ABER,ABER: „Was erwartest Du denn?“

Du liebe und wundervolle Seele,
ich hoffe, daß es Dir gut geht
und Du so langsam, aber sicher
im Neuen Jahr
angekommen bist.

Heute geht es hier um ein sehr spannendes Thema, gerade für Menschen mit feinen Antennen und ausgeprägter Vorstellungskraft.
Heute geht es um Erwartungen und der Idee, daß bedingungslose Liebe immer auch Freiheit und eine Wahl beinhalten.

Also, was erwartest Du?


Schon mal gehört, von Dir oder anderen?

Ich bin so enttäuscht!
Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt!
Sieht mich denn keiner?
Versteht mich hier eigentlich niemand?
Das hättest Du doch mitkriegen müssen!
Keiner kümmert sich um mich!
Ich bin so einsam!
Wollt ihr mich eigentlich nicht verstehen?
Ich bin so enttäuscht !
Seht ihr nicht, wie ich mich hier ab rackere?
Was bist Du undankbar!
Wegen Dir bekomme ich noch graue Haare!
Bin ich eigentlich ein Niemand?

Was erwartest Du eigentlich?

Das war ein provokanter Einstieg, oder?

Mir fällt in letzter Zeit eine erhebliche Zunahme an Unzufriedenheit, oftmals bedingt durch ungeklärte, undefinierte, utopische und völlig unrealistische Erwartungen auf.
Ob an Familienmitglieder, die Stadtverwaltung, an Ärzte und deren Teams, an die Politik oder an Pädagogen. Die Liste ist lang.
Auch an uns selber stellen wir Erwartungen, die teilweise so hoch sind, daß wir mit Sicherheit scheitern werden, nur um unser Gefühl von :
Siehst Du, ich schaffe es nicht“ zu bestärken.

Meine Erwartungen an mich in diesem Neuen Jahr sind auch sehr radikal, aber ich denke, daß sie realistisch sind.
Ich erwarte von mir eine schonungslose Ehrlichkeit zu mir selber.
Kein Beschönigen mehr und vor allem so wenig Drama, wie möglich.
Ausserdem erwarte ich eine deutliche Zunahme an Impulskontrolle und ein echtes Sehen, wie die Dinge sind. Ich erwarte, daß ich mir immer mehr treu werde und die Gelegenheiten mich und meine Hochsensibilität zu verraten, viel weniger in Anspruch zu nehmen.

Mit der Gabe, mehr zu fühlen, mehr zu sehen, mehr zu riechen, mehr zu schmecken und viel mehr wahrzunehmen, als viele andere Mitmenschen, ist auch eine große Verantwortung in das Leben als empathisches Wesen eingezogen.
In der Vergangenheit hat meine Sicht auf die Welt sehr oft zu Unzufriedenheit und großen Schmerzen auf beiden Beziehungsseiten geführt. Durch unausgesprochene Erwartungen oder der Idee, daß vieles, was ich für selbstverständlich halte, für alle anderen auch so klar ist, waren Enttäuschungen und Verletzungen auf beiden Seiten an der Tagesordung. Sehr betrüblich.
Meine hohe Aufnahmefähigkeit von allen möglichen Emotionen und Gefühlen meines Umfeldes und meine überzogenen Erwartungen an meine Lieben machten ein Zusammenleben mit mir oft nicht leicht.
Das tut mir heute so leid. Aber damals war es so, wie es war.

Harmonie

Eines der ultimativen und weit über das gesamte Universum hinauswirkende Prinzip ist das des Einklangs, der Harmonie,
des Ausgleichs und der Balance.
Nur ein kurzer Blick in hochfiligrane komplexe Arbeit unseres Körpers, jeden Tag, jede Sekunde unseres Lebens läßt eindeutige Hinweise darauf zu. Alles läuft nach einem perfekten Plan mit tausenden von chemischen, biologischen und physikalischen, mentalen, seelischen und spirituellen Parametern ab.
Gerät eins davon in Ungleichgewicht, wird sofort gegengesteuert.

Du schneidest Dir in den Finger und in Millisekunden werden anscheinend automatisch alle erforderlichen Heilungs- und Widerherstellungsprozesse in Gang gebracht.
Auf körperlicher Ebene klappt das auch meistens sehr gut.
Seelische Verletzungen und Herzenswunden brauchen manchmal länger.

Hochsensible Wesen zeichnen sich durch ihre enorme Sehnsucht nach eben dieser Harmonie aus und sind nicht selten in der Lage, lange bevor die Mehrheit etwas davon mitbekommt, feinste Abweichungen zu erspüren und darunter zu leiden.
Das kennst Du mit Sicherheit aus Deiner Vergangenheit.

So ist es.
Die große Kunst für ein gemeinsames Leben von allen Menschen wird die sein, daß wir (Hochsensible sind immer Vorreiter und Pioniere gewesen, was neue innovative Wege und frische Lösungsansätze betrifft) als sensitive Wesen  schon mal anfangen.

Nach dem Motto:
Sei Du selber die Veränderung, die Du Dir wünscht!“
Oder:
Wer Veränderung möchte, wird sich selber verändern müssen!“

Anfangen – womit?

Im Folgenden möchte ein paar Einladungen an uns aussprechen, im vollen Bewusstsein, dass der Himmel mir und Dir einen freien Willen gegeben hat und wir diesen auch gebrauchen werden.
So oder so habe ich auf Deine Reaktion und die Resonanz von anderen wenig bis keinen Einfluss. Dein Feedback auf diese geschriebenen Zeilen ist von mannigfaltigen Faktoren abhängig (Tagesform, Hormonstatus, Weltanschauung, Erziehung, Blutzuckerspiegel, Schlaftiefe, Vollmond, Bankkonto oder Ehemann, etc. um nur einige Beispiele zu nennen), so daß mir nur übrig bleibt, so verständlich und verständnisvoll zu schreiben, wie es mir heute möglich ist.
Und das tue ich von ganzem Herzen.

Wer sich, wie ich mit dem menschlichen Miteinander befasst, kommt an diesem Zauberwort nicht vorbei:

Erste Einladung 

Kommunikation ist ein wichtiger und manchmal etwas rostiger Schlüssel in der Tür zu Menschenherzen.
Auch wenn Du es bisher nicht gelernt hast, weder Zuhause, noch im Beruf oder auf anderen Wegen.
Ich lade Dich heute ein ab sofort eine ehrliche, klare, direkte, liebevolle, zielführende und gewaltfreie Kommunikation in Dein weiteres Leben zu integrieren. Das wird schwer und das wird hart, aber der Preis für diese Übung ist ein, auf die Dauer gesehen, friedliches und ruhiges Leben.
Das wird gerade am Anfang schwer, doch ich kann Dir aus leidvoller Erfahrung schreiben, daß es sich lohnt, klar und ohne Missverstände zu kommunizieren.
Ich habe in meinem Elternhaus nicht die Gelegenheit bekommen, zu streiten oder mich mich mit  Konflikten offen und ehrlich auseinanderzusetzen. Entweder gab es keine Probleme oder, so sie doch da waren, und davon gehen wir mal aus, wurden diese immer ohne uns Kinder geklärt oder so lange ignoriert, bis sie sich von selber auflösten. (Gute und liebgemeinte Elternstrategie)
Mein Mann dagegen ist praktisch das genaue Gegenteil. Er ist in seiner Kindheit mit offener Kritik und der Liebe zum Rechthaben wollen, massiv konfrontiert worden. (Gute und liebgemeinte Elternstrategie)

Gegensätze ziehen sich an – Na?
Richtig, um die Harmonie wiederherzustellen.
Wir haben in den letzten 30 Jahren an ungefähr einer Million Situationen und ebenso vielen Gesprächen üben dürfen, von einander das Beste anzunehmen und uns zu verständigen.
Heute brauchen wir nicht mal mehr Worte dafür, um uns zu verständigen, obwohl hier im Haus immer noch viel geredet und philosophiert, geplant,  verhandelt und gebetet wird.
Es hat sich gelohnt dranzubleiben, aneinander dranzubleiben, zu bleiben, auch wenn einer von uns mal wieder alles falsch verstanden hatte, wir uns gegenseitig enttäuscht haben und wieder vertraut, missverstanden und versöhnt haben.
Wir erwarten nichts mehr von dem anderen, ausser, und das ist unser Ziel bis zum Schluss:
Wir erwarten, dass wir uns gegenseitig zum Leuchten bringen, dem anderen das größte Glück wünschen und uns helfen in unsere Berufungen zu kommen, uns zu unterstützen, uns
bedingungslos zu lieben.
Ein großes Nichts!?

Doch nur so funktioniert das Leben.
Ich kann mittlerweile gut sagen, was ich brauche und möchte,
und auch was gar nicht. Und meinen Mann müsstest Du selber fragen, doch glaube ich, dass er mich sehr viel mehr liebt, als auf sein Recht zu bestehen. Ich finde, er wirkt glücklich!!

Zweite Einladung 

Gib` Dir selber, was Du von anderen erwartest!
Wie alle Hochsensiblen sehnst Du Dich, genau wie ich danach, daß Du gesehen wirst, umsorgt und respektiert wirst. Du möchtest, daß jemand einfach mal Danke sagt für Deine Arbeit, oder Dich einfach mal in den Arm  nimmt und Dich tröstet, weil Du so traurig bist über den Zustand der Welt. Du möchtest ernst genommen und wahrgenommen werden.
Ohne Frage: Du und ich stellen und permanent diese Frage aller Fragen?
Wer auf dieser Welt, liebt mich so wie ich bin?
Mit diesen ganzen komplizierten Macken und Ansichten?
Wo kann ich ich sein? Wer versteht mich in der Tiefe?
Tue ich genug? Bin ich wirklich etwas wert?

Ich schrieb am Anfang des Beitrags von meiner Erwartung an mich ehrlich zu sein, nun: diese zweite Einladung geht zunächst mal an mich und dann an Dich, Du wundervoller Mensch.
Da Du bis hierher gelesen hast, was sehr mutig ist, lade ich Dich heute ein mit mir zusammen ehrlich und authentisch zu werden.

In dem Moment, in dem Du beginnst, Dich und Deine Bedürfnisse ehrlich und liebevoll anzuerkennen, sprich Dich ernst zu nehmen,
werden es, die die Dich lieben auch tun.
In der Sekunde, in der Du Dich selber anfängst zu sehen, wie Du wirklich bist und auf Dich Acht gibst, sprich Dich achtest,
werden es die, die Dich lieben auch tun.
In der Stunde, in der Du Dich entscheidest, Du selber sein zu dürfen, Dich so zu lieben wie Du bist, sprich Deine Erwartungen Dich ändern zu müssen ablegst,
werden es die, die Dich lieben, auch tun.

Du ahnst schon, wie es weitergehen kann, oder?

Dritte Einladung 

Zum Abschluss dieses kurzen aber heftigen Erwartungscheks kommt eine dritte Einladung, sie kommt nicht von mir, sondern direkt aus dem Himmel in Dein Lebenshaus geflattert:
Nur soviel, und weil ich Wortspiele nunmal so liebe:
ER wartet auf Dich:
ER wartet, bis Du bereit bist, mit dem Betteln um Annerkennung bei anderen Menschen aufzuhören und auf IHN zu hören:

Jesus:
Kommt her zu mir ALLE,
die ihr mühselig und beladen seid,
ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch
und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig
und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden
für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft
und meine Last ist
leicht.

Lutherbibel, Matthäus 11, 28-30

Du liebe Seele,
das ist eine berechtige Erwartung!
Ruhe für unsere Seelen
in diesen Zeiten
voller Erwartungen
und Ent-Täuschungen
für die wir dankbar sein können.
Sehen wir doch danach viel klarer!

In großem Respekt
und mit liebendem Herzen

❣️Deine Gerda❣️

Bis Freitag,
ich habe eine unfassbare Entdeckung über Kernenergie gemacht,
die ich mit Dir von Herz zu Herz teilen möchte.
Bist Du dabei?

Was mir noch wichtig ist:
Bedingungslose Liebe beinhaltet immer und jedes Mal die erklärte Anerkennung des freien und eigenen Willens.
Nur wer die Wahl hat treu oder untreu zu sein,
nur wer die Wahl hat zu vergeben oder zu sich zu rächen,
nur wer die Wahl hat zu lieben oder zu hassen,
der ist frei.

Bedingungslose Liebe beinhaltet die freie Wahl sich entscheiden zu dürfen. Frei und mit voller Verantwortung für meine Entscheidung
darf ich wählen, auch welche Erwartungen von anderen an mich,
ich bereit bin zu erfüllen, oder nicht.

 

Worauf wartest Du?

4 Antworten auf „ABER,ABER: „Was erwartest Du denn?““

  1. Liebe Gerda,
    wow, was für ein kraftvoller, das Herz erweiternder und Licht bringender Aufruf an die Seelen.
    Deine Worte berühren mich sehr tief, danke für dein Sein!
    Dörte

  2. Liebste Gerda.
    Ich fühle mich herzlich eingeladen hier zu schreiben.
    Der Blutzuckerspiegel niedrig,
    extreme Müdigkeit durch Schlafdefizit bedingt durch „hohe Erwartungen an mich selbst heute Abend“,
    Vollmond morgen mit halbschattiger Finsternis,
    Hormone spielen verrückt durch die Wechseljahre,
    Ehemann gibt es nicht ( vielleicht irgendwann?) ,
    übers Bankkonto spricht man nicht ( sonst wird es weniger),
    Erziehung hätte ich mir liebevoller gewünscht; dann wäre die Weltanschauung auch gleich besser gewesen.
    Heute Abend werde ich es tun, ich werde meinem SEELENPLAN folgen und den Menschen sagen, wer sie wirklich sind.
    Mögen alle Engel bereit stehen und vor Freude mit ihren Flügeln flattern.
    Stets liebevoll mit Dir verbunden …Simone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.