❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens❣️

„Schatz, hör mal, ich glaube, mein Heizkissen will mir etwas sagen!“

Hallo du liebe Seele,
heute bekommst Du einen kleinen Einblick
in den ganz normalen Alltag, im Zusammenleben
als Familie mit mindestens einer hochsensiblen Person.

Das wird sehr interessant, versprochen!
Für den Fall,
daß Du ein normalsensibler Mensch bist und Deine Frau, Dein Partner oder Dein Chef Dich ermutigt haben sollte, diesen Artikel zu lesen, beglückwünsche ich Dich von Herzen.
Da wir als feingeistige  Wesen kaum selber in Lage sind, uns immer zu verstehen, zeugt Dein Wille, es auch nur ansatzweise zu versuchen,
von großer Zuneigung und von einer enormen inneren Stärke.
Wir brauchen Dich, um immer wieder unser Gleichgewicht zu finden, und manchmal brauchen wir auch Trost, wenn uns mal wieder, wie sooft im Alltag alles viel zu viel wird.

Mittlerweile
gibt es eine ordentliche Anzahl von Studien, Literatur, Coachingangebote,  und Büchern zum Thema Hochsensibilität.
So kannst Du also  bequem von zuhause aus online diverse Tests durchführen. Das kann ein erster Schritt sein.
Was jedoch meiner Meinung nach den größten Heilungseffekt und die meiste Entlastung bringen kann, ist und bleibt der Austausch mit Gleichgesinnten.
(Und wer weiß, vielleicht gibt es demnächst für Angehörige von Hochsensitiven auch Gesprächsgruppen…)

Eine Gemeinschaft
von Menschen, die wirklich wirklich wissen, was es bedeutet, so zu sein, wie man durch eine erblich bedingte spezielle neuronale Konstitution der Reizverarbeitenen neuronalen Systeme nun mal ist und ständig mit Überstimulation und Reizüberflutung zu kämpfen hat, kann zu einer Oase, einem Kraftort zusammenwachsen.
Ich wünsche Dir von Herzen so einen Ort in Deiner Nähe.
Doch nun zu meinen typisch hochsensiblen Aspekten mitten im Familienalltag, mal positiv, oft negativ erlebt.

Hochsensibel
zu sein bedeutet, die meiste Zeit des Tages ein  Zuviel von allem.
Zu viel hören, zu viel sehen, zu viel riechen, zu viel schmecken und viel zu viel spüren. Und, ohne Witz, ich kann meine Heizdecke hören.
Meine Neigung zur Überstimulation weckt in mir häufig das Bedürfnis, mich völlig zurückzuziehen.
Ich nehme mir, bis auf wenige Ausnahmen, jeden Mittag Zeit, mich hinzulegen und eine Zwischenpause einzulegen.
Aspekt: Überstimulation

Hochsensibel
zu sein bedeutet in meinem Fall eine wechselnde Neigung zu diversen Überempfindlichkeiten, die sich auf ganz verschiedene Art und Weise völlig aus dem scheinbaren Nichts zeigen. Dazu gehören Histamine, manchmal Laktose, fast alle Konservierungsmittel, einige Gewürze,
Farbstoffe etc. Ich weiß also nie, ob ich bei einer Esseneinladung einen sog. Flush bekomme, das heißt, ich bekomme schlagartig einen ultraheissen Ausschlag im ganzen Gesicht, manchmal bis zum Dekoltee, früher mit Herzrasen und selten sogar mit geschwollener Zunge einhergehend. Medikamente Insektenstiche, Kobald- und Nickellegierungen, auf all das reagiert mein Körper mit dem
Aspekt: Überempfindlichkeit



Hochsensibel

zu sein bedeutet, daß ich über ein sehr ausgeprägtes und stark wirkendes Harmoniebedürfnis verfüge, daß sehr leicht zu irritieren ist.
Kleinste Unstimmigkeiten oder ein etwas lauterer Tonfall machen mir noch sehr lange nach dem Vorfall zu schaffen. Ich möchte, daß es immer allen gut geht und alle zufrieden sind. Mein Kopf weiß auch mittlerweile, dass das Leben wirklich kein Picknick ist, doch mein Herz sehnt sich jeden Tag nach dieser rot weiß kartierten Picknickdecke mit mir und meinen Liebsten in völliger Harmonie und Eintracht darauf sitzend. Umbruchzeiten und Veränderungen machen mir schwer zu schaffen. Das verdanke ich diesem ungnädig immerfort wirkenden
Aspekt: starkes Harmoniebedürfnis

Hochsensibel
zu sein bedeutet auch für mich, ständig das Gefühl zu haben, nichts zu schaffen, nicht so belastbar zu sein wie alle anderen, fast keine Reserven zu haben und eigentlich permanent am Limit zu sein. Stress und Hektik lösen bei mir Herzrhythmusstörungen und Reizdarmsymtome aus. Und obwohl meine Familie reizend und unglaublich fürsorglich ist, mir ganz viele Aufgaben abnimmt, bin ich trotzdem an manchen Tagen mit den einfachsten Dingen, wie endlich die Böden zu wischen überfordert. Was mich dann wieder in eine unglaublich traurige Stimmung bring, weil ich nicht die Power habe, wie andere.
Aspekt: niedrige Stresstoleranz und schnelle Erschöpfung

Hochsensibel
zu sein bedeutet eine Galerie von Grübel-Oskars zu besitzen. Es ist schon viel besser geworden, aber noch vor ein paar Jahren, wäre mein zweiter Vorname sicher Gerda-Grübelinchen gewesen.
Ich neige dazu mir extrem viele und oft unnötigste Sorgen und Gedanken über Menschen in Situationen zu machen, die fast nie so eingetreten sind. Durch mein empathisches Genom mache ich mir oft mehr Sorgen und Gedanken als die Menschen, die es in Wirklichkeit betrifft. Ich spüre auch oft Schmerz oder Ohnmacht, Zorn oder Wut bei anderen viel intensiver als sie selber. Du kannst Dir vorstellen, daß dieser Aspekt der Überbesorgnis schwer abzustellen ist, doch durch jahrelanges intensivstes Training meiner Wahrnehmung gelingt es immer besser mich abzugrenzen und bei mir zu bleiben. Das ist Schwerstarbeit für ein sowieso schon überlastetes Gehirn. Aber die Arbeit hat sich gelohnt, mein Leben ist leichter und das der anderen auch.
Aspekt: Überbesorgnis und Grübeln

Hochsensibel

zu sein bedeutet auch die Fähigkeit auszustrahlen, daß man gut zuhören kann. Es ist mir im Laufe meines Lebens Tausende Male passiert, egal, wie stumm und still ich mich verhalten habe, daß mir zum Teil wildfremde Menschen ihre komplette Leidenslebensstory erzählt haben. Ohne jegliche Aufforderung. Ob beim Arzt, im Zug, ob beim Friseur (ja ich kenne die Lebensgeschichten einiger Hairstylisten), beim Psychologen, beim Kinderturnen, beim Campen oder oder …
Anscheinend trage ich ein für mich unsichtbares Schild auf der Stirn:
„Bitte lade Deinen Seelenmüll hier bei Gerda ab.“ Ich meine, eigentlich kann man sich ja geehrt fühlen über so viel Vertrauensvorschuss, aber ehrlich, machmal fand ich es schon unheimlich, wenn mir z.B. ein Kardiologe sein Herz über die furchtbaren Arbeitsbedingungn in seiner Klinik ausschüttet oder ein Psychologe mir seine Probleme erzählt.
Aspekt: Guter Zuhörer

Hochsensibel
zu sein bedeutet ein Leben zu leben, in dem die Sinneseindrücke des Tages intensivst wahrgenommen und erlebt werden. Durch diese erblich bedingte tiefe Verarbeitung des Erlebten verfüge ich über ein hervorragendes Langzeitgedächnis und erinnere mich lebendigst an die Schönheit der Natur, der Kunst, der Musik oder andere emotional ergreifende Momente in meinem Leben. Ich beobachte unbewußt kleinste Mimiken und Gesten in Gesichtern von Menschen und Tieren.
Manchmal erahne ich auch Zukünftiges, weil meine Intuition ausgesprochen gut funktioniert. Durch meine ständige Selbstreflexion gerate ich oft in Selbstzweifel und Selbsanschuldigungen für Dinge, die gar nicht in meinem Einflussberich liegen, wie z.B. das Wetter oder ein meckernder Gast am Familientisch.
Aspekt: tiefe Sinneseindruckverarbeitung 

Hochsensibel auf diese Welt zu kommen
ist nicht ganz einfach. Es kann verstören und manchmal gibt es auch berechtigte Gründe , um an mir zu zweifeln. In anderen Beiträgen habe ich schon öfter von dem berühmten von mir geliebten AKZEPTANZ gesprochen.
Herr Nietzsche persönlich soll ja mal dieses Zitat gebracht haben:
„Man muss das Leben tanzen.“

Ich bin, wie ich bin.
Das Ding ist, ich werde die längste Zeit meines Lebens und wenn es gut läuft, die ganze Ewigkeit nur mit einer einzigen Person wirklich klarkommen müssen.
Und das bin ich.

Hallo, mein Name ist Gerda
und ich bin hochsensibel.

Ich wünsche Dir von Herzen,
ein schönes Wochenende.
Es könnte Zeit werden
für ein Outing, ein Bekenntnis
zu dem, wer Du bist,
und zu dem, was Du
schon lange nicht mehr
bereit bist,
zu spielen.

❣️Deine Gerda❣️

PS1:
Wenn Du auch gerade, so wie ich, wieder einen neuen Tanzstil erlernen darfst, halte bitte durch und gib nicht auf. Wenn das hochsensible Leben Dir ein erneutes „ Darf ich bitten?“entgegen ruft, dann:
Rauf aufs Parkett und überlasse die Führung Deinem Herzen, soweit das möglich ist.

PS2:
Und an alle, die uns begleiten auf diesem Weg: DANKE, ihr seid großartig, euer Leben mit uns zu teilen.

Gerade
komme ich von meiner ersten Gesangstunde, ein wunderbares und sehr besonderes Erlebnis. In den nächsten Wochen werde ich von einer Professorin für Gesang und Kirchenmusik im Einzelunterricht gelehrt. Keine Frage, dieses Weihnachtsgeschenk wird im wahrsten Sinne des Wortes noch einen langen positiven Nachklang haben.
Ich werde Dir berichten.

Ausserdem
freue ich  mich natürlich auch in 2020 immer über eine Rückmeldung von Dir. Welcher hochsensible  Aspekt trifft bei Dir am ehesten zu ? Wie hältst Du die Balance? Und Deine Lieben, wie kommen sie mit Deinem SO-SEIN zurecht?
Fragen über Fragen…

8 Antworten auf „❣️Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens❣️“

    1. Liebe Astrid, vielen Dank für Deine Rückmeldung und alles Liebe für Dich ❣️ Es ist mir eine große Freude und Ehre , dass meine Zeilen wirklich gelesen werden ! Es ist ein Wunder ❣️

  1. Hallo Gerda, du liebe Seele, wie tröstend gerade im Augenblick, für mich, deine Zeilen zu lesen. Ich liege im Krankenhaus und laufe dadurch bedingt auf „Hochtouren“ kaum Ruhe, immer Licht und Geräusche und eine, gefühlt 24/7 redende Zimmernachbarin Leben am Limit. Auch ich bin ein guter Zuhörer und ich trage so einige Geheimnisse und Emotionen von meinem Gegenüber bei mir…
    Es fällt mir nicht immer leicht einen break zu fordern, wenn mein Sein, es verlangt. Denn auch ich bin ein Harmonie liebender Mensch und schwinge zu fein, um sogar, manche Gedanken, nicht zu spüren.
    Zum Glück, habe ich sehr viel Humor und schaffe es somit, fast jeden Menschen, egal was für Sorgen er hat, zum Lachen zu bringen, eine „Waffe“ , die mir unbezahlbar ist.
    Einen Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens.
    Deine Lauretta

  2. Ja du liebe so sind wir halt wir HDP‘s – oft für uns selbst KAUM auszuhalten…. UNS SO ANZUNEHMEN -wie wir sind !!! Eben anders – und unsere Umwelt hat es dann auch nicht leicht mit uns- wenn wir uns mal wieder selbst nicht verstehen …. ‍♀️.
    ❤️❤️

  3. Wie war liebe Gerda
    Egal wie alt wir sind. Haben wir das gefühl Hochsensible zu sein, mache einen Test
    ( kann man im Internet machen).
    Je früher man es weiß, soviel eher kann man für sich gegen steuern.
    Ich habe gelernt auf meinen Körper, Gefühle/Seele und Symptome zu hören. Ich bin dann Achtsam mit mir und nehme mir eine Auszeit, wie ich sie benötige. LG.Elfriede

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