ABER, ABER – aber für mich gilt das nicht!

Hallo,
Ich habe Dir versprochen, Dich an meinen ABER’s teilhaben zu lassen. Manchmal ist es schwierig den Zeitpunkt zu wählen, wann welches meiner Tausend Einwände gegen ein Leben in Liebe und Freiheit dran ist, zu erzählen.

Ganz anders verhält es sich mit dem heutigen ABER, ABER – Impuls, für Dich und mich, mein Freund, meine Freundin.

ABER, ABER- aber das gilt nicht für mich

Es ist schon fast witzig, obwohl mir die Sache hier ein ernstes Anliegen ist. Die Rede ist von Schuldverschiebung, Projektion, Ichbezogenheit und meinem längsten Schatten, dem Stolz und meinem  Hochmut. Wahrscheinlich handelt es sich in den allermeisten Fällen schlicht und ergreifend einfach um eine andere Wahrnehmung von Lebenssituationen.

Das Klosterfenster oben lädt Dich und mich ein, einmal stille zu werden und das Leben durch die einzelnen Scheibchen zu betrachten. Eine wunderbare und erschütternde Erfahrung wartet auf uns, nämlich zu realisieren, dass wir nicht immer Recht haben und, was noch schlimmer ist, dass andere Menschen auch eine fundierte Meinung zu Themen haben dürfen.

Ich lade Dich heute ein, Dich mit mir an dieses große facettenreiche Fenster zu setzen.

Wenn DU mutig genug bist und wirklich wissen möchtest, was für mich alles nicht gegolten hat.

Wir beide sind den Klostergang entlang gegangen und kommen an diesem herrlichen Fenster vorbei. Das weisse Licht der Sonne bricht sich in viele Farben, draussen weht der Wind durch die frischen grünen Blätter von Großmutter Eiche. Bezaubernde Stille. Der grobe Blick hinaus lässt einen Kräutergarten erahnen mit Lavendel, Liebstöckl und Minze.

Große Gelehrte haben zu allen Erdenzeiten  auf der Welt versucht, das Leben zu ergründen. Welche Regeln und Gesetze, Werte und Normen helfen können, um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen?
Wer in einem christlichen Umfeld aufwächst, hat vielleicht schon mal etwas von den 10 Geboten gehört. Andere Länder und Kulturen haben andere Ideale und Wertvorstellungen.

Nicht, dass ich die 10 Gebote nicht schätzen würde, ABER folgende Weisheit kommt, meiner Vorstellung nach, dem Wunschgedanken einer liebevolleren Welt auch nahe.

Und, oh Wunder, es fängt schon wieder bei mir an. Warum nicht mal die anderen. Muss ich mich immer zuerst ändern?
Voll gemein, für mich gilt das nicht!

Die anderen  sollen netter sein, höflicher, freundlicher, hilfsbereiter, pünktlicher, zuverlässiger, konkreter, empathischer, zugewandter, positiver,  … sensibler eben. 

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte,
achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen,
achte auf deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten, achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter, achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal“

Schriftsteller Charles Reade ( 1814-1884) .

 

Au weia! Das stimmt. Auf den Punkt gebracht, guter Mann.

Diese Weisheit in abgewandelter Form wirst DU in allen Religionen oder Weltanschauungen ähnlich vor finden. Und jedesmal fängt es mit mir, beziehungsweise mit Dir an.

Meine Gedanken werden zu Worten, dann zu Taten, zu Gewohnheiten, die dann meinen Charakter bilden, der sich unweigerlich auf mein Schicksal auswirkt.
Hilfe!!

Weißt DU, irgendwann in den letzten fünf Jahren habe ich erkannt, dass ich wirklich ein Geburtsrecht habe. Du auch. Ich und Du haben das Recht auf unsere eigenen Gedanken. 

Ich darf entscheiden, wie und was ich denken möchte. Ich muss nicht alles sagen, was ich denke. Nicht immer und schon gar nicht jedem. Ich bin die Chefin über meine Gedanken. Und die haben sich verändert.
Bist DU bereit Deine Gedanken zu verändern?
Ich habe von meinem Menschenrecht Gebrauch gemacht. Meine Gedanken sind frei. Das war nicht immer so. Jahrzehntelang habe ich versucht, die Gedanken anderer Menschen zu denken, obwohl die allermeisten ein ganz anderes Gehirn besitzen.
Kennst DU das auch?
Im Fernsehen oder in den Sozialen Medien, werden täglich Millionen von Meinungen und Ansichten geteilt. Nichts anderes mache ich ja gerade mit Dir.
Nur mit dem kleinen Unterschied, Dich dabei von Herzen zu bitten, Dein wunderbares neuroplastisches Denkwerk selber in Gang zu setzen und darüber nach zu denken, was man Dir als „die Erkenntnis“ oder der „neusten Wahrheit“ vermitteln möchte.

DU hast ein Recht auf Deine eigenen Gedanken. DU hast die freie Wahl, wie DU über Dich, über mich und den Rest der Welt denken möchtest. DU bist ein Genie, denn Dein Gehirn verfügt über Millionen von Neuronen, die es lieben angefeuert zu werden, etwas Neues zu lernen oder wie in meinem Fall: zu lernen, selber zu wählen, wie und was ich denken möchte.

Und Gott sprach: „Es werde Licht, und es ward Licht“ .
Anscheinend sind das die ersten gesprochenen Worte, laut Bibel.
Die ersten Worte, die bis heute ins Multiversum hallen. Das Universum dehnt sich aus. Worte haben Macht, und ein gesprochenes Wort, das aus einem Gedanken entspringt, ist nicht mehr zurückzuholen.
„Es werde Licht“  schallt und hallt in die Unendlichkeit, in die Ewigkeit und noch viel viel weiter. Lichtvolle Gedanken werden zu lichtvollem Worten. Wo Licht benötigt wird, war es vorher dunkel.

Dunkel war es auch lange Zeit in meinen Gedanken, finster, negativ und hoffnungslos.
Ich hatte gar keine Idee davon, dass ich selber meine Gedanken ändern kann. Ändern ist nicht ganz korrekt, eher erneuern.

Aus …

  •  mir hilft niemand, wird: was kann ich selber tun?
  •  ich bin so einsam, wird: wen kann ich mal anrufen?
  • alle sind so genervt, wird: ich kann charmant und trotzdem klar sein.
  • keiner liebt mich, wird: ich mag mich und das reicht erstmal.
  • keiner sieht mich, wird: ich achte auf mich und sorge für mich.
  • ich werde es nie schaffen, wird: ich fange schon mal an.
  • ich kann das nicht, wird: versuchen kann ich es doch, oder?

Es gäbe noch viele Beispiele von erneuerten Gedanken.
Welche Gedanken passen nicht mehr zu Deinem Lebensstil?
Welche bedürfen der Erneuerung, der Veränderung?

Ein Thema, was mich gedanklich lange beschäftigt hat, ist das große Wort Erfolg.

Wann hat ein Mensch Erfolg, wer ist erfolgreich? Warum schüchtern mich erfolgreiche Menschen ein?  Bin ich erfolglos? Was bin ich schon? Was kann ich schon? 

HALT!!

Folgender Vorschlag:
was, wenn  Erfolg  auf das erfolgt , was ich mir vorgenommen habe, und tatsächlich klappt ?
Wenn das Ergebnis dann noch zu meiner Zufriedenheit ausfällt?
Bin ich erfolgreich.  Ein völlig neuer Gedanke, Danke!
Mein Gehirn registriert diesen Erfolg als Gewinn und belohnt mich mit einem Glücksgefühl durch Ausschüttung von Glückshormonen (mehr dazu an anderer Stelle).

DU fragst Dich, wie das gehen kann?

Ganz simpel: ich nehme mir heute vor Muffins zu backen. Dann backe ich Muffins. Wenn ich die Muffins gebacken habe, ist es ein Erfolg. Schmecken sie mir und meiner Familie dann noch, bin ich? Na?
Richtig!!   Erfolgreich!!

Du magst denken, Muffins backen kann ja jeder.  Deine Wahl.

Für mich ist dieser Tag von einem kleinen Erfolgserlebnis gekrönt.

Klar, ich führe kein Land, rette nicht die Welt oder transplantiere walnussgroße Babyherzen. Ich beende auch keinen Krieg oder erfinde etwas gegen seltene Erkrankungen, ich bin keine Heldin.

ABER, für mich und meine Familie wird es an diesem regnerischen Donnerstag Nachmittag frisch gebackene Muffins, von einer Mama mit viel Liebe gebacken, geben. 

Für mich sind es diese scheinbar kleinen Dinge, die mein Kopf neuerdings als Erfolg bewerten kann und mich glücklich machen.
Eigentlich habe ich mich ja selber glücklich gemacht.
Das strahlt aus.

Natürlich hat es seine Zeit gedauert, so zu denken. Es ist wie beim Training. Anscheinend ist das Gehirn dazu in der Lage trainiert zu werden, wie jeder Muskel auch.

Eine positive Lebenseinstellung kommt meistens nicht über Nacht, es sei denn ein Wunder geschieht. 

ABER, ABER- aber das gilt nicht für mich war über lange Zeit tief in meinem kleinen Hirn gefestigt und verankert. Auch was das komplexe Thema Gesundheit/Krankheit betrifft, denn obwohl ich viele Stunden meiner Lebenszeit in Wartezimmern diverser Fachärzte verbringen durfte und noch darf, habe ich die Tipps aus den medizinischen Fachzeitungen nicht wirklich auf mein Leben bezogen, weil ich der Meinung war, bei mir würde sowieso nichts helfen.
Das war ein Fehler, wie sich herausgestellt hat und ich habe meine Gedanken über Gesundheit grundlegend verändert.

Nur ein paar Beispiele:    

Wenn der Arzt mir keine Massage verschreiben will, weil er meint Funktionsgymnastik könnte gut gegen Verspannungen helfen –            dann glaube ich es ihm und probiere es aus.

Wenn mir mehrere Migräne-Patienten erzählen, wie gut ihnen ein Nackenstützkissen geholfen hat –                                                                             dann glaube ich es ihnen und probiere es aus.

Wenn ich höre, dass Vitamin D einen großen Einfluss auf die Knochenerhaltung und das seelische Wohlbefinden hat, freue ich mich über das Geschenk einer Tageslichtlampe für den Winter und nehme von Oktober bis März dieses Vitamin zusätzlich ein.                                         Ich glaube es und probiere es aus. 

Wenn ich von einer Klinikärztin den Rat bekomme, mich an regelmässige Schlafzeiten ohne vorherige Überstimmulation durch TV/Handy etc. zu gewöhnen, weil es mir helfen könnte –                                              dann glaube ich es ihr und probiere es aus.

Wenn ich nach einem miesen Zeckenangriff und schwer entzündeter Stichstelle den Vorschlag einer Lumbalpunktion zur völligen Abklärung einer Borrellieninfektion  gemacht bekomme,                                                    dann glaube ich dem Neurologen meines Vertrauens und probiere es aus.

Dir ist sicher schon aufgefallen, dass hier der Glaube an die Veränderung schon einen enormen Vorteil mit sich bringt. 

Hast Du schon mal etwas vom sog. Placebo-Effekt gehört? 

Ich habe immer voll negativ über diese Hirnleistung gedacht, doch heute bin ich begeistert darüber, wie Glaube helfen kann.

Doch nun genug der Worte von mir.  DU hast genug gehört.

Lass uns im Klostercafe noch ein gesundes Hopfengetränk und ein Vitamin C reiches Rharbarbar-Törtchen geniessen.

Alles hat sich verändert in meinem Leben und im Leben meiner Lieben. Am dem Tag, als ich die freie Wahl getroffen habe, mein Recht auf meine eigenen Gedanken in Anspruch zu nehmen.

Seitdem vergeht keine Stunde, in der ich mich nicht dabei erwische, wieder in alte Denkfallen zu tappen.
ABER: mittlerweile macht es mir richtig Spass und Freude, bewusst positiv und liebevoll von mir und über mich zu denken.
Das nehme ich mir jeden morgen vor und wenn das klappt, habe ich Erfolg. Wenn es dann noch gelingt freundlich und gnädig mit DIR zu sein … na?  Ja, dann bin ich erfolgreich.

Und esse einen Muffin.

Wenn meine Gedanken liebevoll sind, werden meine Wörter Honig sein, meine Handlungen gütig, meine Gewohnheiten friedlich und mein Charakter … ich … Endlich ich !

Noch bin ich nicht bei Hundert Prozent, an manchen Tagen ist mir mir nicht gut Muffins-Essen. Doch die Tage, an denen es etwas besser klappt, gibt es, und zwar vermehrt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Und wer weiss, vielleicht kommen wir bei einem Muffin ins Gespräch, denn wenn ich das schaffe, und so sieht es aus, kannst DU das auch.
Und wer weiss, vielleicht glaubst DU mir, und probierst es einfach mal aus.

In wunderbaren Gedanken
mit Dir verbunden

Deine Gerda

PS:
Die oberen Bilder entstanden bei einem Besuch im Kloster Ter Apel,
( Novae Luis oder Haus des Neuen Lichtes) in den Niederlanden

Den Muffin habe ich mittlerweile erfolgreich verspeist!

6 Antworten auf „ABER, ABER – aber für mich gilt das nicht!“

  1. Liebe Gerda,
    Unser Leben wäre soviel friedlicher würde es Neid und Missgunst nicht mehr geben. Aber dazu müssten wir immer bei uns bleiben. Ist es doch sehr bequem einem anderen die Schuld für das eigene vielleicht nicht gerade gelungene Leben zu geben. Schuldzuweisungen über Anschuldigungen, das ganze in der Dauerschleife. Daraus auszubrechen für manche eine Lebensaufgabe. Aber da muss ich dir zustimmen eine Aufgabe die sich lohnt.
    Raus aus den Fesseln und die Gedanken öffnen, den Wind spüren. Die Zeit der Veränderung ist da!
    Ich glaube fest daran und an dich.!
    Gruß Juliane

  2. oh liebe Gerda, deine Worte sind wieder ein Segen für mich heute morgen … Nach traurigen erfolglosen Gedanken gestern und solchen Gefühlen schlief ich ein – Die Nachricht über keine Vertags Aufstockung bekommen – Ablehnung – ABER –
    Heute sehe ich – das mich das WARTEN DARAUF total AUSgebremst hat. Es gibt soooo viele neue Möglichkeiten für mich in gaaaanz andere Richtungen- Gedanken eben auf die andere Sicht richten- es ist alle da . Danke !!!

  3. Liebe Gerda,
    gerade bin ich mit Dir durch den Klostergarten geschlendert.
    Diese Düfte….. einfach nur herrlich!
    Ich spiele mit dem Wind!!!
    Vielen lieben Dank!!!!!
    Hannelore

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