❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens ❣️

Du liebe Seele,
bald ist der November geschafft. Halte durch.
In dieser Woche ging es bei mir mal wieder hochemotional zu.
Und bei Dir?

Was das alles mit dem Buckel einer Musikerfamilie, der Schwester einer eisigen Prinzessin und einem bockigen Typen im Bauch eines Riesenfisches zu tun hatte?


Die Woche vor dem Advent

Ich kann von mir sagen, daß ich einigermaßen flexibel und anpassungsfähig bin. Trotzdem mag ich gute Traditionen und Rituale.
Viele hochsensible Menschen, auch gerade die unter uns, die zu psychosomatischen Beschwerden neigen, sind in einem geregelten Tagesablauf mit festen Routinen gut aufgehoben.
Rituale und liebevoll gepflegte Traditionen bieten Sicherheit und wenn sie mit Lebendigkeit und Kreativität gefeiert und bedacht werden,
auch jede Menge Lebensfreude.
Vorhersehbarkeit und Festigkeit sind für sensible Menschen von enormer Bedeutung, um auf Dauer gesund zu bleiben.
Die hinter uns liegende Woche begann mit dem Volkstrauertag, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Am letzten Sonntag sind etliche Tränen geflossen und das nicht nur über die Kriege und ihre Opfer.
In der Vergangenheit wurde am Mittwoch nach eben diesem Volkstraurigkeitstag ein Tag mit Namen Buß- und Bettag begangen.      Und hatte man diesen Buckel (Hump) überwunden, bereitete sich die Familie, zumindestens die evangelisch angehauchte auf den Ewigkeitssonntag vor, schmückte die Gräber der lieben Verstorbenen.
Im Kirchenjahr verkündet dieser Toten- oder Ewigkeitssonntag das Ende eines weiteren Jahreszyklusses.
Und mitten im Tod, in der tiefsten Dunkelheit beginnt der Advent.
Im Lateinischen „Adventus“ was soviel wie Ankunft bedeutet.

Ernst zunehmende Meteorologen behaupten glaubhaft, daß die Nacht kurz vor Sonnenaufgang am finstersten ist.
Solltest Du also in der Finsternis sein, gibt es berechtigte Hoffnung für Dich, Du liebe Seele.
Dein Licht kommt.

Bedeutung von Traditionen

Als hochsensibles Mädchen auf einem kleinem Dorf mitten in Ostfriesland aufgewachsen, lebte ich den Jahreskreis in meinen ersten 15 Lebensjahren fest verwurzelt in diesen und anderen Traditionen, Ritualen und Werten.
Ich habe diese Art des vorhersehbaren Lebens immer sehr geschätzt und beobachte die Auflösung vieler dieser guten und festen Rituale zumindest kritisch und mit etwas Sorge.

Wie geht es Dir, bist Du auch eher traditionell oder ein Freigeist?
Welche positiven Rituale Deiner Kinderzeit vermisst Du
und auf welche kannst Du gut und gerne und getrost verzichten?

 

Anhand von drei Erlebnissen in dieser bemerkenswerten und hochemotionalen Woche möchte ich Dich, Du liebe Seele, nicht nur an meinem Leben teilhaben lassen, sondern Dich auch ermutigen, trösten und wenn nötig auch wieder aufbauen.
Wie immer!

1. OVER THE HUMP

Am Mittwoch dieser Woche wurde ich Zeuge einer sehr kuscheligen und privaten Warm-Up-Show der Kelly-Family.
Ausgerechnet meine kleine Heimatstadt hatte sich diese Truppe von unglaublichen Musikern als Ort für die Generalprobe ihrer Megatour mit zig Tausend verkauften Karten im Vorverkauf, auserwählt.
Und ich mittendrin. An meiner Seite meine liebste und beste Freundin.
Wir haben dieses Privatkonzert so genossen und wurden nicht nur mit Rosen, Lametta und Konfettischlangen beschenkt.
Nein, am Ende gab es noch Schnee aus einer Schneekanone im Klang der schönsten Weihnachtslieder. Herrlich.
Seit über 25 Jahren ist diese Familie nun unterwegs, mal gemeinsam, mal getrennt. Und was soll ich schreiben:
Diese Menschen dort auf der Bühne berühren Herzen, jeder auf seine ganz persönliche Art. Mit Riesenstimmen, Hingabe und Liebe.
Alle Kinder dieser Familie, auch die nicht an diesem Abend dabei waren, eint eins: Ihre Liebe zu Musik und zum Glauben, an Werte wie Familie, manche glauben auch an Gott.
Was meine Seelenfreundin und ich an diesem Buß-und Bettag 2019 erlebten, spürten und zu hören bekamen, werden wir nie im Leben vergessen. Die alten Lieder weckten Erinnerungen an die Tage unserer Jugend und die neuen Lieder erwecken soviel Hoffnung und Mut.
Und als ob das nicht schon alles superemotional und sehr tiefgehend war, bekamen wir am Ende noch ein Feuerwerk nebst echten Feuerbällen direkt vor uns. Wir waren beseelt und sehr sehr glücklich, dieses Konzert an diesem Tag zusammen zu erleben.
We are the world.
In einer sehr bekannten Tageszeitung, die eigentlich keiner liest, obwohl viele wissen, was drin steht, wurde die Schlagzeile:
Beten und Feiern mit der Kelly-Family gewählt.
Die hätte von mir sein können, würde ich für diese Zeitung schreiben.

Geweint, gelacht, erinnert, getanzt, gestaunt, geschunkelt, gesungen, gelauscht, berührt und erstaunt … und das alles in drei Stunden.
Dankbar und erfüllt fuhren wir nach Hause.
Die Vorstellung, mit meinen eigenen Geschwistern eine Band zu gründen und auf Tour zu gehen, löste bei mir einen Lachanfall aus.
Keine Frage, das war ein unglaublicher Abend für zwei Ladys Anfang der Fünfziger, die sich entschieden haben, jede Gelegenheit zum Feiern beim Schopfe zu ergreifen.
Warum?
Weil wir am Leben sind und mittendrin!
Zeit mit Freunden zu verbringen ist gut investiert und gemeinsame Erinnerungen sind ein wertvoller Gedankenschatz.
„Wer Freunde hat, ist niemals ein Versager“

2. FROZEN II

Am Donnerstag Abend bekam ich spontan eine Einladung ins Kino.
Die Premiere von Frozen II.
Ich werde hier keine Details vom Film verraten. Nur soviel:
Ich habe geweint, gelacht, mich erinnert, gestaunt, gelauscht und wurde in den Tiefen meines Herzens berührt.
Die beiden Schwestern auf der Leinwand hatten soviel Ähnlichkeit mit den beiden Schwestern vor ihr. Und was sie alles durchstehen mussten.
Hilfe!
Keine Frage: eine echte Schwester an meiner Seite zu haben, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.
Mit völlig verweinten Augen und Muskelkater in der Rippengegend
vom Lachen, habe ich den Rest des Abends abwechselnd heulend und  grinsend auf meinem Sofa verbracht.
Auf jeden Fall werde ich mir diesen Film nochmal ansehen. Und ich weiß auch schon ganz genau, mit wem!
Zeit für Magie ist nötig und gerade jetzt sind wir gefragt, die hochsensitiven, die feinsinnigen, die hochsensiblen Männer und Frauen, die viel zulange im Nebelwald verbracht haben.
Die Welt sehnt sich nach uns.
Nicht nur im Film.

3. JONA

Die Woche hatte es emotional in sich.
Zusätzlich zu den besonderen Momenten war da natürlich auch die allgemeine globale Trauer und Emotionslage, die nie spurlos an mir vorbeigehen kann, ohne dass ich ihre Ausläufer zu spüren bekomme.
Diese Woche hat es wirklich in sich, aber das schrieb ich ja schon.
Mehrmals sogar.

Wenn ich an den abgeschafften Buß-und Bettag denke, kommen mir Bilder aus meiner heißgeliebten und total zerlesenen Kinderbibel in den Sinn.
Es geht dabei um Jona.
Jona also bekommt einen großen Auftrag von Gott, eine ganze Stadt mit Mann und Maus zur Buße zu rufen, sonst gibt es richtig Ärger.
Da er aber genau weiß, daß dieser Gott sowieso gnädig sein wird,
bockt er erstmal rum, macht einen auf Trotzkopf – und haut ab.

Der Klassiker: Du weißt genau, daß Du eine Sache ansprechen sollst, und eigentlich glaubst Du auch im Innersten, daß es gut werden könnte. Und trotzdem bist Du bockig und haust ab.
Naja, bei Jona ging das dann erstmal auf ein Schiff, dann in einen Sturm.
Später wird er über Bord geworfen und landet im Bauch eines großen Fisches. Er soll wohl drei Tage im dunklen Fischbauch verbracht haben,
bis er zur Vernunft gekommen ist und dann doch versprochen hat, den Willen seines Chefs zu tun. Drei Tage und zwei Nächte, echt lang.
Ich stelle mir diesen völlig verschleimten und aufgeweichten Mann am Strand vor, der nun so gar überhaupt nicht mehr bockig ist, sondern seinem Ruf folgt. Stinkender aufgeweichter Weise, aber immerhin.
Jona zieht also los und rettet eine ganze Stadt mit seinem Besuch
und dem Aufruf zur Umkehr. Na super, oder?
Schon gruselig und ehrfurchtsgebietend,
allein die Vorstellung davon.

Als kleines Mädchen fand ich Jona irgendwie dumm, ich meine, wenn Gott schon mal redet, dann sollte man auch gehorchen, oder?
Aber auch die kleinsten Mädchen, selbst die traditionsbewussten
unter uns, werden mal groß.
Und bockig. Wie Jona.

An alle Trotzköpfe da draussen:

Du weißt genau, was Dein Herz, Dein Gewissen, Dein Glaube, Dein gesunder Menschenverstand, Dein Hausarzt, Deine beste Freundin, Deine Schwester oder Dein Hund Dir sagt oder verzweifelt versucht Dir zu sagen. Bitte höre zu.

Nur soviel :
Wenn es so etwas in Deinem Leben zur Zeit gibt, etwas, was Du unbedingt tun oder lassen solltest, dann tue es oder lasse es.
Das Vorkommen von menschenverschluckenden Riesenfischen ist zwar stark begrenzt in unserer Region, aber vertraue mir:
Dunkle schleimige und einsame Orte gefüllt mit bockigen Leuten gibt es dagegen reichlich. Das ist wahrlich kein guter Ort für Sensibelchen.
Bitte sei nicht bockig, das führt nur zu immer mehr Elend,
und wer weiß denn schon, ob es nicht eine Stadt zu retten gibt?
Die Geschichte von Jona lässt mich staunen, weinen, lachen und …

Du kennst mich ja. Ich nehme mir diese Sachen immer sehr zu Herzen und habe lange mit dem Erlebten zu tun. Emotionen und Gefühle hallen nach und erreichen mich manchmal Tage später noch.

Du liebe Seele,
heute grüße ich Dich
am Freitag Abend
in dieser Woche voller
Emotionen und Gefühle.
verbunden mit dem
innigen Wunsch,
daß Du Deine massgeschneiderten
Rituale und Traditionen für Dein
hochsensibles, feines, einziges Leben
finden mögest.
Ein Leben voller Lachen, Weinen, Staunen, Hören, Sehen und intensiven Erlebnissen mit Menschen, die Dich lieben. 

Und dass wir beide uns niemals im Bauch eines Riesenfisches treffen, das wäre echt furchtbar, oder?

❣️Herzliche Grüße ❣️

Deine Gerda

PS 1:
Etwas Lustiges am Ende
Mein lieber Mann hat mich in dieser Woche einmal mehr sehr liebevoll und fürsorglich überrascht. Das macht ihn wieder mal zu meinem besten Freund und bestem Schatz:
Nachdem ich das Angebot für den Kinobesuch meiner Familie mitteilte erging eine liebevolle Warnung an mich:
“Schatz, ich gönne es Dir von Herzen, dass Du Dich so lebendig fühlst, aber vergiss bei den ganzen Aktivitäten bitte nicht, daß Du hochsensibel bist !“
Ich musste so schmunzeln und fühlte mich verbunden mit diesem lieben Kerl, der so manche Finsternis und tiefste Dunkelheit mit mir durchwacht und durchgestanden hat.
❣️DANKE ❣️

PS2:
Mein Adventstip:
Wenn es Dir möglich ist, schlendere diese Tage mal durch einen gut sortierten Buchladen und genehmige Dir einen kleinen Adventskalender in einer Form, die zu Dir passt.
Mit einer Tasse Tee und einem kleinen Input für die Zeit bis Weihnachten lassen sich Oasen und Wohlfühlmomente kreieren.
Ich habe vor einigen Jahren eine Blechdose in Herzsform geschenkt bekommen mit 24 Versen zum Nachsinnen und einer winzigen Wäscheleine  drin, die nach und nach immer voller wird, wenn die Herzen mit Miniklammern befestigt werden.
Das ist ein sehr gutes Ritual und wird von mir gefeiert. Jedes Jahr.

❣️Weihnachten ist und bleibt das Fest der Liebe für mich❣️

Oder sollte ich meinen Kalender hier im blog mit Dir teilen?
Was meinst Du dazu?
Schreib mir gerne.

8 Antworten auf „❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens ❣️“

  1. Liebe Gerda auch für mich bleibt Weihnachten das Fest der Liebe. Ja ich habe Rituale dazu gehört zum Beispiel am Beginn der Adventszeit das Haus liebevoll zu schmücken und die Krippe aufzustellen. Ich würde mich freuen wenn du deinen Adventskalender hier teilst. ❣️

  2. Liebe Gerda, auch ich bin so ein Traditionsmensch. Ich genieße die Basare, die vor dem Advent angeboten werden. Total glücklich bin ich, wenn alle meine Lieben Heiligabend bei uns im Wohnzimmer sitzen.
    Als neue Tradition würde ich mich freuen, wenn du deinen Adventskalender mit mir teilst.

    1. Liebe Hannelore, das kann ich mir sehr gut vorstellen bei Deiner wundervollen Familie ❣️
      Ab dem 1.12.werden wir uns hier täglich treffen, wie schön ist das denn ?❣️
      Herzliche Grüße

  3. Liebe Gerda! Ich musste schon sehr schmunzeln bei der Passage „… oder dein Hund dir sagt…“. Oh ja, ich lebe mit Hund und Katzen zusammen. Und sie wissen sehr genau, was gut und richtig für mich ist. Mein Hund ist mein Therapeut und meine Katzen meine Krankenschwester und Meditationslehrerin. Sie wissen genau, was ich zur rechten Zeit brauche. Aber wehe wehe, wenn ich nicht auf sie höre, dann kann es schon einmal sehr deutliche Konsequenzen geben! 😉

    1. Liebe Andrea, das hast Du so passend geschrieben. Ein Katzenbuckel hilft gut gegen Verspannung … wir dürfen soviel von unseren Mittieren lernen ❣️❣️

      1. Liebe Gerda, ich war voll bei dir an dem Kelly- Abend – habe laut gelacht geweint und getanzt in meinem Wohnzimmer und finde diese Menschen immer noch ganz phantastisch mit ihrer Liebe zu den Menschen und der Musik- schluchz ;-)))
        Und sehr gerne freue ich mich auf einen HSP Adventskalender .

        1. Danke liebe Caro,
          da haben wir ja schon wieder eine Gemeinsamkeit gefunden.
          Dieser Advent wird in jeder Hinsicht besonders.
          Versprochen
          ❣️ Deine Gerda❣️

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