Abwarten und Tee trinken – oder: „ich habe da mal etwas vorbereitet“❣️

 

Du liebe Seele,
ich hoffe es geht dir
und deinem hochsensitiven
Nervensystem gut.

Heute möchte ich mit dir über die sensible Kunst nachdenken, den richtigen Moment oder den passenden Zeitpunkt abwarten zu können.
Kunst kommt ja bekanntlich von können, oder?
Hochsensibilität und Ungeduld könnten meiner Meinung nach fast Zwillinge sein.

Warum Tee und nicht Kaffee?
Warum warten und nicht starten?
Und was tun in der Zwischenzeit, bis dieser Moment gekommen ist?
Fragen über Fragen – eigentlich wie immer!
Oder?

Abwarten und Tee trinken

Bei diesem, ursprünglich leider nicht ostfriesischen Rat, den gerade  Vieldenkende häufig bekommen, handelt es sich um den gutgemeinten Hinweis, sich zu gedulden und nicht voreilig zu agieren.
Gerade den hochbegabten und hochkreativen weit vorausdenkenden Hochsensiblen unter uns fehlt es manchmal an der Ruhe, um zunächst mal einfach alles auf sich zukommen zu lassen.

Und wenn du, wie ich ich zu den absolut begeisterungsfähigen Sensibleren gehörst, die dazu neigen, viel zu früh sich über etwas freuen, das noch nicht mit Sicherheit feststeht und eventuell schief laufen könnte, ist dieser Beitrag auch für dich geschrieben.
Ich könnte dir Geschichten von Traumluftschlössern erzählen,
in die ich nie auch nur in die Nähe gekommen bin.

Ruhig und eher passiv zu bleiben kann gerade für uns Hochsensible, die noch nicht in der hohen Kunst des Abwartens bei einem Heißgetränk unterrichtet und ausgebildet wurden, zur einer echten Qual werden.
Diese Qualen betreffen aber  nicht nur die Sensitiven selber, sondern auch ihr Umfeld hat zu kämpfen mit der Blitzschnelligkeit der Gedankengänge, dem weit vorausschauendem Blick, den gefühlten tausend (guter bis bis brillanter) Verbesserungsvorschlägen, den hundert innovativen Ideen und den siebenundzwanzig Projekten, die am besten alle gleichzeitig und trotzdem perfekt und bestenfalls ohne Energie und Zeitverschwendung sofort in die Tat umgesetzt werden wollen und keinen Aufschub dulden.
Alles ist so wichtig für die Welt.

Kein Wunder, dass wir nicht selten über Schwindel oder Ohrensausen klagen und uns weit über unsere Ressourcen verausgaben.

Gehörst du auch zu diesen besonderen alles wissen wollenden Machernaturellen, die in der Fachwelt als sog. Scanner- Persönlichkeiten beschrieben werden?
Immer alles und sofort und am besten überperfekt, permanent an deine Grenzen stoßend und schnell gelangweilt mit wenig bis keinem Verständnis für scheinbar belanglose Berufe ohne Action und einer diffusen Abneigung gegen für dich sinnfreie und nicht schlüssige Arbeitsweisen? Tausend Hobbies und Interessen? Wissensgier?
Sich nicht für eine Sache entscheiden wollen können, aus Angst etwas Besseres zu verpassen?

Die Frage nach der Geduld und dem Warten kannst du jetzt nicht mehr hören, geschweige denn lesen, weil es voran gehen muss, sonst …
Die Welt ist voller Wissen und du hast keine Zeit zu verlieren.
Hast du diese wunderbare Scannersoftware in deinem Körper-Geist-System?
Wo waren wir ? Ach ja, beim Tee,

Warum  eigentlich kein Kaffee?

Ich habe da mal zwei Theorien zur Entstehung des Spruchs
Abwarten und Tee trinken“ aufgespürt.

Eine der beiden  geht auf die literarischen Teeabende zurück, die im 19. Jahrhundert von der oberen Schicht der Gesellschaft veranstaltet wurden und deren Besuch zum guten Ton gehörte.
Bei diesen Treffen lasen ausgewählte Literaten aus ihren Werken vor und die vermeintlich gebildeten Gäste diskutierten die Texte anschließend fachkundig.
Jedoch kam es schnell dazu, dass die Teeabende verspottet wurden und man ihnen nachsagte, sie seien mehr Schein als Sein und dienten weniger der intellektuellen Unterhaltung als des Konsums von Alkohol.
Und tatsächlich war es wohl so, dass viele der Gäste sich einen ordentlichen Schuss Rum im Tee genehmigten und so schnell nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte waren.
(Deshalb gibt es bei meinen Lesungen den Sekt und den Tee immer erst nachher)
Um das zu verhindern wurde der Tee mit der Zeit immer später serviert, um eine anspruchsvolle Konversation aufrecht zu erhalten.

Es kann also sein, dass „Abwarten und Tee trinken“ in dieser Zeit zu einer geläufigen Redewendung wurde.

Eine andere plausible Idee ist es, kranken Leuten Tee trinken und Ruhe zu verordnen. Diese Ansicht vertrat auch ein Schäfer, namens Heinrich Ast aus der Lüneburger Heide, der mit seiner legendären Kräutermischung bahnbrechende Heilerfolge verbuchen konnte.

Warum kein Kaffee serviert wurde habe ich letztlich nicht sicher in Erfahrung bringen können, vielleicht weil Koffeein eher anregende Wirkung hat, aber hat Teein das nicht auch?

Abwarten und Tee trinken

Gerade in den letzten 12 verrückten Monaten auf unserem Heimatplaneten, fühlen sich etliche, auch normalsensible Menschen vom Schicksal oder einer höheren Instanz eingeladen, abzuwarten und Tee zu trinken.
Warum?
Weil ein winziger Virus weltweit Menschen genau dazu zwingt.
Stille zu halten, und auszuharren. Der ein Teil wartet also !

Viele andere arbeiten mehr als je zu vor und sind emensen Stressfaktoren ausgesetzt. Diese zu beleuchten, würde uns als mitfühlende schier das Herz brechen. Und um keinen zu vergessen halte ich ich mal kurz inne und denke an all diese wunderbaren Menschen, die jeden Tag ihr Bestes für uns alle geben.

An dieser Stelle möchte ich meinen tiefsten Respekt und meine  ehrliche Hochachtung all denen entgegen bringen, die an der Virusfront, wie auch immer das aussehen mag, ausharren und arbeiten bis zum Umfallen. DANKE dafür!
Ihr seid allesamt Held*innen  der Menschheitsgeschichte für mich.
Egal wo und wir ihr zum Großen und Ganzen beitragt.

Zurück zum Tee und zum Warten

Auch wenn du jetzt gerade nicht krank bist oder zu einem elitären Lesekreis gehörst und auf deinen Tee wartest, kann es sein, dass du dich in einer sogenannten Zwischenzeit befindest und dir das GO vom Schicksal oder vom Universum oder sonstwo  herbeisehnst.

Den Moment zum Losgehen, den Zeitpunkt zum Loslegen.
Der magische Augenblick, dich zu zeigen. Deine Erkenntnisse in die Welt zu bringen oder ein Herzensbusiness zu starten, oder …

Auf was wartest du gerade?
An welcher Stelle wird deine Geduld auf die Meisterprobe gestellt?

Heute
möchte ich dich ermutigen, diese Zwischenzeit nicht einfach so verstreichen zu lassen, sondern zu nutzen, um dich bestmöglichst  vorzubereiten.
Auf die Zeit, die kommen wird.

Aus meiner langjährigen Erfahrung als hochsensibles Wesen kann ich heute eher gelassen darüber schreiben, dass etliche meiner Ideen nur deshalb auf Unverständnis und unfruchtbaren Boden gefallen sind, weil schlicht und ergreifend der Zeitpunkt (noch) nicht reif war.
Manchmal hatte ich auch sieben Projekte gleichzeitig am Laufen und war mir unbewusst einer Überforderung und Überlastungsituation sicher, die mir wiederum beweisen sollte, dass ich eh nicht so belastbar bin. Oder, ich bin nach einem Infekt viel zu früh und zu schnell wieder in die Vollen gegangen, um mir den einen oder anderen Rückschlag einzufangen. Geduld war nicht  meine Kernkompetenz.
Es gab jedoch Mittel und Wege mich diese Tugend zu lehren.
Und mein Burnout war nur ein Modul  zur Meisterschaft.

Heute
geht es mir mit diesem „Warten und dem Tee trinken“ um einiges besser. Ich weiß mittlerweile, dass nichts von dem, was ich mir angeeignet  und in mein Leben integriert habe, jemals verloren gehen wird. Und kommt der Moment der Nachfrage, bin ich vorbereitet.

Ich bereite mich derzeit vor auf die Seminare an der Kreisvolkshochschule, die leider abgesagt und verschoben werden mussten. Jeden Tag bekomme ich neue Impulse und gehe in die Tiefe um dann den Seminarteilnehmern das Beste an Altbewährtem und die Neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft der Neurosensivität nahe zu bringen und ihnen zu dienen.
Ich warte darauf mit einer guten Tasse Tee und Vorfreude.

Ich bereite mich vor, um mein Coaching // Beratungsangebot  per Telefon, Video, E-mail oder WhatsApp zu verfeinern, mich zu belesen und selber coachen zu lassen, um noch vielen anderen hochsensibeln Menschen lösungsorientiert und empathisch fachlich zu einem Leben mit mehr Lebensfreude zu motivieren.

Bis es wieder möglich ist, Lesungen aus meinem Ratgeber oder andere Vorträge in einem entspannten Umfeld zu veranstalten, bereite ich mich vor. So lerne ich zu atmen, bilde meine Stimme und übe mich aufrecht zu halten mit den Ohren weit weg von den Schultern ohne Falten auf der Stirn, und Tee für die Stimmbänder.

Ich warte natürlich wie viele von uns, dass wir uns als Selbsthilfegruppe  endlich wieder life und in Ostfriesland mit Tee und allem anderen treffen können.
Bis es soweit ist, versuche ich den Kontakt zu meinen Gleichgesinnten zu halten und mich nicht zurückzuziehen. Ich möchte dran bleiben an diesen kostbaren Leben und an den Katastrophen, an der Freude und bei den Kämpfen, die meinen so sehr  ähneln.
Wir brauchen einander, mehr denn je.

Heute habe ich dir geschrieben,
du liebe Seele, um dich zu ermutigen
die Zeit bis zu deinem Moment
getrost mit „Abwarten und Tee trinken“
zu verbringen, und wenn es dir möglich
ist, dich vorzubereiten auf das, was da
kommen wird.

Vielleicht nimmst du dir an diesem Wochenende
ein wenig Zeit dafür!

Wir haben gemeinsam über die sensible Kunst nachgedacht , den richtigen Moment oder den passenden Zeitpunkt abwarten zu können.
Kunst kommt ja bekanntlich von können, oder?

Ich weiß nur soviel :
Jeder gute Künstler war mal ein Anfänger, der nicht aufgehört hat zu üben und sich immer wieder vorzubereiten auf den nächsten Schritt in seinem Handwerk.

Worauf bereitest du dich gerade vor?

An welchen Stellen brauchst du gerade Geduld?

Hast du dich beim Lesen wiedererkannt und möchtest mehr über die verschiedensten Typen der Hochsensiblen Persönlichkeiten erfahren? Hast du den Scannerspezialeffekt?

Wenn du Unterstützung beim Warten und beim Teetrinken brauchst, finden wir mit Sicherheit einen Weg, das zusammen zu tun.
Nimm gerne Kontakt zu mir auf!
Ich warte hier auf dich.

Von Herzen und in der Vorbereitung für
eine Zukunft mit mehr Empathie und
Wertschätzung für sensible Menschen.

❣️Deine Gerda ❣️

PS:
Auch wenn ich es nicht eindeutig belegen kann, schreibe ich persönlich  diesen lebensnahen und guten Tipp natürlich uns Ostfriesen zu.
Also : „Abwarten und Teetrinken

 

2 Antworten auf „Abwarten und Tee trinken – oder: „ich habe da mal etwas vorbereitet“❣️“

  1. Liebe Gerda, das drittletzte Bild ist für mich ein stiller Gruss der Zuversicht und zaubert ein Lächeln in mein Herz und Gesicht. Dankeschön! Liebe Grüße, Dörte

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