ich wertvolle dicke Kladden in allen Größen.
* Eine schwere hochwertige Kuscheldecke, in jedem Zimmer (ausser in der Küche und im Bad) werden in unserem Haus Kuscheldecken zum Einmummeln bereit gelegt. Je größer und schwerer, desto heimeliger. Davon kann man nie genug haben.
Da gibt es wunderschöne Modelle, aus Biobaumwolle, mein Traum wäre allerdings eine 10Kg schwere Gravity Gewichtsdecke irgendwann einmal.
* Ein Gutschein für Floralys oder Bücher, da die meisten hochsensiblen Menschen Blumen über alles lieben und sehr gerne lesen.
* Kopfhörer mit Noise-cancelling.
* Je nach Hobby freuen sich feine Seelen auch über gute hochwertige Utensilien, die zum Zeitvertreib passen.
* Eine Wohlfühlmassage oder eine Entspannungsanwendung.
* Das Los einer Lotterie, die Gutes für Menschen mit Behinderung tut.
* … die meisten Menschen mit HSP, die ich kennengelernt habe, sind Ästheten und haben einen großen Sinn für Schönheit, manche freuen sich auch über einen Gutschein für eine Kunstausstellung oder eine Einladung zum Konzert, das sollte aber vorher klar und deutlich kommuniziert werden.
* Geschenke, die anderen helfen sind auch immer ein gutes willkommenes Weihnachtspräsent. Ich stricke z.B. seit einigen Jahren immer im November einen Schal für´s Leben, der dann am 10.12. getragen wird zum Zeichen für Frieden und zu Gunsten syrischer Flüchtlingskinder. Leider wird mir das dieses Jahr nicht gelingen, aber die Wolle liegt hier bereit. Vielleicht bekommst Du noch etwas von der Entstehung mit. Wer weiß?
* Gold geht im äußersten Notfall auch (kleiner Scherz)

Jetzt bist Du aber dran, ich bin gespannt auf Deine ultimativen
Geschenketipps von und für Hochsensible.

Bis morgen!

❣️Ein freundliches Wort kostet nichts
und ist dennoch das Schönste aller Geschenke ❣️
Daphne Maurier 

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