Das sensible Wesen einer Empathin – Woche sieben❣️

Hallo, sei herzlich gegrüßt aus der Mitte meines Herzens❣️

Ist es nicht wundervoll, dass wir nun schon sieben Wochen zusammen unterwegs sind? So langsam findet alles seinen Platz und eigentlich läuft alles.
Das kleine Wörtchen eigentlich, man könnte auch schreiben:
quasi, gewissermassen, im Prinzip, weitestgehend, praktisch oder
an sich läuft alles …

Wiese

Es läuft alles, bis auf die Tatsache, dass hier auf diesen Seiten ein emphatischer Mensch schreibt und fühlt.
Eigentlich logisch, das ist ja zu erwarten bei dem Blogtitel.

 

Teich

 

Heute am 7. Freitag meines Bloggerinnendaseins möchte ich versuchen, Dir zu beschreiben, was das für mich und meine Lieben tagtäglich bedeutet. Womit wir konfrontiert werden und welche Strategien uns bis hier her gebracht haben. Mit ein paar Beulen, aber wir sind noch da. Informationen über den Charakter Deines Partners können da sehr helfen. Auch über die scheinbare Schwäche der Hochsensibilität oder wie in meinem Fall, der Gnade mit einem hohem Mass an Empathie und Mitgefühl diese Erde besuchen zu dürfen.

DU hast viele Möglichkeiten, Dich zu informieren über Themen, wie Hochsensibilität, Feinsinnigkeit, Sympathie und Empathie. Informationen sind heute zu Tausenden frei zugänglich. Allerdings haben pure Informationen ansich so lange keinen Wert, bis sie lebendig und alltagstauglich werden.
Mein Herzensanliegen für diese Blogreise  ist genau das.  Ich möchte keine Informationen weitergeben, sondern gefühlte Erlebnisse.

Das Leben empathischer Menschen ist anders, als das der meisten.
Der grundlegende Unterschied liegt in der Emotionsregulierung.

Über diese Emotionsregulierung möchte ich mit Dir sieben Einsichten teilen, die mir wichtig geworden sind, für ein Leben in Balance. Das heißt nicht, dass ich nicht auch manchmal von Gefühlen überwältigt werde, das werde ich – ständig.

Sieben Einsichten aus dem Blickwinkel einer Empathin

  1.  Als empathischer Mensch fühle ich mit. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen kann ich Trauer, Wut, Schmerz, Neid oder Unsicherheit fühlen. Ich spüre die ganze Zeit die Gefühle anderer Menschen. Es ist oft passiert, dass ich diese Empfindungen tiefer und stärker spüre als mein Gegenüber.
    EINSICHT I: Empathen fühlen mit anderen mit!
  2. Als empahischer Mensch möchte ich instinktiv und unbewusst den Menschen helfen. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen würde ich am liebsten allen helfen, damit sie wieder glücklich sind.
    EINSICHT II: Empathen helfen gerne!
  3. Als empathischer Mensch sind meine Grenzen flexibel. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen kann es passieren, dass mich Gefühle nahezu überrennen, wenn ich nicht gut vorbereitet und mir über die Weite meiner Grenzen bewusst bin.
    EINSICHT III: Empathen haben flexible Grenzen!
  4. Als emphatischer Mensch neige ich stark dazu, Verantwortung zu übernehmen. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen möchte ich wirklich, dass es allen gut geht, alle sicher und glücklich sind.
    EINSICHT IV: Empathen übernehmen  Verantwortung!
  5. Als empathischer Mensch habe ich Zugriff auf ein inneres Wissen und oft gute Ideen, wie Situationen sich entspannen oder verbessern könnten. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen kann ich einiges tun, damit die Atmosphäre sich entspannt oder auflockert.
    EINSICHT V: Empathen können ausgleichend wirken!
  6. Als empathischer Mensch sehe und fühle ich auch brach liegendes Potential, Gaben oder Fähigkeiten, die manche selber gar nicht mehr wissen oder den Zugang verloren haben. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen kann ich sehen, wer seine Gabe vergessen hat oder wer gerade stecken geblieben ist.
    EINSICHT VI: Empathen haben die Gabe, Menschen aufzubauen!

Als empathischer Mensch habe ich die Fähigkeit das Große und Ganze zu sehen. Das heisst, in einem Raum voller unterschiedlicher Menschen kann ich die Vogelperspektive einnehmen und einen Blick aus der Metaebene bekommen. Da, wo andere Chaos und Unruhe empfinden, erkenne ich die Ordnung und manchmal auch den Sinn dieses Erlebens.
EINSICHT VII: Empathen haben einen Blick auf das Ganze!

Bist Du auch ein Empath?  Erstmal durchatmen.

Diese sieben Einsichten sind die ersten, die ich heute mit Dir, lieber Mensch, teilen möchte. Ein Leben auf diesem wundervollen Planeten als Empathin geschenkt bekommen zu haben,  ist Gabe und Aufgabe zugleich.
Bis jemand überhaupt realisiert und akzeptiert, ein emphatischer Mensch zu sein, können wertvolle Lebensjahre vergehen.
Zu verwirrend und zu kräftezehrend ist der ganz normale Alltag ohne Selbsterkenntnis und Selbstannahme. Glaube mir, ich weiß, wovon ich schreibe.

ABER:
in dem Moment der Anerkennung dieses kostbaren Lebens kann ich hilfreiche funktionierende Massnahmen ergreifen, um gesund und glücklich zu bleiben. In meinem Fall sind es folgende:

  1. Ich kann mittlerweile sehr gut unterscheiden, ob anfliegende Gefühle meine oder Deine sind. Ich registriere sie kurz, und versuche weder dagegen zu kämpfen noch, dass sie meiner Seele zu nahe kommen.
    Klingt schwer? Ist es auch. Doch es geht, je bewusster und geistesgewärtiger ich mir bin, desto besser können die Emotionen anderer einfach durch mich durch fliessen.
    Alles andere schwächt mich.
    I. Unterscheidung der Gefühle!
  2. Aus den letzten Jahren kann ich das Wort Helfersyndrom nicht nur buchstabieren, ich hätte mir ein riesiges Tatoo auf die Stirn stechen lassen können. Gerda hilft jedem, auch dem der keine echte Hilfe möchte. Wenn ich heute merke, dass jemand in Not ist, halte ich kurz inne um dann fühlen, ob dieser Mensch überhaupt meine Hilfe möchte.
    Klingt egoistisch? Ist es nicht. Manche Menschen möchten gerne, im Moment, da bleiben wo sie sind. Meine Hilfe würde sogar ihrem Reifeprozess schaden.
    II. Hilfestellung nur nach ausdrücklichem Auftrag!
  3. Eingentlich mag ich keine Grenzen, ich frage mich ständig, wozu wir auf der Welt überhaupt Grenzen brauchen und Mauern und Stacheldraht …
    Nach mehreren heiklen Grenzüberschreitungen meiner und andererseits, ist mir die Bedeutung jedoch klarer denn je.
    Ich ziehe meine persönliche Grenze meistens sehr weit, damit ich meinen Feind schon früh erkennen und mich vorbereiten kann. Das ist jedoch stark Situation und Tagesform abhängig.
    Somit nehme ich mir die Freiheit meine Grenzen flexibel und situationsgerecht zu ziehen.
    III. Grenzen setzen nach Bedarf!
  4. Natürlich möchte ich gerne eine friedliche menschenfreundliche Welt hinterlassen. Ich möchte und darf aber nicht die Verantwortung für Deinen Umgang mit deinen Emotionen übernehmen. Das ist nicht möglich. DU bist selber für die Regulierung deiner Gefühle verantwortlich. Ich habe mit meinen genug zu tun, liebe Seele.
    IV.  Eigenverantwortung zurückgeben!
  5. Wie glücklich das Team, dass einen Empathen an Bord hat. Wenn es erwünscht ist, blühe ich dabei regelrecht auf, Menschen zu unterstützen ihren besten Platz zu finden. In einer Runde kann es buchstäblich der Tausch des Sitzplatzes sein oder ich weiss, wer gerade Ansprache oder einen Trost benötigt. Das übe ich zur Zeit mit mehr oder weniger Erfolg. ABER: ich werde dran bleiben.
    V. Platz im Team finden!
  6. Einer meiner liebsten Gaben ist die Menschen zu ermutigen, aufzubauen und zu erinnern, wie schön, wie klug und wie wunderbar gemacht sie sind. Ich liebe es, Menschen zu zeigen, dass sie geliebte gewollte Geschöpfe sind. In manchen Fällen kann ich auch helfen, eine verschüttete Gabe wieder zu finden. Das macht mir sehr viel Freude.
    Hier bin ich gerade dabei, mein Gebiet zu erweitern, mutiger und selbstbewusster zu werden. Auch durch viele positive Rückmeldungen in letzter Vergangenheit. Auf diese Rückmeldungen bin ich immer noch angewiesen, obwohl mein Verstand schon weiss, dass ich richtig liege, braucht mein Herz immer noch ein menschliches Feedback. Ich denke manchmal, dass wir so gemacht sind. Zusammen und füreinander!
    VI. Selbstsicherheit durch üben im sicheren Terrain!

Die Fähigkeit Beziehungskonstellationen von oben zu sehen, hat sich im letzten Jahr stark herausgebildet. Metaebenen zu betreten, ist eine spannende Geschichte. Aus dieser Sicht kann ein Drama aufgelöst oder ein Sinn gefunden werden. Hier bin ich selber erstaunt, wie sich scheinbar total chaotische Ereignisse als ordentlich geplante Zufälle herauskristallisieren, was auf den ersten Blick als unglaubliches Elend in Erscheinung tritt, bekommt beim Zweiten eine ganz andere Bedeutung. Das ist mir mehrmals passiert und ich bin jedes Mal wieder überwältigt.
VII. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!

 

Ihr lieben Menschen,
ich wünsche Euch ein sonniges erholsames Pfingstwochenende
mit Zeiten, um zurück in Eure Kraft zu kommen,
mit Verständnis und Liebe für die sensiblen Empathen unter uns
und ihren Familien, die es nicht leicht haben.


Eure Gerda

PS: Es lohnt sich, die Pfingstgeschichte zu lesen, sie gibt Mut und Hoffnung für unsere Zukunft!
Gottes Geist in seinen Menschen, was für eine Ehre.

Eine Antwort auf „Das sensible Wesen einer Empathin – Woche sieben❣️“

  1. Liebe Gerda, ich finde mich in vielen Deiner Worte wieder und sie helfen mir sehr weiter meinen Weg zu finden und zu gehen. Vielen Dank dafür und ich wünsche auch Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Pfingstwochenende

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