Der 1.Dezember – Die drei Bäume

Die

Der 1.Dezember

Liebe Seele,
heute am ersten Dezember möchte ich Dir  die Parabel der „Drei Bäume“ erzählen. Sie handelt von großen Träumen, von der Zukunft,
aber auch von Enttäuschung und Geduldsproben an das Leben.
Doch lies erstmal:

 

Die drei Bäume

Es waren einmal drei Bäume auf einem Hügel in einem Wald.
Sie sprachen über ihre Hoffnungen und Träume,
als der erste Baum sagte:

„Eines Tages werde ich hoffentlich eine Schatztruhe sein.
Ich wäre gefüllt mit Gold, Silber und Edelsteinen.
Ich wäre mit aufwendigen Schnitzereien verziert
und jedermann würde diese Schönheit bewundern.“

Dann sprach der zweite Baum:

„Eines Tages werde ich ein mächtiges Schiff sein.
Ich werde Könige und Königinnen über die Meere tragen
und an die Ränder der Welt segeln. Jeder wird sich
durch die Stärke meines Rumpfes in mir sicher fühlen.“

Schließlich sagte der dritte Baum:

„Ich möchte zum größten und stärksten Baum im Wald heranwachsen. Die Menschen würden mich auf der Spitze
des Hügels sehen, zu meinen Ästen hinaufschauen und an den Himmel denken, an Gott und wie nah ich an ihn heranreiche.
Ich wäre der größte Baum aller Zeiten und die Menschen würden sich immer an mich erinnern.“

Nach Jahren des Hoffens, daß ihre Träume wahr würden,
kam eine Gruppe Holzfäller zu den Bäumen.
Als einer zum ersten Baum kam, sagte er:

„Das sieht wie ein kräftiger Baum aus, ich denke,
daß ich ihn an einen Schreiner verkaufen kann.“
Und er begann, den Baum zu fällen.

Der Baum war glücklich, denn er wußte,
daß der Schreiner aus ihm eine Schatztruhe machen würde.

Am zweiten Baum sprach einer der Holzfäller:

„Dies sieht wie ein starker Baum aus,
ich sollte ihn an eine Werft verkaufen können.“

Der zweite Baum war glücklich, denn er wußte,
daß er auf dem Weg war, ein mächtiges Schiff zu werden.

Als die Holzfäller zu dem dritten Baum kamen, wurde ihm bang,
denn er wußte, daß seine Träume niemals
wahr würden, wenn sie ihn fällten.
Einer der Holzfäller sagte:

„Ich brauche nichts Bestimmtes von meinem Baum,
also nehme ich diesen.“
Dann fällte er ihn.

 

Als der erste Baum in der Schreinerei ankam, wurde er zu einer Futterkrippe für Tiere verarbeitet.
Danach stellte man ihn in einen Stall und füllte ihn mit Heu.
Das war nicht das, wofür er gebetet hatte.

Der zweite Baum wurde zersägt und in ein kleines Fischerboot verarbeitet. Seine Träume, ein mächtiges Schiff zu sein
und Könige zu tragen, fanden ein Ende.

Der dritte Baum wurde in lange Stücke geschnitten
und allein in der Dunkelheit liegen gelassen.

Die Jahre vergingen abermals
und die Bäume vergaßen ihre Träume.

Dann eines Tages kamen ein Mann und eine Frau zu dem Stall.
Sie gebar einen Sohn und sie legten das Kind in das Heu
in der Futterkrippe,  die aus dem ersten Baum gemacht war.

Der Mann wünschte, daß er dem Kind ein Bett hätte bauen können, doch diese Krippe mußte reichen. Der Baum konnte die Wichtigkeit dieses Ereignisses spüren und wußte,
daß er den größten Schatz aller Zeiten hielt.

Jahre später wiederum stieg eine Gruppe Männer
in das Fischerboot,
das aus dem zweiten Baum gemacht war.
Einer von ihnen war müde und legte sich schlafen.

Während sie auf dem Wasser waren, kam ein großer Sturm auf
und der Baum glaubte nicht, daß er stark genug sei,
die Männer zu schützen.

Die Männer weckten den schlafenden Mann und
er erhob sich und rief „Frieden“ und der Sturm erstarb.
Zu diesem Zeitpunkt wußte der Baum,
daß er den König aller Könige in seinem Boot getragen hatte.

Schließlich kamen einige Männer und holten den dritten Baum.
Er wurde durch die Straßen getragen und die Menschen verspotteten den Mann, der ihn trug.
Nachdem sie zum Stehen gekommen waren,
wurde der Mann an den Baum genagelt
und in die Luft aufgerichtet, um auf der Hügelspitze zu sterben.

Als der Sonntag kam, erkannte der Baum,
daß er stark genug war, auf der Hügelspitze zu stehen und
Gott so nah wie möglich zu sein.

 

 

 

Na, super !  

Wir beginnen unsere gemeinsame Adventsreise also mit einem Knall.
Drei Bäume mit Träumen, die baumgerecht und richtig cool sind.
Drei Träume, die sich Zeit lassen mit ihrer Erfüllung und am Ende auch noch komplett anders aussehen, wie gewünscht, erdacht und erhofft.

So ist das manchmal und auch öfter im Leben mit den Träumen.
Ich weiß, nicht was Deine Träume sind und mal waren.
Wenn ich mir die Erfüllung der drei Zukunftswünsche dieser Baumträumer anschaue, fängt es in meinem Herzen jedoch an zu strahlen.

Warum?

Weil ich mir sicher bin, daß unsere Träume einen Sinn haben, und das Zeit zum Wachsen genauso nötig und wichtig ist, wie die Inkaufnahme von Umwegen, Verzweiflung, und Dranbleiben.
Die Schatztruhe war eine Krippe. Das prächtige Schiff ein Fischerboot und der Wunsch Gott nahe zu sein, das Kreuz.


Heute

Heute am 1.Dezember des Jahres 2019 ermutige ich Dich aus tiefstem adventlichen Herzen, Deine Träume in die Hand dessen zu legen, der Himmel und Erde gemacht hat, der treu ist und der nicht an unsere Zeit gebunden zu sein scheint.
Und auch, wenn Du schon lange wartest, bitte verzage nicht, denn manchmal sieht die Erfüllung von aussen anders aus als vielleicht erwartet, dafür aber in den allermeisten Fällen viel viel schöner und mächtiger.

Ob Dein Leben ein Futterort für andere Menschen ist oder Du täglich hinaus ruderst um Deine Familie zu versorgen, oder, und das kenne ich ich aus meinem Leben zur Genüge,  oder ob Du in Scheiben zerschnitten im Dunkeln irgendwo lagerst und Deine Träume längst vergessen hast.

Der Himmel sieht Dich, Dich und Deine Träume.

Alle vergeblichen Versuche, sie selber in Erfüllung zu bringen sind
aus meiner leidvollen Erfahrung zum Scheitern verurteilt.
Entweder ist die Zeit noch nicht reif für Deinen Traum, oder:
und das ist die häufigere Variante, Du bist es (noch) nicht !
Das ist purer Lebensschutz, denn jemand, der viel zu früh erfolgreich oder selbstgepusht an seinem Traumort landet, hat große Chancen von der Umwelt oder seiner eigenen unreifen Seele zerstört zu werden.
Das kann nicht unser Ziel sein. Meine Seele sehnt sich nach reifen gutgelagerten Träumern , die in der Stille Menschen gefüttert haben und auf der Rauchen See des Lebens ihre kleinen Fische für die Familie nach Hause gebracht haben. Nach Träumer, die in der Dunkelheit gelagert und gereift sind. Denen, die ihren Erfolg genießen können, aber nicht abhängig vom Beifall oder Anerkennung sind.
In diesem Sinne.

Ihr lieben Träumer,
ich wünsche Euch
von Herzen
einen wundervollen ersten Advent,
verbunden mit dem innigen Wunsch,
daß unsere Lebensträume sich erfüllen mögen,
dann, wenn wir und die Welt da draussen
reif und weise genug dafür ist.

In Liebe und Dankbarkeit,
daß mein Traum sich gerade in diesem Jahr auf eine himmlische
und wundervolle Weise in Anwesenheit meiner fünf Sinne
vor mir entfaltet, und das auf eine Art und Weise,
die über meine Vorstellungskraft weit hinaus geht,
und davon habe ich wirklich eine Menge.

Eure Gerda

PS:
Die eindeutige Quelle dieser Geschichte ist nicht sicher zu bestimmen, sie kommt wohl aus dem Englischen.

Bis morgen!

Ihr seid natürlich eingeladen, mit mir durch diese spannende Zeit bis Weihnachten zu gehen. Ich freue mich wirklich über jede Rückmeldung von Euch, ihr lieben wunderbaren Menschen.

❣️Das größte ABER ist die Liebe ! ❣️

4 Antworten auf „Der 1.Dezember – Die drei Bäume“

  1. Ja sehr wahr-liebste Gerda- das WIR so oft noch nicht reif sind für unsere Wünsche,Ziele und Seelenaufträge- Geduld -ist auch nicht so wirklich meine Stärke- oh jeh- aber alles zu SEINER ZEIT daran GLAUBE ICH FEST ❤️.
    Danke dir

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