ABER, ABER: kann das denn so leicht sein?

Hallo Du liebe Seele,
ich freue mich, daß Du den Weg auf meinem Blog gefunden hast.
Heute erwartet Dich eine Geschichte. Die Inhalte dieser Geschichte sind in sofern real, als daß sie aus einem Traum entsprungen sind.
Entscheide selber, ob Träume mehr als Schäume sind.

Es geht barfuß in den Garten der Weisheit.

Zwischen den Zeiten

Und wieder war es einer dieser Morgende, zwischen Tiefschlaf und Aufwachen. Am dunkelsten Punkt der Nacht, kurz bevor die Sonne den neuen Tag ins Leben ruft. Die Traumzeit.

Ich befinde mich auf einer wunderschönen Wiese, unter mir feuchtes taubedecktes Gras inmitten von grünsten Moosteppichen, soweit das Auge reicht. Herrliche bunte Blumen in allen Formen verströmen ihren Duft. Die Morgenluft ist klar, ein neuer Tag, der Himmel über mir ist in ein Morgenrot getaucht, dass nur vom Himmel selbst gemalt werden kann.
Und diese Ruhe!
Es ist noch kein Wort über meine Lippen gekommen.
Stille. Morgenstille. Eine leichte Brise fährt über meine Haut.
Ich trage ein zauberhaftes, knielanges Kleid, in rot und grün und ich gehe barfuß über diese Wiese, diesen Hain oder ist es ein Park?

Morgenstund hat?

Gedankenversunken und beschwingt, dankbar über diesen Neuen Tag mit all seinen Möglichkeiten, nehme ich ganz plötzlich eine sehr sehr leise, eine feine Stimme wahr, ein leises Stimmchen, leise, aber nicht schwach, sondern ausdauernd und gerade zu fordernd. Ich frage mich noch, wer auf dieser Erde nur so ein zierliches Stimmchen haben kann, als meine Ohren hörend  zusammen mit meinen Augen nach unten sehen. Was ist das?

Und tatsächlich, unten auf einem der vielen Moosinseln liegt etwas. Etwas oder jemand? Was ist das? Und wieso kann dieses kleine Wesen sprechen? Fragen über Fragen!
Ich kann nicht anders und bücke mich vorsichtig hinunter. Als meine Augen ihre Schärfe wiederfinden und meine Ohren mich in Richtung Boden navigiert haben, seh und höre ich es deutlich vor mir.

Ich werde helfen!

Ein zauberhaftes buntes winziges Etwas liegt da auf dem grünen Moosteppich und schreit  aus Leibeskräften. Ich erkenne langsam, daß es ein Federkleid  in den buntesten Farben des Regenbogens trägt, einen feinen langen Schnabel hat und einen nicht zu verachtenden Schwanz. Dieser knallbunte Minivogel liegt also direkt vor meinen beiden Füßen und ist sichtlich erleichtert. Das glaub ich zumindest zu sehen.
Ich nehme es vorsichtig auf meine rechte Hand und kann nur staunen.
Wenn das mal keine Elfe oder Fee oder gar ein anderes Zauberwesen ist. So winzig, so zart so leicht und so bunt schillernd. Und dieses Stimmchen. Ich bin entzückt, kann man soviel Glück haben?
Ich wollte schon immer mal so ein Fabelwesen in Echt sehen.
Einhörner sind ja rar in diesen Tagen, ebenso Elben.

Ganz behutsam lege ich meine linke Hand auf die rechte und richte mich auf. Im Schutz meiner Hände befindet sich ein pulsierendes weiches und winzig kleines Wesen, daß dringend meine Hilfe benötigt.
Und ob ich helfen will. Ich bin die Weltbeste Helferin aller Zeiten.

Wie kann man nur so klein sein?

So klein und hilflos in dieser grausamen Welt und am Ende noch ganz alleine, wo ist denn nur die Mutter und wo ist der Vater. Wer hat dieses Kind zurückgelassen, unerhört …
Keine Ahnung, wie lange ich noch Gedanken hin und hergesponnen habe. Als ich mich an einem kleinen Bachlauf unter einem großen Baum wiederfinde, beschliesse ich, mich erst einmal zu setzen und den Schatz in meinen Händen etwas näher zu betrachten.
Neben dem pulsierendem Leben und den feinen Lauten bemerke ich jetzt auch mit wachsender Heftigkeit den spitzen kleinen Schnabel, der mir von innen in die Handflächen piekst. Aua.

Natürlich hat es große Angst vor mir, und wird mir unendlich dankbar für seine Rettung sein.“ Kaum hatte ich diesen glorreichen Gedanken beendet, entschloss ich mich meine Hände zu öffnen und im Schatten dieses gewaltigen Baumes am Fuße des klaren Bächleins nachzusehen, um wen oder was es sich hier handelt und wie ich helfen kann.

 

Ich kann wirklich gut helfen

Ich kann helfen, es ist doch so klein und so leicht.
Dann öffne ich meine Hände und sehe sie. Ich bin sprachlos und das will wirklich etwas heißen. Jetzt fangen meine Hände an zu zittern, denn dieses kleine Geschöpf steht kerzengerade und felsenfest auf ihren Hinterbeinen in der Mitte meiner zitternden Hand.
Die Sonnenstrahlen, die ihren Weg durch die Baumkrone zu uns finden scheinen nur für sie durch das Geäst und die Blätter zu kommen, um ihr eine Bühne, ein Spotlicht zu geben. Ihr Gefieder strahlt, als wäre jede einzelne Federfaser aus reinstem Samt mit Gold und Silber verwoben.
Ihr langer dunkelblauer Schwanz liegt hinter ihr wie die Schleppe bei einer Braut. Ihr Schnabel ist fein und lang, erinnert mich irgendwie an – an …
An einen Säbel oder einen Dolch.
Das ihre kleine Bühne bebt, stört sie kein bisschen.

Wer ist sie? 

Die nun folgende Konversation, eigentlich war es mehr ein Vortrag oder eine Ansprache an mich, hat mein Leben verändert.
Ja ich weiß, jede Unterhaltung, jede Begegnung verändert Dich und mich. Aus manchen Gesprächen geht man gestärkt und geklärt hervor und nach anderen Begegnungen möchte man duschen.
Das hier ist aber etwas ganz anderes.

Kategorie:  Lebensverändernd !!

Frau Kolibri und ich

„Gerda, ich darf Dich doch Gerda nennen? Wie schön, dass ich Dich gefunden habe. War ja gar nicht so einfach, Deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Höre gut zu, was ich Dir zu sagen habe. Es wird Dir viele Fragen beantworten und Dir helfen, Dein Leben leichter zu nehmen!
Höre nicht nur mit Deinen Ohren, sondern mit Deinem Herzen.
Unterbrich mich nicht und stelle keine Fragen.
Höre einfach nur zu:
Gerda, Du bist wie ich!
Ein Kolibri.
Kolibris sind hochsensibel, hochbegabt und völlig unterschätzt, sie sind schön und klug, flexibel und sehr schnell.
Und, liebe Gerda, das wird Dir am meisten gefallen: sie tanzen in der Luft und trinken. Und was trinken sie? Richtig zuckersüßen Nektar.
Wir können in alle Richtungen fliegen.
Nach oben, nach untern, nach links und nach rechts. Einmal an einer Zuckerblume genascht, merken wir uns ihren Standort.
Eure Kriegsflugzeuge sind „Sorrry“ lahme Enten gegen uns. Wir lieben es zu spielen und unsere Schönheit zu feiern. Nicht zu vergessen unsere große Lust am Singen. Wir mögen es warm.
Hast Du Dich und Deine hohe Sensibilität wiederentdeckt?
Da ist noch viel mehr, was uns verbindet.
Da wir Meisterinnen im Standtanzfliegtrinknektarsammelflug sind, brauchen wir sehr viel Energie um an diese Köstlichkeiten zu gelangen. Wir sind schnell erschöpft, wie Du. Und wir haben gelernt uns genau so schnell zu regenerieren. Unser Puls kann sich in Sekunden an alle Lebenssituationen anpassen. Wie Deiner …“

Ich bin, die ich bin 

Ich weiß nicht, wie lange Frau Kolibri, sie ist wirklich sehr klein und so schlau, also ich weiss nicht wie lange und was sie mir noch alles erklärt hat. Mein Verstand hat irgendwann auf Pause gedrückt.
Das ist selbst für ein Traumereignis zu viel des Guten. Puh.
Ich vertraue, wie immer einfach darauf, daß mein Herz alles empfangen hat und zum richtigen Zeitpunkt das Gehörte hervorholt.
Ich bin immer noch ohne Worte, ich habe auch nicht das Bedürfnis zu reden, ich bin – einigermaßen verwirrt, befreit und erstaunlicherweise sehr still.

Es war mittlerweile Mittag geworden, Frau Kolibri saß auf einem Ästchen und säuberte sich ihre wundervollen Flugfedern, als sie noch einmal das Wort an mich richtete:
„Gerda, ich weiß, wir beide wissen, wie gerne wir anderen Wesen helfen möchten, gerade denen die schwach und klein erscheinen.
Das ist eine wertvolle Gabe.
Vergiss nur bitte niemals,
dass jede Hilfe von Dir
auch eine Hilfe für Dich ist.
Darüber Sinne nach, solange es hell ist, heute an diesem herrlichen Tag im Garten der Weisheit. Folgende Lebensweisheiten gebe ich Dir als Geschenk, als Dankeschön, daß ich Dir helfen durfte.
Und dann fliege ich los, mit meinem Freund, dem Wind und fröhlicher den je und Richtung Nektar, um dann zurück zu meinen Kindern zu gelangen, sie warten bereits auf mich in unserem Nest.

Obwohl ihre Stimme anscheinend immer noch feiner und leiser wurde, habe ich jedes einzelne Wort verstanden und richte mich, sooft es geht danach:

Gartenweisheiten

K ein Wesen ist das, was es im ersten Moment scheint, zu sein.
O hne Flügelpflege fliegen wir nicht aus dem Nest.
L iebe zeigt sich auf viele Weisen und Arten, sei wachsam.
I mmer offen im Herzen bleiben, nur so wächst es und wird weise.
B ereitschaft zeigen, den Kleinen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen.
R uhephasen nach anstrengenden Flügen einlegen, Energieausgleich.
I mmer alle Sinne samt Herz, Bauch und Verstand auf Empfang stellen.

Dann zwinkerte sie mir mit ihrem stecknadelkopf kleinem winzigen Äuglein zu und sang mir, während sie ihre Flügel erhob undenklich freundlich, tanzend in der Luft stehender weise in mein königliches Ohr:

KO   LI  BRI 

„Wir  KOmmen , um  LIebe zu BRIngen.“

Aufgewacht

Ob Du es glauben kannst, daß ich an diesem Morgen singend aufgewacht bin und mir sovieles klar war ?
Ich bin klein.
Ich bin flexibel.
Ich lasse mir vom Wind des Lebens helfen.
Ich mag Nektar.
Ich putze meine Flugfeldern.
Ich denke schneller als …

Und ich bin in diese Welt gekommen ,
um Dir,
Du liebe und wundervolle Seele
LIEBE zu bringen
und mir beim Helfen selber zu helfen.

In der Gewissheit, dass das Leben auch mal leicht sein darf,
grüße ich Dich von Herzen.

 

Deine Gerda

PS1:
Solltest Du über weiterreichende Kolibri-Fakten oder Geschichten verfügen, bin ich hochbeglückt, davon zu lesen.

PS2:
Es gelingt mir natürlich nicht immer, kolibriisch zu leben, aber ich gebe mein Bestes und das zählt. Bei den Flugübungen kollidiere ich noch immer mit der Gravitaion. Das Singen läuft und was das Tanzen betrifft, da geht noch was. Nektar naschen geht klar.

PS3:
Warum ich solche verrückten Träume habe?  Ich weiß es nicht.
Mit den Jahren lerne ich jedoch, sehr behutsam mit ihnen umzugehen.
So wie Frau Kolibri mit mir.
Echt, ihr Schnabel sah wirklich aus wie ein Schwert oder ein Dolch.

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