❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens❣️

Du wundervolle Seele,
nachdem ich gefühlt hundert Beiträge angefangen
und nach ebensovielen Wörtern alle wieder verworfen habe,
tat ich das, was mir bei Entscheidungsfragen immer hilft:
Ich habe erstmal drei Stunden geschlafen und danach einen Kaffee getrunken. Diese Kombination in Verbindung mit einem köstlichen Stück des ersten (bestens gelungenen) selbst gebackenen Käsekuchens meines Schatzes, einer brennenden Kerze auf dem Tisch bei offenem Fenster mit einer kleinen Fellnase auf dem Schoss, mag es jetzt wohl gelingen, Dich aus der Mitte meines vollen und chaotischen Herzens zu grüßen.

Wir werden es lesen…

Dieser blog
rund um mein Lebensthema Empathie und die damit verbundene angeborene Hochsensibilität ist mittlerweile schon fast zu einem kleinen Nachschlagewerk geworden. Die Herausforderungen mit diesen einzigartigen  Persönlichkeitsmerkmalen sind im Alltag zwar verschieden, dennoch gibt es sowas wie Grundthemen, die hier in vorherigen Artikeln lebhaft und abwechslungsreich beleuchtet wurden.

Darauf bin ich wirklich stolz und wenn ich den einen oder anderen Text  nochmal durchlese, könnte ich schmunzeln und gleichsam nur staunen, was sich seit dem letztem Jahr hier so alles getan hat.
Und während sich meine linke Hand ganz langsam in Richtung meiner rechten Schulter bewegt um mich mal richtig zu loben und zu feiern -geschieht das Unausweichliche, das, was mir schon so oft passiert ist:

Zara Zweifel und Ulf Unsicherheit stehen vor meiner Herzenstür und bitten um Einlass. Die beiden haben mir gerade noch gefehlt.
Gerade heute, wo ich sowieso schon so konfus und chaotisch bin.
Noch haben sie nicht geklingelt, was sie aber garantiert gleich tun werden. Ich muss eine Entscheidung treffen, und zwar schnell.

Denn:
Ich weiß ganz genau, wenn ich diese beiden Kollegen jetzt hinein bitte, werde ich sie so schnell nicht wieder los. Und als ob der Gedanke nicht schon schrecklich genug wäre, kommt mein unerbitterlich automatisch gesteuertes feinfühliges Gewissen, das mir quasi per ungeschriebenes  Empathiegesetz verbietet, jemanden nicht herein zu bitten, in die Quere. Ich gelte als überaus gastfreundlich in meiner Umgebung.

Was tun?
Blitzschnell hole ich mir die Erinnerungen der letzen Zusammenkünfte in mein Gedächtnis. Oh, nein, das waren überhaupt keine schönen Geschichten, die einzigen die nachher fröhlich zweifelnd mit unsicheren Schritten, gestärkt mit Beruhigungstee und Prinzenrolle davon eilten,  waren diese beiden gewesen. Und zurück blieb ich, total verunsichert und der Verzweiflung nahe. Ich höre jetzt noch Zaras zaghaftes Lachen, als sie mir alle meine Bedenken und Zweilfel bezüglich eines Projektes auf den Tisch knallte und Ulf mit seinem ewigen, wenn nun aber die Börse zusammenbricht oder ein Tornado über Deine Idee fegt – Leier. Und diese beiden Typen stehen jetzt
(ein vorsichtiger Blick durchs offene Fenster bestätigt meinen Verdacht) immer noch vor meiner Tür.
Gerda, denk denk denk … denk nach !!

Ihr kennt mich,
ich bin (fast immer) für Fragen stellen und für gewaltlose Kommunikation, ich kenne die Werke berühmter Beziehungsexperten über ein gelungenes Miteinander.
Mein linker Arm hängt immer noch in der Luft, was wollte ich eben noch? Boah, allein Ihre Anwesenheit auf meinem Grundstück versprühen schon ihre merkwürdigen Energien,
obwohl: sie können ja auch nichts dafür.

HALT !! Vorsicht Empathiefalle: STOPP, Gerda !!

Sie können oder wollen vielleicht nichts dafür tun, und es gibt sicher Gründe warum Zara und Ulf so geworden sind. Aber wahrscheinlich sind sie morgen auch noch so, auch wenn ich ihnen heute keinen Einlass in mein Chaos gewähre.
Mein Schädel, oh je.

Ausserdem wollte ich mich doch gerade … wollte ich mich am Kopf kratzen? Keine Ahnung, mein Puls jagt auch gerade in die Höhe.

OK.
Ich lass sie rein, vielleicht brauchen sie meine Hilfe und wir haben ja immer gesagt: Menschen gehen immer vor Projekte und dann ist da noch die Bibelstelle mit den Engeln die als Gäste verkleidet sind.
Sie tun mir auch leid, wenn jemand so unsicher ist wie Ulf und dann auch noch mit Zara zusammenkommt, die alles und jeden anzweifelt.

Ich bin nett.
Der blog kann warten. Also: durchatmen und einmal durchschütteln (lerne ich gerade von meinem Hund) und auf zur Tür:
Auf dem Weg dahin bemerke ich eine Träne auf meiner Wange. Dann zwei, und dann geht gar nichts mehr. Sie stehen doch nur vor der Tür, sie sind noch nicht mal im Flur. Gerda, bitte! Jetzt setze ich mich erstmal auf unsere Bank im Flur. Ich bin froh über die vielen Sitzgelegenheiten in unserem Haus. Nase putzen, nochmal schütteln, zweiter Versuch.
Die Mitte meines Herzens ist mittlerweile in heller Aufruhr.

Ich komme bis zur Tür und mit dem besten Lächeln, daß ich in meiner Gesichtsausdruckgalerie finden kann, öffne ich sie schliesslich um zu einem bezaubernden unehrlichen und zutiefst unauthentischem Grinsen die beiden zu begrüßen, vielleicht werde ich sie sogar umarmen.
Also: los, Gerdi!! Aber, …

 

Sie sind weg. Einfach so.

Wahrscheinlich
haben sie gedacht, hier ist keiner zuhause, oder aber Tracy Tratsch von gegenüber hat ihnen berichtet, dass es mir nicht so gut geht und die beiden zur Verbreitung des neusten Klatsches zu sich zum Tee eingeladen oder aber Ulfs Unsicherheitsfaktor-APP hat ihn vor einer drohenden Himbeeraktien-Katastrophe gewarnt oder Zara hat an ihrer Idee mich zur Verzweiflung zu bringen selber erhebliche Zweifel bekommen. Keine Ahnung.
Ich hoffe ich schaffe es, sie später nicht danach zu fragen.

Sie sind weg.
Zara und Ulf sind alte Bekannte. Ich hoffe, sie sind nicht beleidigt,
wenn sie rauskriegen, dass ich gezögert habe sie herein zu bitten.
Ich hoffe, dass ich es schaffe, ihnen das niemals zu sagen.
Merkwürdigerweise bin ich keineswegs erleichtert.
Im Gegenteil, gleich werde ich mal Kurt Knöterich anrufen, um diese Gefühlsknoten in meiner Brust zu entwirren. Erwachsene Empathen sind klug genug, sich entsprechende Hilfe zu holen, wenn es nötig ist.

Dabei ist gar nichts dramatisches passiert, oder?
Ausser, dass dieser Beitrag mal wieder ganz anders geworden ist, als erwartet und zwei Wanderer einen Tee bei meiner Nachbarin ,inklusive aller Neuigkeiten, bekommen haben, ist eigentlich rein äußerlich gar nichts passiert. Aber warum bin ich dann so aufgewühlt?
So nachdenklich? Und wieder mal total verheult?

Unsicherheit und Zweifel 

Hochsensible Menschen brauchen meiner Erfahrung nach ein hohes Maß an Sicherheit und Vertrauen, Mut und Glauben. Wir müssen uns aufgehoben, versorgt und geborgen wissen um zu wachsen.
Immer auf der Suche nach Klarheit und Geborgenheit.
Durch viele überfordernde Erlebnisse und Unmengen an Missverständnissen bezüglich unseres Wesen auf dem Wege, sind wir mehr als andere für Zweifel und Unsicherheit empfänglich.
Keine Frage, die beiden haben ihre Berechtigung und ihren Platz.
Aber nicht immer und vor allem nicht dann, wenn Clarabelle Chaotika und Wera Wirr schon zum Mittagessen da waren.

Mir fällt gerade wieder ein, was ich mit meiner linken Hand tun wollte.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich gleich wieder weinen muss, werde ich mir jetzt ganz bewußt und genussvoll versuchen auf meine Schulter zu klopfen. Zumindest für den Erfolg meines  blogbabys.

Es wird immer
Menschen und Begegnungen in meinem Leben geben,
die mich extrem herausfordern werden. Daran wachse ich.
Doch: und das schreibe ich jetzt mit vollem Mitgefühl und in großer Demut. Es ist wirklich nicht immer dran, mit jedem ein Gespräch zu führen. Und gerade an solchen Tagen, (grrrr, wollte ich doch eigentlich über die seltene Gattung der HEYOKA-EMPATHEN schreiben), an denen es mir selber nicht so gut geht, darf ich auch einem Besuch entgehen. Okay, das nächste Mal gehe ich vielleicht schneller zur Tür um mich zu erklären, oder aber, und das wäre völlig neu für mich:
Ich schmeiße mich auf eines meiner Sofas und krabble unter eine Decke, um mir die Ohren zuzuhalten, halte die Luft an und warte ab.

Nur doof, wenn es dann klingelt, und unsere  Molly bellt.
Es wissen ja schliesslich alle, dass wir unsere kleine Fellnase
niemals alleine lassen würden, von wegen Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Für heute,
wünsche ich Dir ein
sicheres Wochenende
mit zweifellos schönen
behaglichen Momenten
voller Entscheidungsfreude
mit dem einen oder anderem
Stück Käsekuchen.

In Liebe
❣️Deine Gerda❣️

PS1:
Das sind die Themen, von denen ich oben schrieb.
Sie tragen klangvolle Namen wie Selbstfürsorge, Entspannungstechniken, Reizverarbeitung, Nachklang, gesunde Grenzen setzen, Achtsamkeit, Stille Zeit, Stressreduktion und Zeiteinteilung, Tiefschlaf, Blutzuckerspiegel und Hydration.
Ebenso wie Resilienz und  Ressourcen, Empfindsamkeit und Mitgefühl.

Es wurde hier schon einiges beschrieben und das wird auch so bleiben.
Versprochen!

PS2:
Sollten Ulf und Zara am Wochenende bei euch auftauchen, könnt ihr den beiden gerne den link: http:// empathie.blog  geben, auch meine
E-Mail: gerdaemd@icloud.com Adresse.
Wenn sie euch fragen, wo ich bin, dürft ihr mit meiner Erlaubnis sagen, dass ich mich mit Silke Sicherheit und Enno Empowerment auf einem Seminar für Selbstbewusstsein befinde.
Ihr müsst dabei ja nicht erwähnen, daß ich den Kurs online auf einem meiner vielen Sofas machen werde, oder im Flur auf der Bank, wer weiß.

PS3:
Ich bin der HEYOKA-Sache auf der Spur. Nur soviel, es geht um
Prärie-Indianer und Clowns, die für ihr sozialkonträres Verhalten bekannt wurden. Was das alles mit Empathie und mir zu tun hat?

Eine ganze Menge, nicht umsonst gab man mir in einen bekannten Kinderbuch den unglaublich passenden Namen:
Gerda Gegenteil.
Das ist kein Witz. Schau selbst.

Unsere Gerda Gegenteil ist eine der Protagonistinnen in dem wundervollen und heiss geliebten Bilderbuch meiner Söhne:
Unser Herr Glücklich und seine Freunde von Roger Hargreaves“

Die oben zitierte Bibelstelle befindet sich im Hebräerbrief im 13.Kapitel:
Dort kann man Folgendes lesen:
Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“

“Ich wünsche Dir Glück auf Deinem Weg“
oder wie die Lakota-Indianer sagen würden:
Mani wastete yo “ 

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