❣️ Der Freitagsgruß aus der Mitte meines Herzens ❣️

Hallo Du liebe Seele,

Da mir die Sache mit der Bodenständigkeit nicht aus dem Sinn gehen mochte und um ungeteilte Aufmerksamkeit bat, habe ihrer Bitte um ein persönliches Gespräch entsprochen. Heute möchte ich Dir nun von unserem Treffen berichten.

So viel vorweg:
Es war wie immer ganz anders und völlig unerwartet –
einfach schön.

Mich hier mit Dir zu treffen ist für mich auch jedes Mal schön,
ich freue mich, daß Du mir Deine kostbare Zeit schenkst. Danke.

Auf welchen Boden meine Worte ständig in Dein Herz fallen,
kann ich nicht ermessen, ich hoffe nur, dass sie Dir gut tun mögen,
Dich zum Schmunzeln und Nachdenken bringen, denn das ist ihr Sinn.

Sind Sie auf der Suche nach Bodenständigkeit?
So erging die Frage an mich .
Keine Ahnung!
Bin ich?

Suchen …

Bodenständigkeit

Was für eine Frage.
Sehe ich so aus, als würde ich nach etwas suchen?

Manchmal sehen Mitmenschen scheinbar wesentlich mehr man selbst. Als sensibler Mensch versuche ich natürlich zu filtern,
ob es dran ist, sich mit einem Hinweis zu befassen.
Kommt ein Impuls , wie in diesem Fall dann auf mehreren Kanälen immer wieder zu mir, bin ich zumindest achtsam und gehe der Sache behutsam nach. Oft sind dabei schon gute Dinge geschehen.
Kennst Du das auch, dass andere manchmal wissen, was Du brauchst oder wonach Du suchst, bevor Du selber nur einen Gedanken daran verschwenden konntest?

Erscheinst Du anderen als suchender Mensch?
Suchen!

Zum Einstieg eine kleine Geschichte aus meinem Leben:

Winterstiefel

Es ist schon einige Jahre her.  Ich brauchte wirklich ein Paar gute warme Stiefel und begab mich frohen Mutes und mit genügend Geld im Portemonnaie in ein Schuhfachgeschäft, in dem Fachpersonal den Kunden zu Seite stehen und beratend tätig sind.
Normalerweise.
An diesem trüben Vormittag im Spätherbst schienen jedoch alle Schuhexperten gleichzeitig ein Päuschen einzulegen, was ihnen von Herzen gegönnt sei. Gefühlt war ich ganz alleine im Laden. Toll !
Voller Vorfreude schritt ich also auf das Regal, gefüllt mit Winterstiefeln in meiner Größe zu. Schöne Stiefel, wunderbare Farben und so viele Materialien. Keine Frage, ich würde am Ende dieses Einkaufs  mit mindestens einem Paar dieser herrlichen Kreationen in meiner mitgebrachten Einkaufstasche nach Hause fahren.
Das roch nach Beute, nach warmen Füßen und schlank wirkenden Unterschenkeln. Wie aufregend und belebend so ein Besuch in einem Schuhgeschäft doch sein kann, vor allem, wenn man scheinbar der einzige Kunde  im Laden ist.
Die ganze Sache hatte nur einen winzigen, einen kleinen, aber realen Haken: Meine strammen Waden.
Denn, immer noch ohne Fachbegleitung nahm ich vorsichtig einen Stiefel nach dem anderen in die Hand, prüfte die Größe und die Verarbeitung, schlüpfte behutsam hinein und versuchte den Reißverschluss hochzuziehen oder den vollständigen Schlupf in den Schlupfstiefelschacht zu schaffen. Ich habe es wirklich versucht.
Zuerst mit viel Mut und Zuversicht.
Doch nach etlichen Stiefeln und eben so vielen beklemmenden Minuten musste ich der bitteren Wahrheit ins Auge sehen.

Es wollte einfach kein Einziger passen.

So mussten sich wohl Aschenputtels Schwestern gefühlt haben. Zu klein und zu eng. Wer hat denn solche Storchenbeinchen, also ehrlich.
Mittlerweile hatte ich mindestens dreizehn Stiefel anprobiert und eine weitere Auswahl unpassender Exemplare  um mich herum platziert. Den Tränen nahe, komplett durchgeschwitzt und kurz vor der Verzweiflung. Warum habe ich nur so dicke Beine? Wer hat mir die vererbt, wen kann ich für diese missliche Lage verantwortlich machen?
Fragen über Fragen.  Der Puls begann zu rasen. Leichte Panik!

Hilfe!! Ist da jemand?

Da bahnte sich plötzlich und unerwartet aus dem Nichts eine wunderschöne , gut gelaunte vor sich hin summende Verkäuferin ihren Weg ,durch meinen chaotisch anmutenden Stiefelhaufen , zu mir.  Inzwischen schluchzend, einem Häufchen Elend gleichend, kauerte ich mit gesenktem  Kopf auf einem Hocker. Zuerst sah ich nur zwei wunderbare Beine, die natürlich mit sehr sehr schönen Stiefeln bis zu ihren Knien geschmückt waren.

(An alle Männer und Schuhunteressierte, die das hier lesen:
Schuhe sind wirklich wirklich wichtig für manche Mädchen.)

Dann sah ich sie, meine Rettung. Völlig unbeeindruckt von meinem und dem Zustand der Ware um mich herum wandte sich zu mir und fragte mit ihrer feinen und gleichsam wohlklingenden, freundlichen, elfenhaften Stimme:
„Suchen Sie Stiefel ?“

Eine einfache und doch folgenschwere Frage.
„Suchen Sie Stiefel ?“ echt jetzt ?
Gerdi, atme: „Nein, ich suche Ballettschuhe für Flusspferde,
ganz ehrlich, natürlich suche ich Stiefel“ 
habe ich NUR gedacht, nicht gesagt, nur gedacht. Mein Blutdruck hätte jede Manschette gesprengt.

Kaum ausgeatmet, schaute ich hoch und konnte sie nirgends mehr entdecken. Verschwunden in den Katakomben des Schuhladens.
Weg, einfach weg. So geheimnisvoll wie sie gekommen war, war sie auch schon wieder gegangen . Warum hatte ich nur so viele Klamotten an, ach ja es war ja bald Winter. Meine Nerven ? – Glatteis. Wo ist diese Lady?

Der letzte Funken Hoffnung auf ein Paar passende Stiefel war im Inbegriff zu verglühen. Ich dachte urplötzlich an den Klinawandel: Vielleicht wollte mir das Schicksal sagen, dass wir hier in Ostfriesland demnächst nur noch Flipflops tragen, wegen der Erderwärmung und der Hitze. Mir war sowieso so warm. Ich brauchte gar keine Stiefel.
Also, schnell raus hier, und Warten auf die Frühjahrskollektion.

Suchen Sie Stiefel?  
Wenn also ein Mensch im Spätherbst an einem trüben Morgen in einem Schuhladen auf einem Hocker kauert, vor sich diverse Winterstiefel zu sehen sind, dieser Mensch weint und an einem Fuß nur mit einem selbstgestrickten Baumwollstrumpf bekleidet ist, einen hoffnungslosen leeren Blick hat und den Kopf nach unten gesenkt hält.

Dann ist diese liebe Seele offensichtlich auf der Suche nach?
Genau, Du hast es erfasst:
Nach einem Paar passenden Winterstiefeln !
Volltreffer!

(An alle Schuhfachleute unter uns: Ihr seid großartig und habt viel Sachkenntnis, Freude und Geduld mit uns Kunden.
Danke dafür.)

Meine Suche an diesem Herbsttag war ziemlich offensichtlich, oder?

 

 

Aber suche ich heute nach Bodenständigkeit?

## bodenständig # gefestigt # natürlich # nüchtern #
unkompliziert # erdverbunden # ungekünstelt # kernig # urig # waschecht # einheimisch # auf dem Boden der Tatsachen #
auf dem Grund der Wirklichkeit # geerdet # mit beiden Beinen fest im Leben stehen(d) #  ohne Allüren # praktisch veranlagt # realitätsbewusst # mit Bodenhaftung # bodenständig ##
Diese Eigenschaften beschreiben mein angebliches Suchobjekt:
Was soll ich Dir noch schreiben?
Natürlich bin ich auf der Suche nach all diesen guten Persönlichkeitsmerkmalen einer Bodenständigen.
Volltreffer!
Bodenständige Hochsensibilität
Fast jede hochsensible Seele, mit der ich in den letzen zwei Jahren in Kontakt gekommen bin odergesprochen habe,  sehnt sich nach einer gefestigten Persönlichkeit, möchte natürlich wirkten und  nüchtern die Welt betrachten können.
Empathische Wesen wären sehr gerne unkompliziert in Beziehungen.
Feinsinnige Menschen sind nahezu alle naturverbunden und geben das auch ungekünstelt von sich preis.
Sensitive Leute sind immer am Kern einer Sache interessiert und wirken deswegen manchmal etwas urig.
So wie ich auf der Suche nach waschechten weiteren Empathen bin, die in ihrem Herzen einheimisch geworden sind und gerade deshalb auf dem Boden der Tatsachen bleiben, gibt es viele andere, die im Grunde wirkliche Erdung benötigen um dann, frisch geerdet, mit beiden Beinen fest im Leben stehend, ohne jegliche Allüren,  praktisch veranlagt  endlich damit beginnen ihren Platz im Leben zu finden.
Hochsensibilität ist eine Realität, die immer mehr ins Bewusstsein der Menschheit gelangt, allerdings auf dem Boden der Wissenschaft und der Echtheit und Authentizität.
So verhaftet wird sie zum Wohle aller Wesen dafür Sorge tragen, dass der Boden der Erde beständig mit Mitgefühl und Sensibilität getränkt werden wird.
Bodenständige empathische hochsensible Menschen
werden immer mehr ans Licht kommen und mit ihrer Gabe dienen
und mitten im Leben stehen.
Da bin ich ich sicher.
Ich bekenne hier und heute:
Ja, ich bin auf der Suche nach  Bodenständigkeit .

Wie sieht es bei Dir aus?
Hättest Du gedacht, daß Bodenständigkeit so cool ist?
Ich nicht.

Winterstiefel

Du möchtest sicher wissen, wie die Schuhgeschichte ausging.
Nun, in vielen Monaten vor diesem Erlebnis war ich ständig am Boden, niedergeschlagen und ohne Kraft gewesen. Müde vom Leben
und ohne Hoffnung. Schlimme Zeiten lagen hinter mir.
Dieser Stiefelkauf sollte eine neue Zeit einläuten mit neuen Lebenszielen und einem neuen Outfit. Ich brauche das manchmal einfach. Auch um ein äußeres Zeichen zu setzen:
„Hallo Welt, ich bin wieder da“ . Ich hatte mich so auf diesen Tag gefreut, auf meine neuen Stiefel.
Diese unglaublich patente und nette Verkäuferin kam genauso leise und schleichend aus dem Lager, wie sie dahin entschwunden war und reichte mir seelenruhig zwei Paar Stiefel. Ohne Drama, einfach so.Was soll ich schreiben?

Beide Paare passten wie angegossen, wie für mich gemacht.
Seliges Grinsen auf meinem Gesicht.
Was für ein Tag. Zwei Paar Stiefel für mich. Meine Lage hatte sich gewandelt, das Blatt sich gedreht, welche Freude. Mein Herz schlug immer noch in meiner Brust, dieses Mal vor Glück.
Während ich meine alten Schuhe wieder anzog, hörte ich noch leise ihre glockenklaren Stimme, die ich niemals vergessen werde.
„ Ich bringe Ihre neuen Winterstiefel schon mal vor an die Kasse und wünsche Ihnen noch einen wunderschönen Tag“

Völlig überwältigt und etwas benebelt taumelte ich in ihre Richtung um am Kassentresen meine Prachtstiefel zu bezahlen. Dort angekommen fehlte von der Verkäuferin wieder jede Spur, sie war einfach nirgends zu sehen. Wieder verschwunden.
An der Kasse wurde ich noch nach Einlagen und Stiefelspannern gefragt. Ebenso nach Spray gegen Nässe und Schnee.
Alles, ich nahm einfach alles, packte meine Einkaufstasche aus und meine Beute hinein. Den Beutel fest in meiner Hand be merkte ich, wie hungrig ich war. Was für ein Energieverbrauch wegen ein Paar Schuhen.
Mein Gefühlsbarometer machte an diesem Herbstmorgen im Schuhgeschäft einige Sprünge mit. Von Vorfreude über Trauer, bis hin zu Wut und Aufregung, über Staunen und Dankbarkeit. Alles dabei.
Ein EKG hätte wahrscheinlich ab und zu Alarm geschlagen.Wie in Trance wandte ich mich an der Eingangstür noch einmal
zurück und ließ meine Blicke durch den Laden schweifen, doch meine Suchhilfe, meine Stiefelfinderin und Retterin blieb verschwunden.

Ich habe sie nie wieder gesehen!
Bis heute nicht.

Was die Stiefel betrifft:
diese beiden Paare haben über mehrere Winter gehalten.
Bis heute.

 

 

Du liebe Seele,
von Herzen wünsche ich Dir
ein friedliches Wochenende
vielleicht mit etwas Zeit für
Bodenständigkeit
oder,
und das scheint in meinem Fall anzustehen:
Mit dem Kauf von neuen Winterstiefeln.

 

In jedem Fall sensibel
und in echter Liebe

❣️Deine Gerda ❣️

 

PS 1:
Als Christin glaube ich natürlich an die Realität von Engeln, und
nicht erst seit diesem Schuherlebnis.
Menschen können Engel für Dich sein. Sie kommen, wenn Du sie brauchst. Einfach so – und helfen in der Not.
Mein ultimativer Vor-Adventstip heute:
Wenn es solche Engel in Menschengestalt in Deinem Leben gibt,
nutze die Gelegenheit Dich zu bedanken. Auch wenn ihr Dienst schon lange her ist.  Eine Karte, eine kleine Aufmerksamkeit, ein Anruf. Eine Mail oder eine andere Digitale Nachricht sind natürlich auch möglich.
Wie Dein Engel am besten zu erreichen und zu begeistern ist.Manchmal ist sogar ein persönliches Gespräch möglich, so eins wie ich in dieser Woche mit Frau Bodenständigkeit hatte, das war schön.PS2:
Beim Lesen dieser Geschichte fällt mir heute auf, wie sehr ich vor Jahren noch meinen Gefühlen und Emotionen schier ausgeliefert war.
Heute mache ich vieles entspannter und bereite mich gut auf eine Shoppingtour vor.  Wie? Da könnte ein Blogbeitrag draus werden..
Oder?

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