❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens❣️

❣️„So macht man das in einer Herde“❣️

Hallo,
Du liebe und einzigartige Seele,
ich möchte den heutigen Freitagsgruß nutzen, um mit Dir das obige Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme zu betrachten.
Wie immer hochsensibel und voller Mitgefühl.


Szenen einer Eiszeit

In diesen Tagen hörte ich von einigen Mitmenschen, daß unsere Welt kälter und gefühlsärmer geworden sei. Gerade die Älteren unter uns verstehen ihre Welt kaum noch, und das hat nicht nur mit der Digitalisierung zu tun.
Früher, so ihre Wahrnehmung, früher hätte man einander mehr geholfen und unterstützt, weil ja allenichts“ hatten.
Und heute, da nach aussen hin alle „alles“ hätten, würde jeder nur noch an sich denken.
Die Sache mit den Superlativen ist schwierig.
Immer und nie, alle oder jeder sind mit Vorsicht anzuwenden.
Sind wir wirklich alle in einer Gefühleiszeit auf der Erde?
Jeder denkt nur noch an sich und hat nie Verständnis für einen anderen? Alle sind gemein? Keiner liebt keinen?

Hilfe,
Mitmenschen, die morgens mit dieser Gesinnung aufstehen, werden den Tag genauso erleben, wie sie ihn erwarten.
Wenn sie dann noch auf jemanden treffen, der eine ganz andere Wahrnehmung und eine positivere Lebenseinstellung hat, kann es zu leichten bis mittleren Differenzen kommen.

Zu diesen Differenzen findet sich in einem meiner Top 20 Lieblingsfilmen reichlich Stoff und Tiefe.
Eine Ahnung, wovon welchem Film ich schreibe?
Richtig!
Ice Age
Zu deutsch: Eiszeit aus dem Jahre 2002.
Ja, ich musste auch schlucken, der Film ist bald 18 Jahre alt und immer noch rühren mich einige Szenen zu Tränen:

Der Film spielt im Spätherbst der letzten Eiszeit. Die ganze eiszeitliche Tierwelt auf der Flucht in den Süden, weil es überall anfängt zu tauen. Einzig das mürrische und kantige  Mammut Manfred (Manni) wandert alleine und verbittert vom Leben nach Norden.
Auf seiner Einzelwanderung trifft er auf das Riesenfaultier Sid, der wird, wie jedes Jahr von seiner Familie allein zurückgelassen.
Durch einen Zufall, weil Sid einigen Sauriern den letzen Wintervorrat geklaut und fast selber gefressen worden wäre, wird Sid von Manni gerettet. Sid, der sich als wahre Nervensäge mit großem Herz erweist, beschließt nun, sich dem Mammut anzuschliessen, sehr zu dessen Leidwesen.

Nicht weit entfernt sieht man ein Rudel Säbelzahntiger aus Rache für erlegte Artgenossen das Neugeborene des Häuptlings einer Steinzeitfamilie zu entführen und zu töten. Doch die Mutter kann ihr Baby gerade noch rechtzeitig vor Säbelzahntiger Diego in Sicherheit bringen und mit dem Säugling fliehen.
Diego nimmt die Verfolgung auf.

Als Manni und Sid die Frau, die, von Diego in die Enge getrieben wird, einen Wasserfall hinunter springen sehen und nun dem Ertrinken nahe ist, übergibt sie den Zwei Schicksalsgefährten ihren kleinen Sohn an Land, bevor sie vom Wasserstrom wieder fortgerissen wird.

 

ATMEN!!
Als das geschieht in den ersten Minuten und ich bin jedesmal, hier ist das Superlativ erlaubt und angebracht:
Ich bin wirklich jedesmal erschüttert und kann es nicht fassen, dass dieser Film ab Null (ab 0) Jahre freigegeben wurde.

Als Diego ohne Beute zurückkommt gibt sein Rudelchef ihm den Auftrag, das Menschenkind zum Fressen zurückzuholen.
Unter dem Vorwand, Manfred und Sid helfen zu wollen, das Kind zurück zu seiner Familie zu bringen, plant er sich ihnen anzuschließen. Tatsächlich will er sie in einen Hinterhalt zuführen, wo seine Kameraden das Baby in Empfang nehmen wollen.
Trotz einigen berechtigten Zweifeln willigen die beiden ein.

ABENTEUER

Was diese verrückte Truppe unterwegs alles durchstehen muss, schaust Du Dir am besten mit einigen Taschentüchern und etwas Schokolade in Ruhe selber an.
Und auch, wenn Du weißt, daß es im Falle dieses Eiszeitdramas ein Happy End gibt, ist es jedesmal ein nervenaufreibendes Abenteuer:

Kälte, Eis, Lava, Futterneid, Verrat, Bitterkeit, Verlust, Vertrauen, Liebe, Angst, Dunkelheit, Suche, Mord, Verletzungen, Kampf, Rettung, Versorgung, Schutz, Gewalt und alle gefühlsmäßigen Regungen die es auf diesem Planeten gibt, kannst Du hier mitfühlen.
Gott sei Dank Wird am Ende alles gut. Denn das Baby wird dem fast verrückt gewordenem suchenden Vater in die Arme gegeben.

Manfred, Diego und Sid wandern zusammen als Herde nach Süden.

 

Selbst beim Schreiben rollen mir schon wieder die Tränen über die Wangen, denn der Inhalt dieser Geschichte hat soviel mehr mit Hochsensibilität und Empathie zu tun, als es auf den ersten Blick erscheint.

An dieser Stelle möchte ich allen Kreativen Schreibern und Fantasten da draussen von Herzen danken, denen die solche Geschichten schreiben und Wörter zu Bildern, zu Emotionen zu … machen.
Ohne Euch wäre mein Leben viel viel ärmer. DANKE
Nicht wenige sind hochsensibel und begabt, anders kann ich es mir nicht erklären, wie solche Meisterwerke entstehen können.

Auf einzelne Szenen hier einzugehen, ist zwar verführerisch, würde aber den Rahmen sprengen.

Nur so viel:

In jeder Eiszeit hat es Wesen gegeben, die sich um andere gekümmert haben. Es gab immer Einzelne, denen das Wohl der anderen am Herzen gelegen hat.
Im Film Ice Age fühle ich mich mit nahezu allen Charakteren verbunden, ich weiß zutiefst, wozu wir Menschen in der Lage sind, wenn der Druck von aussen nur groß genug genug ist.

SID:

Auch ich kann nerven wie Sid und kriege öfter Ärger, nur weil ich es gut gemeint habe, bin naiv wie Sid und manchmal auch kindlich verspielt.
Ich will immer das Positive sehen, auch wenn Menschen mich verlassen oder mich verraten. Ich bin dankbar wie Sid, neige zu klammern wie er, und bin genau so faul im Nachtragen und im Vorrausdenken.
Sid ist lustig und kann mit Babys, gibt immer wieder nach und nervt.
Es sucht nach Geborgenheit und Liebe, nach einer Herde. Wie viele von uns, möchte er einfach nur dazugehören, irgendwo dazugehören.
Erkennst Du Dich wieder in dieser Beschreibung, wenn andere normalsensible über Dich reden ?

Ja, wir nerven, und wir sind naiv, gutgläubig und loyal, dankbar.
UND
Ja, wir sind auf der Suche nach unserer Herde. Manchmal ein Leben lang.

DIEGO:

Auch ich kann mich sehr gut Leitern und Chefs unterordnen, ich bin gehorsam. Ich habe in meinem Leben öfter als einmal erlebt, misstrauisch beäugt zu werden, wie Diego von Manni. Und auch wie Diego habe ich eine Zeit auf Fleisch essen verzichtet.
Ich fühle zutiefst seine Zerrissenheit, etwas tun zu müssen, hinter dem ich eigentlich nicht stehen kann. Gleichzeitig sind mir seine Rachegelüste nicht fremd, denn die Menschen sind dabei seine Rasse auszurotten. Diese Ambivalenz, diesen Zwiespalt zwischen den Fronten haben Empathen gerade zu erfunden.
Das ist die große Herausforderung: Das Baby als Individuum ist unschuldig, doch seine Familie, seine Gattung tut böse Dinge in den Augen von Diego.
Das kenne ich aus meinem Leben, Mitgefühl ist sehr gut und wünschenswert bei denen, die Leiden.  Bei denen, die Hilfe und Schutz brauchen.
Hochsensibel zu sein, bedeutet sich immer wieder bewusst zu machen, was für mich richtig und wichtig ist, welche Werte und welche Wahrheit ich leben möchte.

Diego hat, wie ich und hoffentlich Du auch, die Kurve gekriegt, und sich entschieden, das Baby zu retten, auch wenn er fast dabei drauf gegangen wäre.
Manchmal erfordert das Leben eine einsame Entscheidung des Herzens, die viele andere in der Familie oder in der Sippe nicht nachvollziehen oder gar verstehen können.
Kommt Dir irgendetwas hiervon bekannt vor?

Ja, wir sind manchmal unentschlossen und ändern unsere Meinung, wenn die Zeit reif ist, zur Verwunderung vieler.
UND
Ja, wir geben alles um ein Wesen, das unseren Schutz braucht, zu unterstützen. Und das manchmal weit über unsere seelischen und körperlichen Grenzen hinaus.

MANFRED:

Mit Manni verbindet mich wohl am meisten. Nicht nur, dass er 11 Tonnen wiegt, und unter seinem Zotttelfell ein zutiefst liebendes Herz hat. Manni hat einen großen Verlust erlitten und ist bitter und misstrauisch der Umwelt gegenüber. Trotz all seines Bemühens und seines Einsatzes konnte er nicht verhindern, dass Menschen ihm das Liebste genommen haben. Das machte ihn zum Einzelgänger und zum murrenden und stinkigen Mammut.
Alles zu geben um am Ende zu sehen, dass ich mit leeren Händen dastehe und mich total alleine und verlassen fühle, war bei mir jahrelang ein vorherrschendes Lebensgefühl. Wie bei Manni.
Nur keine Verantwortung mehr für andere übernehmen. Und schon gar nicht für ein Kind vom Feind.
Mannis unnahbare und sture Art, sein Zynismus ist nichts weiter als purer Selbstschutz und weil …
Weil er ein zerbrochenes Herz hat und im tiefsten Inneren ein totaler Familien und Herdenmammut ist.
Genau wie ich, genau wie – Du ?

Ja, wir ziehen uns manchmal in unsre Schneckenhäuser zurück.
UND
Ja, wir sind oft überforsorglich und ängstlich, was unsere Lieben betrifft.

SCRAT:

Über Scrat, dem Säbelzahntigerratteneichhörchen – keineahnungwasdasfüreintierist schreibe ich an anderer Stelle.
Nur eins:
Auch ich kann mich so in eine Sache, bzw in ein Objekt vertiefen, egal ob die Erde sich spaltet oder ich vom Blitz getroffen werde.
Für die Eichel würde er alles tun.
Typisch hochsensibel: einmal etwas als Schatz erkannt würden wir alles tun, um es zu bewahren und zu schützen.
Doch davon später mehr.

 

Du liebe Seele,
zu Beginn des Beitrages habe ich davon geschrieben, wie manche Menschen unsere Zeit gerade empfinden. Sie ist vielleicht anders, als andere Zeiten, schneller, lauter, schrilller und hektischer.
ABER:
ich sage das in tiefer Demut und Hochachtung vor Menschen mit dieser Lebenseinstellung,
ABER:
es wird immer nervige Sids, umtriebene Diegos und fürsorgliche Mannnis geben, von verbissenen Scrats ganz zu schweigen.

Sie sind es, die unsere Welt jeden Tag ein wenig liebevoller, weicher und herzlicher machen, die die eindeutig JA zu sich und ihrer Hochsensibilität gesagt haben und danach leben möchten.

Ich wünsche Dir ein wunderbares
Wochenende und grüße Dich aus der Mitte
meines weichgespülten Ice-Age-Herzens,
im Vertrauen, daß wir alle zu einer großen
Herde gehören und alles dafür tun sollten,
jedes Einzelne Herdenmitglied
zu achten und zu schützen.

Und wenn ich Jedes schreibe, meine ich das auch so.

Sei herzlich Willkommen
in der Herde

Deine
❣️Gerda❣️

PS:
Ich bin so dankbar für meine kleine Herde um mich herum, doch auch für die großartige Möglichkeit der digitalen Herdenbildung. Richtig und liebevoll genutzt kann sie ein großer Segen sein, und ist es bereits.

Mein Adventstip:
Mit der Familie oder Freunden eine Filmabend geniessen, vielleicht mit Sid und Manni, Schokolade und Taschentüchern.
Und: ganz viel Liebe!

Solltest Du Dich in irgend einer Weise angesprochen gefühlt habe, melde Dich gerne bei mir, denn:

❣️„So macht man das in einer Herde“❣️

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