Coaching für einen Papst ? Gönne Dich Dir selbst❣️

Du wundervolle
und sensible Seele.
Ich hoffe, du
und deine Lieben
seid alle wohlauf!

Heute
nehme ich dich mit in die Vergangenheit!
Anscheinend war es schon immer sehr erwachsen und vernünftig,
sich ab und zu die Meinung oder einen guten Rat durch ein professionelles Coaching oder einer guten Beratung einzuholen.

Hochsensibel und empathisch zu sein, heißt für mich, genau diesen Rat zu beherzigen und mir Hilfe und Unterstützung zu holen, wenn,
ja wenn …

Wenn
ich mal wieder eine Woche hinter mir habe, in der meine Hilfe und Unterstützung gebraucht wurde und ich gar nicht bemerkt habe,
wie intensiv diese Tage waren, dann hilft mir wieder einmal dieser
Brief eines Abtes:

Bernhard von Clairvaux (ca. 1090 – 1153 n. Chr.),
Abt des Zisterzienser-Klosters in Clairvaux, schrieb folgende
Zeilen an seinen ehemaligen Schüler und Mönch Papst Eugenius III

„Wo soll ich anfangen?
Am besten bei Deinen zahlreichen Beschäftigungen,
denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit Dir.

Ich fürchte, dass Du, eingekeilt in Deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst
und deshalb Deine Stirn verhärtest;

dass Du Dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entledigst.

Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen,
als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach
an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.

Du fragst an welchen Punkt?

An den Punkt, wo das Herz anfängt, hart zu werden. …

… Wenn Du ganz und gar für alle da sein willst,

nach dem Beispiel dessen, der allen alles geworden ist
(1. Kor 9,22), lobe ich Deine Menschlichkeit –
aber nur, wenn sie voll und echt ist.

Wie kannst Du aber voll und echt sein,
wenn Du Dich selber verloren hast?

Auch Du bist ein Mensch.

Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur
für alle anderen,

sondern auch für Dich selbst
ein aufmerksames Herz haben.

Denn, was würde es Dir nützen, wenn Du –
nach dem Wort des Herrn (Mt 16,26) – alle gewinnen,

aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest?

Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich haben,
dann sei auch Du selbst ein Mensch,
der ein Recht auf sich selbst hat.
Warum solltest einzig Du selbst nicht von Dir alles haben?

Ja, wer mit sich schlecht umgeht, wem kann der gut sein?

Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst.

Ich sage nicht: Tu das immer,
ich sage nicht: Tu das oft,
aber ich sage: Tu es immer wieder einmal.
Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da.“

 

Soweit
die weisen und scheinbar zeitlosen Zeilen von Bernhard von Clairvaux. Hast du dich wieder gefunden?
Ich schon.
Diese fünf Worte haben mich am Ende dieser Woche besonders ins Herz getroffen .
Welche waren es bei dir?

  1. Ich brauche ein Gespür für den richtigen und heilsamen Schmerz!  
    bei mir äußert sich dieser heilsame Schmerz in Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, leichte Kopfschmerzen, Gereitzheit, oder Überempfindlichkeit auf der Haut oder in meinem Nervenkostüm …
    Achtung: heilsamer und richtiger Schmerz !!
  2. Wie kann ich voll und echt sein,wenn ich mich selber verloren habe?
    Spätestens wenn meine Gedanken überall und nirgends sind, ich mich um eine bestimmte Sache immer und immer wieder kreise, mich vergangene Kränkungen trotz Vergebung noch plagen dürfen, oder wenn mich die Sorgen anderer so sehr vereinnahmen, dass es mir mehr zu schaffen macht, als den Betroffenen. 
    Achtung: Zeit um mich zu sammeln und mich wieder zu finden!!
  3. Auch für mich selber möchte ich ein aufmerksames Herz haben!
    Auf mein Herz zu achten ist das Gebot der Stunde. Ist das nicht so, also bin ich ich nicht aufmerksam über lange Zeit, dann kann ich sicher sein, dass mein wundervolles Kraftwerk auf sich aufmerksam macht.
    Entweder rast es, oder stolpert, manchmal fühlt es sich auch schwer und betrübt an. Im schlimmsten Fall sticht es in meiner Brust.
    Achtung: Mein Herz ist mein Kompass und mein Navigator!!
  4. Wenn ich schlecht mit mir umgehe, wem kann ich dann gut sein?
    Zu wenig Schlaf, zu unregelmäßig gegessen, zu viel Informationen gesammelt, zu viel gesehen, gehört, gefühlt und geahnt.
    Wenn alles zu viel wird, gibt es nur eine Rettung:
    Achtung: Meine Seele braucht Stille und mein Körper Pflege!!
  5. Ich möchte wie für alle anderen auch für mich  selber da sein!
    Ein Termin mit mir ohne Anspruch und ohne to do-Listen und Aufgaben, seien sie noch so ehrenhaft und freudespendend. 
    Einfach mal da sein …
    Achtung: Wenn ich nicht für mich da bin, wer dann?

Anscheinend  war es schon immer sehr erwachsen und vernünftig,
sich ab und zu die Meinung oder einen guten Rat durch ein professionelles Coaching oder einer guten Beratung einzuholen.

In diesem Sinne:
gönne dich dir selber

Ich wünsche dir
ein Wochenende
mit etwas Gönnzeit
für dich.

❣️Deine Gerda❣️

Nun, ich weiß nicht, ob dieser Brief  Papst Eugenius III geholfen hat, wieder zu sich zu kommen und ein weiches Herz zu behalten.

Mir hingegen helfen diese Zeilen.
Ich sage nicht, dass sie das immer tun,
ich sage nicht, dass sie das oft tun,
aber ich sage:  diese Zeilen tun es immer wieder einmal.
So wie heute vielleicht dir!

Du liest von mir!

2 Antworten auf „Coaching für einen Papst ? Gönne Dich Dir selbst❣️“

  1. Liebe Gerda,
    du hast mal wieder ins Schwarze getroffen. Wenn nicht du selbst, wer dann wird für dich sorgen? Das musste ich schmerzlich selbst erfahren, das es niemand tut, wenn nicht ich selbst. Kein Arbeitgeber, kein Freund, nicht mal die Familie – alle scheinen nur auf ihr eigenes Wohl bedacht zu sein und auf ihren Vorteil zu achten, nur ich nicht.
    Damit ist Schluss, da lasse ich mich auch gerne als Egoist bezeichnen. Es dankt dir niemand, wenn du dich für sie aufreibst, nein, sie beschweren sich noch, wenn du plötzlich nicht mehr so für sie funktionierst wie sonst.
    Ich werde in Zukunft lieber einmal öfter auf mich selbst schauen, statt für alle anderen da zu sein. Ich habe ja nur diesen einen Körper und seine Gesundheit.
    In diesem Sinne, achte auf dein Herz liebe Gerda

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