❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens.❣️

Du liebe Seele,
heute möchte ich Dir zunächst einmal ein schönes erstes Adventswochenende wünschen. Wie ich Dich kenne, glänzt Dein Haus sicher schon in weihnachtlichem Flair.
Ohne Frage, die Advents und Weihnachtszeit ist besonders.
Besonders sensibel.

Advent, Advent 

Die nächsten Wochen sind für hochsensible und empathisch veranlagte Menschen brisant, wenn nicht sogar mit mehr Herausforderungen verbunden, als der Rest des Jahres.
Als ob unser Leben nicht schon aufreibend und anstrengend genug wäre, nein die nächste Zeit erfordert von uns alles.
Denn:

Du bist Du 
Leider lässt sich unsere spezielle Art, mit uns und unserer Umwelt in Verbindung zu stehen, nicht ändern. Du kannst ja auch nicht ohne chirurgische Hilfe einfach so Deine Augenfarbe ändern.

In Gesprächen mit einigen gestandenen hochsensitiven Menschen, die Ihre Besonderheit als empfindsame und emotionale Wesen völlig integriert und akzeptiert haben, konnte ich in der letzten Woche folgende Erkenntnis gewinnen.
Diesen Gewinn möchte ich natürlich mit Dir hier teilen, wie alles, was Dir und mir in dieser „verrückten“ Welt helfen kann, gesund, glücklich und zufrieden zu sein.
In allen geführten Gesprächen kam eins ganz klar als gemeinsamer Nenner zum Vorschein.
“Je normaler und selbstverständlicher ich meine Spezialeffekts und Besonderheiten annehme und danach lebe, desto weniger scheinen sie mich zu stören oder am normalen Leben (wenn es sowas gibt) zu hindern. Klingt zu schön um wahr zu sein?
Ist aber wirklich so.

In den letzten Jahren habe ich mich intensivst mit mir und meinem Leben, meinen Schwächen und Stärken, meinen Gaben und Werten auseinander gesetzt und lerne mich immer besser kennen und was das Schwerste ist, mich zu lieben.
Gelingt mir das, dann geht es mir und meinen Lieben besser denn je.

Dieser Weg ist Deiner 
Leider kann ich Dir Deine Auseinandersetzung und Deinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung nicht abnehmen. Wohl aber ein Stück begleiten. Durch diesen Blog, ein Gespräch, ein Kontakt per Mail Manchmal braucht es nur eine kleine Wegweisung oder einen gedanklichen Anstoss. Jeder Mensch geht in seinem Tempo und  zu seiner Zeit. Das lässt sich nicht erzwingen.
Natürlich wünschte ich mir, daß es schneller gehen würde, Entspannung und Frieden in Dein und mein Leben zu bringen.
Doch aus Erfahrung weiß ich in der Tiefe meines Herzens, daß diese gründlichen Heilungsprozesse ihre Zeit und ihre Berechtigung an Schmerz, Trauer, Wut und Annahme, Ehrlichkeit bedürfen.
Nicht selten gibt es Rückschritte. Du denkst, alles geht wieder von vorne los. Dem ist aber nicht so.
Von einem sehr guten Familien und Suchtberater habe ich mir folgenden Satz gemerkt: „es ist kein Rückfall, es ist ein Vorfall

Gnade mit Triggern 
Nehmen wir an, Du hast Dir vorgenommen Dich auf keinen Fall mehr von den höchst unsensiblen Verhaltensweisen Deiner Liebsten triggern zu lassen, ins Drama zu gehen und eine Migräne-Attacke oder eine Magenschleimhautentzündung zu generieren.
Du hast tausend Mal in Gedanken oder vor dem Spiegel geübt, in Ich-Botschaften zu sprechen, sanft und freundlich zu bleiben. Die Sache klar anzusprechen und charmant zu bleiben.
Und, oh Wunder, Du schaffst es. Dein Gegenüber wundert sich, Du heulst gar nicht mehr wegen jeder Meinungsverschiedenheit, kannst plötzlich größere Zusammenhänge erkennen und bist voller Güte und bedingungsloser Liebe. Es geht aufwärts, ein guter Tag.
Bis zu diesem Tag, dieser Stunde, dieser winzigen Minute, wo dieser unsensible Jemand auf einen Deiner so hart bearbeiteten Triggerpunkte drückt und Du ohne Vorwarnung wie aus dem Nichts genauso emotional und dramatisch, nicht selten hysterisch und unklug reagierst wie sonst immer.  Du merkst es schon beim Aussprechen der ersten beleidigten und weinerlichen Antwort. Und spätestens an dem Punkt, wo Du Dich wieder für Dein Dasein entschuldigst und innerlich zurückzieht, ist es wieder voll präsent. Ich bin nun mal hochsensibel, schluchz! Da Dir die anderen gelungenen Male nicht einfallen wollen, läßt du folgende Gedanken ohne Punkt und Komma zu.
„Du kannst das nicht, Du schaffst das nicht, lass es sein!“ hämmert es in Deiner Seele und in Deinem Herzen. Wie immer. Looser!!

Hast Du Dich wieder erkannt?

Auch wenn Du mir nicht auf Anhieb glauben wirst, möchte ich Dir von Herzen sagen, daß das völlig normal ist. Wir sind im Training und mir geht es ganz genau so.

Es ist wie es ist 
In all den Jahren des Selbstverzweifelns und der „ich muss mich unbedingt ändern“-Phasen durfte ich eins wirklich begreifen.
Es ist wie es ist und wie jeder normal sensible oder unsensible Mensch da draussen habe auch ich gute und sehr gute Tage.
Ja, und ich bin ehrlich mit Dir: ab und zu auch einen richtig abgrundtief schlimmen. Sie werden weniger, aber es gibt sie.
Aber deswegen aufgeben? Kommt nicht in Frage.
Es handelt sich lediglich um einen kleinen Vorfall von Kindegarten-Trotz-Anfall, manchmal hormonbedingt, schlafdefizit bedingt, viel zu viel vorgenommen bedingt, in alte „ich will es allen Recht machen-Muster“ bedingt oder einfach weil ich nicht perfekt bin.
Meistens kriege ich auch ganz schnell wieder die Kurve und beruhige mich, atme durch und vergebe – erstmal mir und wenn nötig bitte ich mein Gegenüber auch um Verzeihung, dass die alte Gerda es mal wieder ins Rampenlicht meiner Lebensbühne geschafft hat, ohne Aufforderung der Regie. In diesem Fall meines Verstandes.
Sei bitte nicht so hart mit Dir. Es hat sich schon so viel verändert und wird es noch.
Und wann, wann endlich?

Perfekt sein wollen 
Nun, wenn Du und ich uns eingestehen, daß wir hochsensibel sind, uns viele Begegnungen echt zu schaffen machen, wir uns ständig selber unter Druck setzten, alles perfekt geschmückt und vorbereitet haben wollen und bis zur Erschöpfung an uns arbeiten, nur damit Frieden und Ruhe in unsere Seelen kommen kann.

Apropos „perfekt“. Da fällt mir eine weihnachtliche Analogie zu meinem Lieblingslied aus der Bibel ein. Dem Grundstein dieses blogs. Du weißt doch, das Ding mit dem größten ABER, der Liebe.
Doch lies selbst:

Weihnachtsversion von 1. Korinther 13
Wenn ich mein Haus perfekt mit Tannnenzweigen,
Lichterketten und klingenden Glöckchen schmückte,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
bin ich nichts als eine Dekorateurin.
Wenn ich mich in der Küche abmühe,
kiloweise Weihnachtsplätzchen backe,
Feinschmeckergerichte zubereite und zum
Essen einen wunderschön
gedeckten Tisch präsentiere,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
bin ich nichts als eine Köchin.
Wenn ich in der Suppenküche mithelfe,
im Seniorenheim Weihnachtslieder singe
und all meinen Besitz an die Wohlfahrt spende,
aber keine Liebe für meine Familie habe,
nützt es mir gar nichts.
Wenn ich den Weihnachtsbaum mit glänzenden
Engeln und gehäkelten Eissternen schmückte,
an tausend Feiern teilnehme
und im Chor Kantaten singe,
aber nicht Jesus Christus im Herzen habe,
dann habe ich nicht begriffen,
worum es eigentlich geht.

Die “perfekte” Liebe
Die Liebe lässt das Dekorieren sein und
küsst den Ehemann.
Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress.
Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit
ausgesuchtem Weihnachtsporzellen und
passenden Tischtüchern.
Die Liebe schreit die Kinder nicht an,
sie sollen aus dem Weg gehen, sondern ist dankbar,
dass es sie gibt und sie im Weg stehen können.
Die Liebe gibt nicht nur denen,
die etwas zurückgeben können,
sondern beschenkt gerade die mit Freuden,
die das Geschenk nicht erwidern können.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles,
erduldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.

Videospiele werden zerbrechen, Perlenketten
werden verloren gehen, Golfschläger werden verrosten.

Aber das Geschenk der Liebe wird bleiben.

 

 

Du liebe,
mit der perfekten Liebe des Universums
geliebte Seele.
Ich wünsche Dir von Herzen
einen wunderbaren
1. Advent mit echten Begegnungen
von Dir zu Dir und zu anderen,
die sich nach Dir und Deinem Sein sehnen.

❣️Deine Gerda❣️

PS 1:
Ab Sonntag  , dem 01.12.19 ist es mein Wunsch, daß hier ein digitaler Adventskalender für Hochsensible Menschen und solche, die mit ihnen zusammen leben dürfen, entsteht. Mal nachdenklich, mal lustig, mal traurig und mal hoffnungsvoll, wie das Leben.

PS 2:
Ich bin nicht perfekt und muss es auch nicht werden.
Nur die Liebe, die sich dem anderen schonungslos zeigt und sich hinein wirft ins Leben, ist nahe dran.
Nach ihr eifere ich mit großem Eifer.

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