❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens ❣️

Hallo du liebe Seele,
nach einer aufgeheizten (innen) und einer abgekühlten (aussen) Woche grüße ich Dich heute am Freitag den den 13.09.2019 von Herz zu Herz.
Danke, dass Du da bist❣️

Heute nehme ich Dich mit:
Es dreht sich im Folgenden um das kleine, aber starke Verb
NEHMEN.
Mit dem Nehmen tun sich viele empathisch sensitiv veranlagte Menschen wirklich schwer. Damit das nicht so bleiben muss und wir zu einer Leichtigkeit und einem Selbstverständnis in diesem sensiblen Bereich kommen, ergeht hier folgender Denkanstoß an Dich:

Zeit, Abschied, Freiheit, Anteil, Übel, Abstand, Ernst, auf die leichte Schulter, …

Man nehme also:

NEHMEN

Stammt wohl aus dem Mittelhochdeutsch neme.
Althochdeutsch neman mit dem Ursprung
❣️sich selbst zuteilen❣️

Auch verwandt mit dem Gotisch niman,
oder dem Altenglisch niman und Altisländisch nema,
In Verbindung mit dem Griechischen némein
❣️teilen ❣️

Sich selber zuteilen und teilen …

Warum fällt es mir so schwer, die Worte so zu nehmen wie sie sind?
Sich selbst zuteilen kann ja beides bedeuten:
mir selber etwas zu teilen, lies: mir etwas nehmen oder aber: und das kommt wesentlich öfter vor:
sich selbst zu teilen, lies: mich in tausend Stücke teilen, damit alles läuft und eigentlich an drei Orten gleichzeitig sein müßte, weil ich soviel zu tun habe und so wichtig bin.
teilen: mit diesem Wörtchen gibt es weniger Widerstand, ich teile sehr gerne mit Dir und allen, die etwas brauchen. Es macht mich glücklich, mit anderen zu teilen. Nur mit meinem Anteil, naja …

Du darfst Dir jetzt ein wenig Zeit nehmen und lesen, was in diesem starken Verb im Bezug auf Deine Hochsensitivität so alles steckt:

Man nehme:

An-nehmen:

das geht ja schon gut los.
Dich selber anzunehmen, so wie Du bist, ist eines der Hauptaufgaben in Deinem Leben. Ohne wenn und Aber zu Dir und Deinem Sein zu stehen. Selbstannahme.
Die zweite Bedeutung von diesem Wort warnt uns, Sachverhalte oder Fakten einfach so an zu nehmen, ohne sie wirklich zu prüfen. Gerade Menschen, die mehr Fühlen nehmen oft Dinge an oder setzen etwas voraus, was gar nicht allgemein bekannt oder wahr ist. Uns täte ein Faktenchek manchmal echt gut. Gerade im Bereich Kommunikation können wir uns nicht auf unsere Annahme, dass unser Gegenüber uns versteht, verlassen. Weniger An-nehmen, mehr Gewissheit.
Die dritte Bedeutung, etwas von Herzen annehmen zu können, sei es ein Geschenk, ein Lob, eine Überraschung oder eine wohlwollende Geste. Ein Rat oder eine Erkenntnis. Ich möchte lernen, mehr von diesen guten Gaben einfach anzunehmen ohne mir Gedanken zu machen, warum, wieso, weshalb … Danke sagen und weiter gehen.
Wie geht es Dir mit dem annehmen?

Kannst Du etwas an nehmen !

Be-nehmen:

Bei diesem Wort geht es in meiner Gedankensammlung hoch her.
Ich weiß um Kulturen, Religionen, Weltanschauungen, Strömungen, Zeitalter, Generationen, (noch) Geschlechter, Kontinente, Sitten, Gebräuche und Rituale! Theoretisch denke ich, dass ich weiß wie sich eine 50 jährige verheiratete Frau, Mutter von zwei Söhnen, die Hausfrau ist und in Ostfriesland anno 2020 in einem Vorort einer kleinen Stadt in einem Doppelhaus mit einem Hund lebend benimmt.
Theoretisch weiß ich es. Woher? Aus dem Elternhaus, der Schule, der gängigen Meinung und dem Ausprobieren. Ich kann mich gut benehmen. Wenn alle sich benehmen würden, hätten wir Weltfrieden.
Leider sieht die Praxis anders aus. Denn nur eine Tür weiter wird dieses kleine Wörtchen benehmen mit völlig anderen Inhalten gefüllt.
Angesichts der sich immer mehr entfalteten Globalisierung wage ich zu schreiben, dass eigentlich keiner mehr so den Plan hat, wie man/frau/es sich zu benehmen hat …
Nimm das mal mit in Deine Gedankenwelt …

Sich benehmen !

Ab-nehmen:

Das Telefon klingelt, dank modernster Technik, die auch fast kein normal denkender Mensch noch nachvollziehen kann, siehst Du, wer Dich gerade anruft. Der spannende Moment ist folgender: Wirst Du den Hörer abnehmen? Ich habe, ohne Witz, jahrelang jeden Telefonhörer abgenommen, egal wie es mir ging, ob ich Besuch hatte, ich den Anrufer mochte, Zeit hatte, beim Abenbrot saß, meine Lieblingssendung geguckt habe oder müde war. Das ist Gott sei Dank Vergangenheit. Ich kann Dir aus vielen Jahren Erfahrung mit nicht abgenommenen Telefonhörern versichern, dass noch kein einziger Mensch verstorben ist, weil ich nicht ans Telefon gegangen bin. Echt.
Abnehmen kann auch Kilos verlieren bedeuten. Oder wenn ein Orkan zu einem Sturm zu einem Wind an Geschwindigkeit abnimmt.
Ab nehmen ist auch, wenn jemand anbietet, mir etwas abzunehmen. Das fällt mir schwer, ich nehme lieber jemandem etwas ab. Da brauchen wir ein Gleichgewicht. Da dürfen wir noch lernen.
Manchmal habe ich auch Menschen einfach zu viel von ihren Dingen abgenommen, die gar nicht meine waren. Da bin ich im Prozess.
Und Du? Was empfindest Du bei diesen Zeilen?
Nimmst Du mir diese Silben ab?

Kann ich Dir etwas abnehmen?

Vor-nehmen:

An anderer Stelle habe ich schon über meine Silvester-Listen geschrieben. Sich etwas vor zu nehmen, macht echt Spass und Sinn, wenn die Ziele realistisch und machbar sind. Ich habe mir in diesen letzten Tagen auch einiges elementares vorgenommen.
Du wirst davon lesen.
Sich jemanden vor nehmen ist etwas völlig anderes. In meiner Erinnerung gab es auf dem Gymnasium, an dem ich war einen oder zwei Lehrer, die es liebten, sich jemanden aus der Klasse vor zu nehmen, nach vorne zu nehmen um diesen Schüler vor allen andern bloß zu stellen und in Scham und Schuld zu verstricken.
Täglich geschieht so etwas, irgendjemand nimmt sich einen anderen vor. Schüler nehmen sich Schüler vor, Trainer nehmen sich Sportler vor, Lehrer nehmen sich Schüler vor, Chefs Arbeiter, Väter, Töchter, Mütter Söhne, immer ist da jemand, der sich einen anderen Menschen vor nimmt.
Vor nehmen: Was löst dieses Wort bei Dir aus?

Was möchtest Du Dir vornehmen?

Wahr-nehmen:

Im Verlauf unserer Blogreise haben wir die verschiedensten Wahrnehmungen von Menschen beleuchtet und erkannt, dass wohl jedes Wesen, dass Sinnesorgane hat die Welt auf seine ganz eigene Weise wahr nimmt. Gemäß ihrer Wahrheit halten sie Situationen und Begebenheiten für wahr.
Wahr-nehmen: Was nimmst Du anders wahr als Deine Mitmenschen?

Was nimmst Du wahr?

Unter-nehmen:

Bei hochsensiblen Menschen gibt es beim Ertönen dieses Wortes meistens Schweißausbrüche, denn sowohl bei einer geplanten Unternehmung mit der Familie, sei es nur ein Ausflug in den Zoo oder die Idee einer Selbstständigkeit, sprich ein kleines Familienunternehmen zu gründen, entfachen bei uns die unglaublichsten Vorahnungen und wir verbringen zahlreiche schlaflose Nächte. Zugegeben, es wird mit der Zeit besser, je öfter man einen Zoobesuch nicht nur überlebt hat, sondern ihn vielleicht sogar geniessen konnte, desto entspannter wird man. Bei größeren Unternehmungen wie Urlaub, Renovierung oder gar Umzügen brauchen wir viel Gnade und Zeit.
Diejenigen unter uns, die den Sprung in die Selbstständigkeit tatsächlich getan haben, sind sehr mutig und folgen ihrem Herzen bereits lange genug, um ihrer Berufung gemäß zu leben. Und das meistens mit sehr großem Erfolg, wie ich das erlebe.
Unternimmst Du auch gerne etwas oder überlegst Du gerade, ob Du Dich vielleicht selbstständig mit einem kleinen Unternehmen machst?

Möchtest Du etwas unternehmen ?

Mehr nehmen!

Jemanden aufnehmen? Wo sollen wir es hernehmen? Können wir Dich mitnehmen? Willst Du Dich wirklich soweit zurücknehmen? Kannst Du dieses Lob entgegennehmen? Soll ich das für Dich übernehmen?
Lass Dich nicht einnehmen! Worauf willst Du Bezug nehmen? Willst Du an der Feier teilnehmen?
Nehmen … Du darfst das alles nicht so ernst nehmen!
Und mich nicht für voll nehmen! Nicht soviel krumm zu nehmen und überhaupt nicht alles auf Dich nehmen, sondern lieber ein heißes Bad -und DICH ernst nehmen !!

Wenn Du auch bisher immer davon ausgegangen bist, das GEBEN seliger denn NEHMEN ist und Dich das eher bedrückt als ermutigt hat, kann ich Dich heute dahingehend völlig entlasten.
Du kannst nur das GEBEN, wenn Du Dich vorher ausgiebig mit dem NEHMEN beschäftigt und es auch praktiziert hast. Logisch, oder?
Was Du Dir nicht genommen hast, kannst Du auch nicht weitergeben.
Ganz einfach!
Zuviele, meiner Ansicht nach viel zu viele Menschen glauben, dass sie etwas zu geben hätten. Liebe, Geduld, Wissen, Erkenntnis, Ermutigung, Hoffnung, Heilung, Weisheit und Wegweisung. Leider geben sie in den meisten Fällen aus ihrem eigenen Mangel heraus, nicht aus der Fülle ihres Herzens. Davon sind mir im Laufe meiner Sinnfindung etliche begegnet. Du kannst mir nichts geben,  was Du selber nicht hast, so sehr Du es auch versucht, es wird nicht klappen. Bei mir auch nicht!
Sie hinterlassen keine der oben genannten Tugenden. Im Gegenteil, oft hatte ich das starke Gefühl, sie hätten meine Bedürftigkeit genommen, damit es ihnen besser geht …
Kommt Dir das bekannt vor? Leere Menschen ohne Tiefe, die aber ernsthaft meinen, sie hätten so viel zu geben?

Ich möchte Dir jemanden vorstellen, bei dem es anders ist.

Als Christin nehme ich mir ab und zu und das ziemlich regelmässig meine Bibel zur Hand und bin immer wieder Mal baff erstaunt, was mein Gott zu jedem einzelnen blogthema zu sagen hat.
Empathie und Nächstenliebe passen gut zusammen, Hochsensibilität und Selbstliebe sowieso und wenn ihr mich fragt:
Jesus ist so ziemlich der sensibelste und feinsinnigste Lehrer, den ich bisher finden konnte. Von IHM lerne ich alles.
Ich mag seine vielfältige und individuelle Art mit den zerschlagen und kranken Menschen zu reden und die ebenso unkonventionellen Heilmethoden, die er an den Tag legt. Spucke mit Matsch etc.

Für alle unter uns, denen es gerade so ergeht, als würde das Leben wie ein schweres Gewicht, wie ein Joch auf den Schultern liegen, kommt hier ein himmlisches Angebot, zum mitnehmen.

 

Das Joch von Jesus!

Kommt her zu mir, alle,
die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir;
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft,
und meine Last ist leicht.

Die Bibel, Matthäus 11,28

Du liebe Seele
von Herzen wünsche ich Dir,
ein zauberhaftes Wochenende
mit Ruhe für Deine Seele,
mit Zeiten, in denen Du DIR etwas zuteilst,
oder mit anderen etwas von Dir teilst.
Ganz im Geiste vom Ursprung
des kleinen, aber sehr feinen Wörtchens
NEHMEN ❣️

Deine Gerda

Ich wünsche mir, dass dieser blog uns ermutigt die Welt und ihre Bewohner mit ihren vielen verschiedenen Facetten so nehmen,
wie sie ist. Erst vor ein paar Tagen las ich etwas über Erleuchtung oder Erwachen, manche nennen es auch Erweckung oder Aufwachen.
Die Begriffe sind unterschiedlich zu verstehen, je nach Hintergrund.
In diesem Fall stand da so sinngemäß:

                          Erleuchtung ist: sehen und annehmen, was ist !

Nicht mehr und nicht weniger.
So sei es.

PS1:
In der nächsten Woche begebe ich mich noch mal in Richtung Reize und Reizleitungsüberlastungen; der Teppich-Report gewinnt auch an Gestalt. Es bleibt also lebendig und spannend. Auch der Wunsch nach einem blog über Trauma bei Hochsensitiven ist in der Recherchephase. Schreibt mir gerne eure Fragen oder Themenwünsche, Anregungen oder –  einfach nur so.

PS2:
Mit dem starken Verb NEHMEN ist es wie mit dem Leben: es geht
auf, ab, zu, vor, zurück, hin, aus, ein, an, unter, über, voll, nach, …
nehmen wir es doch einfach, wie es kommt, oder?

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