Der 10.Dezember „Der alte Simon“

Der 10. Dezember 


Du liebe Seele,

Da ich davon ausgehe, daß Du die Weihnachtskekse und die Fragen von gestern einigermaßen gut verdaut hast, kommen wir zum einzigen Tag, an dem wir etwas ändern können.
Heute!

Ich nehme Dich heute mit an ein Krankenbett. In der Weihnachtszeit
im Bett zu liegen oder schwach zu sein, soll vorkommen.

Welche Rolle ein Lastwagen und Jesus im heutigen blog spielen?


Eine Geschichte vom alten Simon

 

Ein Pfarrer in England sagte eines Abends zum Küster seiner Kirche:

„Haben Sie den alten ärmlichen Mann gesehen,
der jeden Mittag in die Kirche kommt und
gleich darauf wieder hinausgeht?
Ich beobachte ihn von meinem Fenster aus
und bin etwas beunruhigt.
Schließlich gibt es in der Kirche ja auch Wertgegenstände.
Versuchen Sie doch mal, ihn zu fragen!“

Schon am nächsten Tag sprach er ihn an:
„Sagen Sie mal, was veranlasst Sie eigentlich,
so in die Kirche zu kommen?“ –
„Ich komme, um zu beten“, erwiderte der Alte ganz ruhig. 
„Aber hören Sie! Dafür bleiben Sie doch nicht lange genug.
Sie gehen doch immer nur bis zum Altar und kehren sofort wieder um. Was bedeutet das?“  „Das stimmt“, erwiderte der Alte.
„Aber ich kann kein langes Gebet halten.
Deshalb komme ich jeden Mittag und sage einfach:
Hallo Jesus, hier ist Simon!’
Das ist ein kleines Gebet,  aber ich fühle, dass Er mich hört.“

Kurz darauf wurde der alte Simon von einem Lastwagen
angefahren und kam ins Krankenhaus.

„Sie machen immer einen glücklichen Eindruck, trotz Ihrer Schmerzen“, sagte eines Tages eine Krankenschwester zu ihm.
„Wie könnte das auch anders sein? Ich habe doch jeden Tag Besuch!“ „Besuch?“, erwiderte sie erstaunt.
„Ich sehe aber kaum jemand bei Ihnen. Wann kommt denn ihr Besuch?“
„Jeden Mittag steht Er dort am Fuß meines Bettes und sagt zu mir: `Hallo Simon, hier ist Jesus!’“

Zeit ist relativ

Diese Geschichte kam vor Jahren zu mir und hat mein Christenleben nachhaltig entkrampft und entspannt. Als ob Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, nicht wüßte wie es uns geht und wir ihm immer wieder alles rund um unsere Schwierigkeiten erzählen müssten.
Als ob er Alzheimer hätte. Jeden Tag und immer wieder.
Ohne Witz, ich habe Jahrzehnte damit verbracht, Listen hoch und runter zu beten. Das hatte seinen Platz und seine Berechtigung.
Leider hatte ich immer Angst, jemanden zu vergessen, es war mehr eine Pflicht und eine enorme Verantwortung auf meinen Schultern.

Bis, ja bis dieser alte Simon mir über den Lebensweg lief.

“ Hallo Jesus, hier bin ich, Du siehst das Chaos, bitte hilf mir!“
war von da an mein kurzes, knappes, jedoch nicht weniger herzliches und tägliches Gebet.
Dann geschah etwas Merkwürdiges. Ich war mir Seiner Geistesgegenwart auf einmal so bewusst, daß ich mich sicher und geborgen fühlte, weil ich einfach wußte, das ER immer für mich da ist.
Das ist ein kleines Gebet.

„Hallo Jesus, hier ist Gerda!“

Es gab immer wieder lange Zeiten in meinem Leben, die ich in totaler Schwäche auf unserem Sofa verbringen durfte.
Bei allem, was wirklich schwer und kaum zu ertragen war,
nicht nur für mich, auch für meine Familie
war und ist eines immer geblieben.
Die Gewissheit, das ER da ist und mir ins Herz flüstert:

„Hallo Gerda, hier ist Jesus!“

Und das,
Du liebe und wundervolle Seele,
trägt uns durch Zeit und Ewigkeit.
Nicht mehr und nicht weniger.
In diesem Sinne.
Habe einen
schönen
Dienstag.

In großer Dankbarkeit und Liebe

❣️Deine Gerda❣️

PS:
Für alle die unter uns, die gerade selber krank oder schwach sind
oder jemanden durch diese schwere Zeit begleiten.
Aus tiefsten Herzen und weil bald Weihnachten ist:
“Ein kleines „HALLO“ gen Himmel reicht völlig aus.“

Bis morgen!

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind,
und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.
(Psalm 34,19)

Eine Antwort auf „Der 10.Dezember „Der alte Simon““

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.