Das größte ABER

Hallo, ich bin sehr dankbar dafür, dass wir uns an diesem Platz unterhalten können. Es ist vielleicht eine Bank in einem Park, oder eine Picknickdecke am Meer. Es könnte auch sein, dass wir beide auf einer Schaukel sitzen oder in einer Hängematte einfach abhängen. Eventuell trinken wir beide auch einen Tee auf einem gemütlichen Sofa. Der Ort ist zweitrangig, wichtig ist, dass Du und ich uns richtig wohl fühlen und in Sicherheit sind.
Ich sitze auf meinem Sofa, habe einen Laptop und einen Hund auf dem Schoß und nippe ab und zu an einem Chai-Latte-Tee mit Honig .
(muss ich eigentlich die Marke nennen?)

Also von mir aus sind die Vorraussetzungen perfekt, perfekt wofür?
Für ein Treffen von zwei Freunden, die sich zuhören können, die sich respektieren, die offen sind und ein echtes Interesse aneinander haben.
Woran?
An den ABERs in unserem Leben. Denn darum soll es hier gehen, um unsere ABERs. Die großen und die kleinen Hindernisse, Bedenken, die Bremsen, die Befürchtungen, die Einwände, unsere Selbstsabotagen. Denn darin sind wir Menschen, die etwas feingeistiger sind nahezu alle Meister und Experten geworden, ohne Eignungstest oder Bewerbung für eine Ausbildung zum Meistersaboteur unseres Lebens.

ABER: es gibt gute wissenschaftlich hinreichend belegte Gründe zur Hoffnung, dass es wirklich möglich ist, diesen ABERs liebevoll zu begegnen, sie zu umarmen und gehen zu lassen. Klingt unglaublich?
Ist es auch!

Also, hier sind wir, Du und ich, an einem sicheren Ort.
Trinken wir also einen Schluck unseres Lieblingsgetränks (muss ich die Teesorte jetzt nennen oder nicht?) und denken ein wenig nach.

„Denk denk denk“, das sagt Winnie Pu, der Bär mit einer Leidenschaft für Honig, Angst vor langen Wörtern und einer extrem entspannten Ansicht über das Leben.

Honig mag ich auch sehr gerne, allerdings liebe ich lange Wörter und das mit der entspannten Lebensphilosophie, naja, da ist noch jede Menge Luft nach oben.
Allerdings bewundere ich die Art und Weise wie Pu, der Bär, nahezu jedem ABER des Hundert Morgen Waldes eine grandiose oft unerwartete Antwort beschert.
Schau an:

  • Du bist tapferer als Du glaubst, stärker als es scheint und klüger als Du denkst.
  • Wie buchstabiert man LIEBE, Pu? – Man buchstabiert sie nicht… – Man fühlt sie.
  • Die Dinge, die mich anders machen, sind die Dinge, die mich ausmachen.
  • Ein Tag ohne einen Freund ist wie ein Topf, ohne einen einzigen Tropfen Honig darin.
  • Menschen sagen “nichts ist unmöglich“, aber ich mache jeden Tag nichts.

Zeit zum schmunzeln ist unbedingt und absolut erwünscht.
Vielleicht auch noch etwas Honig Tee?

Du wirst sicher die eine oder andere Geschichte von Alan Milne kennen, der sie für seinen Sohn Christopher Robin schrieb.
Man könnte beim Lesen fast auf die Idee kommen, dass alle beschriebene Charaktere in diesen Geschichten irgendeinen kleinen Schaden haben. Wie wir, wie Du und ich. Allerdings gewinnt man aber auch den Eindruck, dass sie insgesamt etwas liebevoller und gnädiger mit sich und ihren ABERs umgehen im Hundert-Morgen-Wald.
Ich meinerseits habe mich an vielen Morgenden im 100-ABER-Wald wieder gefunden.

Wie sieht es bei Dir aus?

Beispiele aus dem 100-ABER-?Wald ...


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